Klare RegelnDefizite in der Strategieumsetzung beheben

Die Strategieplanung und die Maßnahmen zur Umsetzung müssen eng miteinander verknüpft werden. Erfolgreiche Unternehmen machen es vor: Das gelingt, wenn einige einfache Regeln beachtet und verfolgt werden. Dann erzielen die Unternehmen eine deutlich bessere Leistung im Vergleich zum Wettbewerb.

Viele Strategien und Pläne, die Unternehmenslenker entwickeln, bleiben stecken und werden nie realisiert. Es gelingt nicht, sie in entsprechende Leistungen umzusetzen. Die Mitarbeiter machen das, was sie immer schon getan haben und scheren sich nicht um die Vorgaben des Top-Managements und der Strategieplaner.

Michael C. Mankins von der Unternehmensberatung Bain & Campany und Richard Steele von der Bridgespan Group stellen deshalb heraus, dass die Planung einer Strategie und die Maßnahmen zur Umsetzung eng miteinander verknüpft werden müssen. Das eine ergibt ohne das andere keinen Sinn.

Die Regeln, um Strategieplanung und Strategieumsetzung miteinander zu verknüpfen, lauten:

  1. Ziele und Strategien müssen einfach beschrieben und sehr konkret sein. Sie sagen aus, was das Unternehmen tun will und was es nicht tun wird.
  2. Alle Annahmen, die der Strategieplanung zugrunde liegen, sollten realistisch sein und ein klares Bild der eigenen Stärken und Schwächen sowie der Situation in der Branche und der Stellung zum Wettbewerb abgeben. Im Rahmen der Strategieplanung soll über Annahmen zur Gegenwart und nicht über Hochrechnungen für die Zukunft diskutiert werden.
  3. Alle Bereiche eines Unternehmens sollten sich darüber verständigen, welche Kennzahlen und Indikatoren von allen genutzt werden, um den Erfolg des Unternehmens zu messen und zu beschreiben. So schaffen sie eine einheitliche Basis für Bewertungen und Planungen.
  4. Der Bedarf an Ressourcen und Budgets muss frühzeitig geklärt werden. Sie werden nicht einfach an die Geschäftseinheiten verteilt; diese müssen klar begründen und deutlich machen, wie sie die Ressourcen nutzen und welche Ergebnisse sie damit erzielen.
  5. Wenn Strategien umgesetzt werden, gibt es immer vordringliche Maßnahmen und Prioritäten. Allen Mitarbeitern muss klar sein, welche wenigen strategischen Prioritäten es gibt.
  6. Die Umsetzung muss zeitnah überprüft werden. Der Ist-Stand und die Ergebnisse müssen mit den Plänen und Strategien abgeglichen werden. Bei Bedarf werden Pläne angepasst und Ressourcen und Budgets anders verteilt.
  7. Jede Strategie ist nur so gut, wie die Menschen, die sie umsetzen. Deshalb sollten sich die Auswahl von Mitarbeitern und die Aufgabenzuordnung daran orientieren.

Wer diese Regeln befolgt, erzielt erheblich mehr Leistung. Einige Unternehmen schaffen so sogar ein um 60 bis 100 Prozent besseres Ergebnis, wie die Unternehmensberater berichten.

Hier geht die Leistung verloren

  • Unangemessene oder nicht verfügbare Kapazitäten
  • Schlecht kommunizierte Strategie
  • Maßnahmen zur Umsetzung sind nicht klar beschrieben
  • Verantwortung zur Umsetzung ist nicht klar festgelegt
  • Widerstand in der Organisation und Blockaden
  • Keine angemessene Leistungsmessung
  • Keine Konsequenzen, wenn Ziele verfehlt werden und keine Belohnungen für besondere Leistungen
  • Schlechtes Vorbild Top-Management

Ausführlicher Beitrag unter:

Turning Great Strategy into Great Performance. Harvard Business Review 7-8/2005

[jf; Foto: Pixelio.de]

Dazu im Management-Handbuch

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