KleidungsstilIhr Schlüssel zum Geschäftserfolg

Gut angezogen zu sein im Job ist schon längst nicht mehr der Chefetage vorbehalten. Vielmehr ist es zum "soft factor" geworden. Entscheider schließen zum Teil von der Kleidung auf die Arbeitseinstellung. Denn mit der Kleidung signalisieren Sie, wie korrekt, zuverlässig oder kreativ Sie arbeiten. Nicht umsonst heißt es, dass man sich so kleiden soll, wie es die nächst höhere Hierarchieebene bereits tut.

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten guten Eindruck

Die Aussage „Es gibt keine zweite Chance für einen ersten guten Eindruck.“ kennen wir alle. An dieser Stelle sollten wir uns die Frage stellen, warum wir uns so wenig mit unserem ersten Eindruck beschäftigen.

Fakt ist, dass sich andere Menschen innerhalb von 1-8 Sekunden einen ersten Eindruck von uns verschaffen und dieser dann an entscheidenden Stellen des Lebens bestimmend für unsere Chancen sein kann. Der erste Eindruck wird zu 55 Prozent durch das Auftreten und die Kleidung geprägt. An ordentlicher Kleidung führt also kein Weg vorbei. Nur worin fühle ich mich heute wohl und welches Outfit verkörpert auch das Image meiner Firma?

Was muss ich beachten?

Lieber konservativer als zu leger anziehen, denn klassische Kleidung wird verbunden mit Seriosität, Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz.

Und welche Farbe passt heute am besten? Die klassischen Farben sind: Blau, Dunkelgrau, braun und heute inzwischen auch Schwarz – obwohl diese Farbe eher eine Anlassfarbe ist, sprich Schwarz wurde zu Beerdigungen, Abendveranstaltungen und festlichen Dinners angezogen.

Was will ich erreichen?

Mit einem schwarzen Anzug wirke ich heute sicherlich beim Erstkontakt zu autoritär. Ich möchte, dass mein Kontakt mich sympathisch findet, Vertrauen bekommt und sich öffnet. Das werde ich mit einem strengen schwarzen Anzug wohl nicht erreichen.

Dunkelblau ist immer korrekt, konservativ und vertrauenserweckend, wirkt aber oft etwas unkreativ. Dunkelgrau wirkt zurückhaltend und stilvoll, ist auf jeden Fall weniger autoritär als schwarz und mein Kunde öffnet sich leichter. Also dunkelgrau ist für heute die beste Wahl.

Respektvoll ist, das Sakko in Stehsituationen immer zu schließen. Steht man also zur Verabschiedung auf, knöpft man das Sakko zumindest mit einem Knopf zu. Der unterste Knopf bleibt stets offen. Daran muss ich denken!

Business-Hemden sind langärmlig

Das richtige Business-Hemd ist auf jeden Fall langärmlig – auch im Sommer. Weiß, hellblau oder rosa sind die Farben, die im Job akzeptiert sind. Die zweifarbigen Hemden, also hellblau mit weißem Kragen, sollte ich nun mal endlich aussortieren. Sie sind genauso wenig aktuell, wie dunkle Stoffe in Bordeaux oder Schwarz.

Wichtig: Der oberste Knopf bleibt geschlossen – auch wenn es mal hoch hergeht!

Mit Krawatten zeigt man Stil

Die Krawatte ist ein kleines Stoffstück mit großer Wirkung. Bei der Krawattenwahl sollte man deshalb auf einen seriösen Eindruck achten. Nilpferde oder Bärchen bleiben im Schrank. Dezente Farben und unauffällige Muster wirken kompetent. Krawatten sind aus Seide und aus keinem anderen Material wie Holz, Plastik oder Leder. Auf den Krawattenclip sollte ich verzichten, bis er wieder modern ist.

Die Krawatte wird zurzeit wieder etwas schmaler geschnitten und in voller Länge (bis in die Mitte der Gürtelschließe) getragen. Vorbei sind kurz gebundene Binder mit dicken Windsorknoten: Sie verkürzen den Oberkörper nur unnötig.

Schuhe und Strümpfe

Saubere und geputzte Schuhe sind im Vertrieb ein Muss. Viele Menschen schließen vom Zustand der Schuhe auf die Arbeitsweise. Eine Investition in klassische Schuhe mit Ledersohlen lohnt sich immer, denn sie halten bei guter Pflege viele Jahre. Für den Regenschauer zwischendurch habe ich immer einen mit Schuhcreme getränkten Schwamm im Auto (in jedem Drogeriemarkt zu finden). Welche Farbe zum Anzug passt, ist relativ einfach. Ein schwarzer Schuh passt zu jedem Anzug. Nur beim braunen Anzug sollte lieber ein dunkelbrauner Schuh getragen werden. Die Kombination braun-schwarz sollte in möglichst allen Variationen vermieden werden – auch wenn es eine Zeit lang Mode war.

Nun stellt sich noch die Frage der passenden Strümpfe. Hier gilt die Regel, dass sie mit dem Schuh farblich abgestimmt sein sollten. Unbedingt auf die Länge der Strümpfe achten: Niemand möchte bei übergeschlagenen Beinen eine stachelige Männerwade sehen.

Anschließend noch die wichtigsten Ratschläge für Frauen, die stets einen sympathischen und kompetenten Eindruck hinterlassen möchten:

Modisch ja, aber nicht zu modisch

Weder die knapp sitzende Hüft-Jeans, noch schlapprige Pullover sehen nach ernsten Geschäften aus. Tragen Sie bitte keine kurzen Hosen - auch wenn sie derzeit im Handel überall zu finden sind. Frauen sollten auf die Länge des Rocks (nicht kürzer als eine Handbreit über dem Knie) und die Tiefe des Dekolletees achten. Ein männlicher Seminarteilnehmer berichtete uns kürzlich, dass er sich schon schwer auf seine Produktpräsentation konzentrieren musste, als ihm eine tief dekolletierte attraktive Dame gegenüber saß. Es mag zwar manchmal von Vorteil sein, mit seinen Reizen zu spielen, kann jedoch auch nach hinten losgehen. Durchsichtige Blusen bitte nie ohne Top darunter tragen. Auf Bonbonfarben verzichtet die gut gekleidete Frau zugunsten von gedeckten Farbkombinationen.

Die Frisur muss stimmen

Stylen Sie sich aber nicht künstlich auf. "totgefärbtes", brüchiges Haar wirkt ungepflegt und teilweise billig. Verzichten Sie also besser mal auf eine neue Haarfarbe, damit sich Ihr Haar erholen kann. Frauen sollten sich für ein dezentes Make-up entscheiden. Lange Haare können bei Männern gerade in konservativen Unternehmen einen schlechten Eindruck hinterlassen. Hier sollten Sie die Haare besser geschlossen und aus dem Gesicht frisiert tragen. 

Guter Sitz 

Achten Sie darauf, dass Ihre Kleidung Ihnen auch passt. Eine Bluse, die über der Brust spannt und der Knopf dem Sprengen schon gefährlich nah ist, wirkt nicht gerade vorteilhaft. Auch zu enge Hosen, unter denen sich der Slip abzeichnet, machen keine gute Figur. Tragen Sie Kleidung in Ihrer Größe.

Nur gut aussehen reicht nicht 

Natürlich können Frauen im Büro kurze Miniröcke oder rote Pumps tragen, natürlich können sie auch auf Strumpfhosen verzichten. Bedenken Sie aber, dass es ungeschriebene Gesetze des Business-Dresscodes gibt. Kurze Miniröcke, bauchfreie Tops oder nackte Beine sind in Managerkreisen nicht akzeptiert. Die ein oder andere Branche mag die Regeln weniger streng auslegen und den Mitarbeitern mehr Freiraum lassen. Trotzdem geben wir zu bedenken: Ausschlaggebend ist immer die Bewertung des Betrachters.

Grundsätzlich kann man das Auftreten so zusammenfassen: Gepflegt aussehen, und zwar von der geputzten Brille über gepflegte Haare und Fingernägel bis zu den Schuhen. Natürlich reicht es im Beruf nicht, einfach nur gut auszusehen. Aber wer einen schlechten optischen Eindruck erzeugt, kann noch so fähig sein, der Erfolg wird ausbleiben.

Business-Dresscode - Die Grundregeln:

  • Lieber konservativer als zu leger anziehen.
  • Ausschlaggebend ist immer die Bewertung durch den Betrachter – nicht meine Stimmung.
  • Das Business-Hemd ist auf jeden Fall langärmlig – auch im Sommer.
  • Der oberste Knopf bleibt unter der Krawatte geschlossen.
  • Krawatten sind einfarbig oder dezent gemustert.
  • Sakko im Stehen stets schließen.
  • Der unterste Knopf von Sakko und Weste ist immer offen.
  • Saubere und geputzte Schuhe sind ein Muss.
  • Frauen sollten mit Ihren Reizen lieber geizen
  • Bauch- oder schulterfrei bei Frauen ist im Business tabu.
  • Accessoires eher sparsam einsetzten – Sie sollten nicht vom Gesicht ablenken.
  • Machen Sie nicht jede Mode mit.
  • Parfum oder Rasierwasser wohl dosieren und öfter mal wechseln.

[Bild: ©Thomas Berg - Fotolia.com]

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