KommunikationFremddenken statt Fremdsprache erlernen

Anstatt sich das Erlernen einer Fremdsprache vorzunehmen, sollten Angestellte zu allererst das mehrsprachige Denken anstreben. Viele Unternehmen könnten davon profitieren. Denn: Einfühlen in den Denkstil von Kollegen, Mitarbeitern und Kunden erhöht den Erfolg. Im Wesentlichen gibt es vier bevorzugte Denkarten.

Jacqueline Geist, Geschäftsführerin von Herrmann International, stellt fest:

„Die meisten Menschen und Mitarbeiter reden aneinander vorbei – weil sie aneinander vorbei denken. Obwohl sie ein und dieselbe Sprache sprechen, verstehen sie wie bei einer Fremdsprache einander nicht.“

Wie bei Fremdsprachen kommt es beim Fremddenken auf die richtigen Vokabeln an. Die treffende Wortwahl und die richtigen Argumente entscheiden über das Verständnis. Diese vier Denkarten bei Menschen gibt es:

  • Menschen, die eher logisch, rational und analytisch denken, haben beispielsweise große Probleme,
  • mitfühlende, mitteilsame und emotional denkende Menschen zu verstehen.
  • Analytiker benötigen faktenorientierte Informationen, klare Herleitungen und Sachlichkeit.
  • Bevorzugt emotional oder intuitiv Denkende kommunizieren jedoch oft in Metaphern und setzen in ihren Überlegungen auf Fantasie und Vorstellungskraft.

In Unternehmen arbeiten viele Menschen mit unterschiedlichen Denkstilen. Dabei gibt es oft Verständigungsprobleme. Denkstilexpertin Geist sagt:

„Sie ziehen gar nicht in Betracht, dass andere für diese Art Informationen nicht empfänglich sind. Im Idealfall kennen die Personen innerhalb einer Abteilung die Denkstile aller Beteiligten und wissen um die konkreten Kommunikationsbedarfe. Dann können sie ohne Reibungsverluste miteinander kommunizieren, verstehen und schließlich agieren“.

Problematisch wird es jedoch meist schon dann, wenn Abteilungen übergreifend an einem Projekt arbeiten. Geist:

„Die Kollegen wissen weder, welche Gedanken und Überlegungen sie selbst präferieren, noch wie ihre Kollegen gedanklich vorgehen.“

Die Folge: Projekte verzögern sich, geraten ins Stocken oder scheitern gänzlich.

Ein Lösungsansatz ist das Erkennen des eigenen Denkstils und das Einfühlen in andere Denkweisen. Voraussetzung für ein erfolgreiches Fremddenken ist, das offen über Neigungen im Denken gesprochen wird, damit sich Arbeitnehmer darauf einstellen können. Beim sogenannten Whole-Brain Thinking gelinge es, sich in die verschiedenen Denkwelten anderer Menschen zu versetzen und dies zu nutzen, erläutert Geist. Herrmann International beispielsweise liefert Unternehmen Instrumente sowie Methoden, die als Grundlage für ein besseres Verständnis dienen.

[po; Quelle: Herrmann International Deutschland; Bild: Fotolia.com]

Dazu im Management-Handbuch

Ähnliche Artikel

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
OK