MarketingErste Maßnahmen für das Data-Driven E-Commerce

Jedes Unternehmen hat eine Menge Daten über Kunden, die sich für den E-Commerce nutzen lassen. Vorschläge für die ersten Schritte.

Digitale Daten sind die Basis für Data-Driven-Commerce. Je mehr Daten Sie haben, desto größer das Potenzial. Ihr Unternehmen besitzt bereits sehr viele Daten über Ihre Kunden. Im Rahmen eines Omnichannel-Business-Modells können Sie diese Daten sinnvoll einsetzen. Im Folgenden einige Einsatzmöglichkeiten, mit denen Sie leicht den Einstieg in den Data-Driven-Commerce schaffen.

Die Grundlage: Datenmanagement

Viele Unternehmen halten Daten in fragmentierten Datenbanken und Excel-Tabellen vor. Das erschwert die Synchronisation, die effiziente Pflege und die zielgerichtete Nutzung. Grundlage für Data-Driven-Commerce ist die passende Technologie. Mit einer Produktinformationsmanagement-Lösung (PIM), gepaart mit SAP-Technologie, sowie einem CRM-System, können Unternehmen ihre Daten optimal verwalten und pflegen. Ob Kunden- und Produktdaten, Standort, Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen, Preise, Rabatte und Steuer-Regeln oder Informationen zu Geschäftsbeziehungen und -partnerschaften: Auf diese Weise digitalisiert, lassen sich die Daten optimal nutzen.

Personalisiertes Marketing

Eine naheliegende Form der Datennutzung: Analysieren Sie Ihre Kunden- und Webseitendaten, um maßgeschneiderte Vertriebskampagnen zu steuern und die Conversion Rate und den Warenkorbwert Ihrer E-Commerce-Plattform zu steigern. In einem Omnichannel-Modell kommen über die verschiedenen Kanäle kontinuierlich neue Daten hinzu, die dann dem jeweiligen Kundenprofil hinzugefügt werden können.

Ordnen Sie die Nutzer in Segmente ein. Segmente können relativ grob definiert werden, zum Beispiel Bestandskunden und Neukunden. Die Segmente können auch granularer sein und Kunden zum Beispiel nach dem Nutzerinteresse unterscheiden. Das Nutzerinteresse wird aus dem Verhalten auf der Webseite hergeleitet, etwa anhand der besuchten Seiten, oder aus vergangenen Käufen. Daraus ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für das Marketing: Content, Empfehlungen und (Upselling-)Angebote können personalisiert und passend zur Zielgruppe an der passenden Stelle in der Customer Journey ausgespielt werden. Das verbessert nicht nur die Conversion Rate, sondern auch das Kundenerlebnis und die Kundenzufriedenheit.

Welche Inhalte sind für welche Nutzer relevant? Über welchen Ansatz erreichen Sie sie am besten? Bei solchen Fragen helfen A/B-Tests. A/B-Tests ermöglichen es, Inhalte gegeneinander zu testen, etwa unterschiedliche Angebote. Anhand der resultierenden Conversion Rates lässt sich die Relevanz des Contents für das entsprechende Nutzersegment ermitteln. So können Sie zum einen aktuelle Maßnahmen optimieren und zum anderen auch zukünftige Maßnahmen und Strategien ableiten.

Automatisierte Empfehlungen und Rabattlogiken

Je konsolidierter Kundendaten vorliegen, desto einfacher ist es, sie zu analysieren und zu nutzen: Wickeln Sie Ihren E-Commerce zentral über eine digitale Transaktionsplattform ab, kann diese datenbasiert anhand von Bestellhistorien Vorhersagen für zukünftige Bedarfe und Bestellzeitpunkte Ihrer Kunden treffen und entsprechende Empfehlungen und Angebote ausspielen. Zudem ist ein solches System in der Lage, Bestellvolumina zu analysieren und in Echtzeit automatisch Rabattlogiken zu entwickeln und anzuwenden. Automatisieren Sie Prozesse auf diese Art, verringern Sie den internen Aufwand im Vertrieb und schaffen eine positive Customer Experience. Daraus ergeben sich wiederum neue Chancen, Marketing und Vertrieb zu optimieren.

Selbstlernende Suchfunktion

Die interne Suche ist für Onlineshops ein wichtiges und zentrales Instrument, um Produkte für die Kunden schneller auffindbar zu machen. Zusätzlich geben die Sucheingaben wertvolle Hinweise auf den Kundenbedarf. Nutzen Sie das Potenzial, das in diesen Daten steckt: Eine intelligente Suche sammelt und analysiert vergangene Sucheingaben und lernt daraus. Beispielsweise kann sie sinnvolle Vorschläge zur Vervollständigung von Eingaben machen, wie es die Nutzer von Google kennen und gewohnt sind. Gleichzeitig werden zukünftige Suchergebnisse automatisch optimiert. Das verbessert die Customer Experience und führt zur besseren Auffindbarkeit von Produkten, und damit zu einer höheren Conversion Rate. Verknüpft mit einem datenbasierten Transaktionsportal können die Suchergebnisse zudem auf den eigenen oder externen Webseiten in Widgets angezeigt werden.

Fazit

Digitalisierte Daten und Prozesse, abgebildet in der passenden Technologie, sind die Grundlage für Data-Driven-Commerce. Sie vereinfachen das Datenmanagement und ermöglichen erst die Automatisierung. Mithilfe von Algorithmen können Sie das Verhalten Ihrer Kunden analysieren und vorhersagen und mit passenden Maßnahmen die User Experience und die Kundenbeziehung verbessern. Durch gezieltes Targeting erreichen Sie Ihre Zielgruppen besser und spielen automatisiert Empfehlungen und zugeschnittene (Upsellig-)Angebote aus – für eine höhere Conversion Rate.

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