Mehr GeldDie 5 häufigsten Fehler bei der Gehaltsverhandlung

Diese Fehler sollten Sie als Mitarbeiter unbedingt vermeiden, wenn Sie mit Vorgesetzten über ein höheres Gehalt verhandeln.

Viele Mitarbeiter trauen sich nicht, ein konkretes Gehaltsziel zu nennen. Dabei sollten Sie selbstbewusst ins Gespräch gehen. Andererseits sollten Sie auch nicht zu hoch pokern. Sie verspielen sich leicht die Chance auf ein höheres Gehalt. Was sind die fünf häufigsten Fehler in einer Gehaltsverhandlung?

Falsche Argumente

Mieterhöhung, Jobverlust des Partners oder allgemein die Steigerung der Lebenshaltungskosten? Für Ihren Verhandlungspartner spielen solche Argumente in der Gehaltsverhandlung keine Rolle. Bedenken Sie: Ihr Verhandlungspartner muss vorrangig an das Wohl des Unternehmens denken. Für ihn zählt nur, welchen Beitrag Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten. Und an dieser Stelle sollte Ihre Argumentation ansetzen.

Schlechte Vorbereitung

„Hundert Euro netto mehr im Monat, so viel wie mein Kollege.“ Für eine Gehaltsverhandlung sind solche vagen Aussagen nicht zielführend. Erkundigen Sie sich vor dem Gehaltsgespräch, welches Gehalt Sie mit Ihrer Qualifikation und Berufserfahrung in Ihrer Branche und Region erwarten können. Setzen Sie sich außerdem realistisch mit Ihren Leistungen auseinander. Inwiefern hat das Unternehmen zuletzt messbar von Ihrer Arbeit profitiert? Ist Ihr Verantwortungsbereich ausgeweitet worden? In der Regel bewegt sich die Spanne eines möglichen Gehaltsplus zwischen 3 und 15 Prozent.

Kein konkretes Ziel

Sie glauben, Ihr Vorgesetzter wird Ihnen schon ein passendes Angebot machen? Lassen Sie das Gehaltsgespräch nicht einfach auf sich zukommen. Denn meist läuft es anders herum: Sie werden aufgefordert, eine konkrete Zahl zu nennen. Überlegen Sie daher Ihren Gehaltswunsch schon im Vorfeld und gehen Sie mit einem konkreten Betrag ins Rennen.

Unrealistischer Gehaltswunsch

Arbeitgeber versuchen oft, das Gehalt in einer Verhandlung zu drücken. Das sollten Sie einkalkulieren und deshalb einen höheren Betrag nennen als den, den Sie eigentlich erzielen möchten. Pokern Sie aber nicht zu hoch! Durch einen unrealistischen Gehaltswunsch können Sie sich die Chance auf eine Gehaltserhöhung verderben. Eine unangemessen hohe Forderung senkt die Bereitschaft des Vorgesetzten, auf Ihren Wunsch nach einer Gehaltserhöhung einzugehen.

Geringes Selbstbewusstsein

Gehen Sie selbstbewusst in die Gehaltsverhandlung und verkaufen Sie sich nicht unter Wert. Bedenken Sie: Personalentscheider und Vorgesetzte möchten auch herausfinden, ob Sie Ihre Leistungen realistisch einschätzen und überzeugend argumentieren können. Machen Sie sich vor allem klar, dass das verhandelte Gehalt die Ausgangsposition für zukünftige Gehaltsverhandlungen darstellt. Wenn Sie langfristig ein bestimmtes Gehalt anstreben, zu Beginn jedoch auf einem niedrigen Niveau einsteigen, werden Sie viele weitere Verhandlungen brauchen, um das angestrebte Gehalt irgendwann zu erreichen.

Dazu im Management-Handbuch

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