MitarbeiterkommunikationIn Präsentationen Spannung erzeugen und Aufmerksamkeit gewinnen

Sei es Mitarbeiterinformation, Personalentwicklung oder einfach eine Rede zur Abschlussfeier: Informationen sollten wirksam und professionell vermittelt und vorgetragen werden. Ganz konkrete Maßnahmen und Techniken wie die folgenden helfen, Spannung, Kurzweil und Abwechslung in Präsentationen zu bringen. Es ist dabei auf einen guten Mix technischer, dramaturgischer, rhetorischer und inhaltlicher Aspekte zu achten. Maßnahmen auf allen diesen Ebenen erzielen die jeweils beste und nachhaltigste Wirkung.

Provozieren: Plötzlich eine provokative Frage stellen, eine gewagte These oder Behauptung aufstellen oder eine unerwartete oder kuriose Aussage machen - dies sorgt für Spannung und Aufmerksamkeit.

Humor: Eine humorvolle Einlage, eine ironische Kommentierung, witzige Bemerkung oder Anekdote zwischendurch ist die Wunderwaffe erfolgreicher Präsentatoren, die damit auflockern, für Entspannung sorgen und sich die Sympathie der Zuhörer sichern.

Teilnehmer-Aktivierung: Ein bis zwei Personen aus dem Publikum um ein Erlebnis oder deren Meinung bitten, aus A-B-Aussagen die richtige Wahl treffen oder Meinung äußern lassen.

Fazite: Zusammenfassungen machen und kommunizieren: "Nun kommen die 10 Punkte, die Sie sich auf immer und ewig merken sollten ..." oder: "Nun verrate ich Ihnen in zusammenfassenden fünf Sätzen, was Ihnen wirklich zum Erfolg verhilft …"

Medienwechsel: Wechsel der Lernformen und Medien (vom Flipchart zum Zuhöreraufruf oder zur Pinwandkarte). Auch überraschende Medien-Einbezüge wie etwas das Internet wirken im Allgemeinen sehr gut und sorgen für mehr Aufmerksamkeit und Abwechslung.

Zum Anfassen: Anschauungsmaterial, unerwartet etwas zum Anfassen und Ansehen präsentieren oder gar zirkulieren lassen.

Live-Aussage: Eine Live-Aussage mit Originalstimme zu einer Kernaussage vom Tonträger mittels Kassettengerät oder aus dem Internet, eventuell sogar mit gleichzeitiger Abbildung der prominenten Person oder der Koryphäe auf der Leinwand.

Rhetorische Fragen: Rhetorische Fragen stellen, die jedermann klar sind, aber wachrütteln: "Können wir es hinnehmen, dass wir jedes Jahr Tausende von Verkehrstoten haben, nur weil unsere Gesetze zu wenig streng sind?"

Teilnehmermeinungen: Meinungen aus der Teilnehmerschaft als Stichwort auf Pinwand-Karte schreiben, sammeln und dann kommentieren oder Brücke zu weiteren Informationen schlagen.

Testimonials: Fakten, Aussagen, Meinungen, Beweise von Prominenten, Wissenschaftlern, Experten, renommierten Medien und Meinungsführern haben besonderes Gewicht.

Storys: Geschichten mit Spannung, Überzeugungskraft, Emotionen, Originalität und Erlebnischarakter lockern immer auf und erhöhen die Aufmerksamkeit sofort.

Sprechtempo: Wechseln Sie Ihr Sprechtempo. Machen Sie sich Notizen in Ihr Manuskript, wann Ihre Stimme dynamisch sein soll, wann langsam und deutlich die Inhalte unterstreichen soll.

Artikulation: Ob Sie mit oder ohne Mikrofon sprechen - wichtig ist, dass Sie deutlich artikulieren. Dies hat mit unserer Lippenbewegung zu tun, denn hier bekommt das Sprechen seine Deutlichkeit. Nehmen Sie Ihre Worte zur Übung einmal auf eine Kassette oder Video auf und kontrollieren Sie die Aussprache.

Stimmwirkung: Wie ist der Klang Ihrer Stimme? Militärisch, dominant? Oder eher zaghaft, zurückhaltend? Passen Sie Ihren Stimmklang der Bedeutung Ihrer Botschaft an. Sprechen Sie in kurzen verständlichen Sätzen. Am besten üben Sie dies mit einer Ihnen vertrauten Person unter ähnlichen oder gleichen akustischen Bedingungen.

Pausen: Machen Sie Pausen, damit Ihre Zuhörer Ihre Gedanken nachvollziehen können.


Dies ist ein Auszug aus dem im PRAXIUM-Verlag erschienenen Buch „Handbuch für eine aktive und systematische Mitarbeiterkommunikation“ von Louis Gfeller. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Verlags-Website unter http://www.praxium.ch/mikommu.htm

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