Mobiles Arbeiten in KMU

Mobiles und flexibles Arbeiten gehören für viele große Unternehmen zum Alltag. KMU haben hier allerdings noch Defizite, wie eine Studie aufdeckt.

Die Umfrage, die im März 2012 von dem Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Anbieters für Virtual-Computing-Lösungen, citrix, unter mehr als 1.000 Mitarbeitern durchgeführt wurde, zeigt die Auswirkungen persönlicher Interaktion von Angesicht zu Angesicht. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass nur rund ein Drittel der befragten Mitarbeiter tatsächlich die Möglichkeit haben, von einem anderen Ort als ihrem Büro aus zu arbeiten.

Umso erstaunlicher vor dem Hintergrund, dass 62 Prozent glauben, ihre Arbeit, die sie im Büro erledigen, auch an anderen Orten ausführen zu können. Die größten Vorteile dieses mobilen und flexiblen Arbeitszeitmodells sehen die Befragten darin, keinen ganzen Urlaubstag für persönliche Termine nehmen zu müssen, effektiver arbeiten zu können, konzentrierter zu arbeiten und ohne Unterbrechung produktiv zu sein. 

Kosten sparen dank moderner Technologien

In der Umfrage gab die Hälfte der befragten Mitarbeiter an, für berufliche Zwecke zu reisen. Davon legen 77 Prozent bis zu 300 Kilometer pro Monat zurück, knapp ein Viertel mehr als 300 Kilometer. Nur ein Viertel aller Befragten, vor allem jene auf Management-Ebene, gaben an, in all ihren Meetings persönlich anwesend sein zu müssen. Robert Gratzl, Managing Director VP & GM EMEA Citrix Online Services, sagt dazu in einer Presseinformation:

„Wenn Unternehmen nur einen Teil der erforderlichen Reisen für persönliche Treffen durch kosteneffiziente Alternativen ersetzen würden, könnten selbst kleinste Organisationen ihre Reisekosten drastisch reduzieren und wertvolle Arbeitszeit sparen, die die Mitarbeiter sonst mit anstrengenden Geschäftsreisen verbringen müssten.“

Immerhin gab fast die Hälfte der Befragten an, dass ihnen die Möglichkeit, öfter von zu Hause aus arbeiten zu können, helfen würde, ihr Berufs- und Privatleben besser zu organisieren. 

Was das Mittel für die Zusammenarbeit mit Kunden und Kollegen betrifft, so halten 85 Prozent der Mitarbeiter immer noch das Telefon als das wichtigste Werkzeug. Allerdings erwarten sie auch, dass sich diese Situation in den nächsten fünf Jahren in Deutschland komplett verändern wird. Hier nennen die Befragten vor allem Technologien wie Online- und Videokonferenzen via Smartphone oder Tablet. Robert Gratzl ergänzt:

„Diese Aussagen bekräftigen die Ergebnisse unserer Umfrage im vergangenen Jahr. Dort gaben 35 Prozent der deutschen Unternehmen an, unter mehr Druck zu stehen, mobile und flexible Arbeitspraktiken einzuführen und auszubauen als noch vor fünf Jahren. Trotzdem scheint es, als würden bislang nur wenige Unternehmen diese Vorteile nutzen.“

Quelle: citrix

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