PersonalentwicklungFührungskräfte sind zunehmend führungsmüde

Führung verliert an Attraktivität. Unternehmen sind deshalb gefordert, Maßarbeit bei der Personalentwicklung zu leisten.

Selbstverwirklichung bei der beruflichen Tätigkeit ist Führungskräften in Deutschland wichtiger als ihre Führungsaufgabe. Vor allem Manager im Alter von 34 Jahren und jünger (Generation Y) sowie weibliche Führungskräfte haben weniger Interesse daran, Führungsverantwortung zu übernehmen. Über alle Managergenerationen hinweg nimmt dagegen der Wunsch nach mehr Individualität in der Karriereentwicklung zu. Dies ist das Ergebnis des 3. Manager-Barometers der Personalberatung Odgers Berndtson, die rund 1.200 Führungskräfte in ganz Deutschland nach ihren Karrieremotiven, ihrer Einsatzbereitschaft und ihren Entwicklungsperspektiven befragte.

Einsetzen persönlicher Stärken motiviert

Wie das Unternehmen in einer Presseinformation mitteilt, motiviert das Einsetzen persönlicher Stärken und Begabungen Führungskräfte für ihren weiteren Berufsweg am meisten. 62 Prozent der befragten Manager sind dieser Ansicht, während ihre Freude an der Führungsaufgabe wie bereits im Vorjahr Platz zwei der Karrieremotivatoren belegt. Bei Frauen kommt Führung erst an dritter Stelle. „Unsere Befragung zeigt seit Jahren eine zunehmende Führungsmüdigkeit unter deutschen Managern“, erläutert Jürgen van Zwoll, Partner bei Odgers Berndtson und Leiter der Studie. Diese Ergebnisse seien alarmierend und sollten die Unternehmen dazu veranlassen, sich individueller mit ihren Führungskräften zu beschäftigen.

Der Wunsch nach mehr Individualität in der persönlichen Karriereentwicklung zeigt sich den Ergebnissen der Studie zufolge besonders bei der Beurteilung der aktuellen Personalentwicklungsmaßnahmen in den Unternehmen. Neben einer stärkeren Einbindung in systematische Karriere- und Managementprogramme möchten die befragten Manager von erfahrenen Führungskräften stärker an die Hand genommen werden – zum Beispiel durch Coachings, Mentoren oder den institutionalisierten Wissenstransfer von „Alt auf Jung“.

Maßarbeit in der Personalentwicklung gefragt

Bei der Gestaltung neuer Führungskarrieren halten die Befragten vor allem eine intensivere Vorbereitung des Führungsnachwuchses auf seine Führungsaufgabe für wichtig. „Personalentwicklungsmodelle von der Stange treffen nicht mehr die Erwartungen der Manager. Die Unternehmen müssen zukünftig Maßarbeit in der Personalentwicklung leisten. Hierfür sollten die Linienvorgesetzten stärker in die Verantwortung genommen werden, die näher an ihren Führungskräften sind“, meint van Zwoll.

Quelle: eyetoeye PR Consulting & Communication/presseportal.de

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