Postkarten-MarketingWie Sie Postkarten zur Aktivierung von Kunden einsetzen

Eine Postkarte mit besonderem Clou, individualisierter Botschaft und im hochwertigen Design ist eine geeignete Marketingmaßnahme für das Customer-Relationship-Management und zur Kundenaktivierung. Unternehmen können sich damit von ihren Konkurrenten absetzen.

Postkarten-Marketing zählt zum Bereich des Offline-Marketings. Die Postkarte und ihre Werbebotschaften landen im Briefkasten der Kunden und können eine hohe Aufmerksamkeit erregen, weil diese Werbeform nicht oft genutzt wird. Durch die gezielte und persönliche Ansprache mit Postkarten können Bestandskunden zu verschiedenen Anlässen und Zeitpunkten aktiviert werden. Und auch Neukunden lassen sich mit der Postkarte gewinnen. Bestehende Geschäftsbeziehungen und die interne Kommunikation können mit Postkarten ebenfalls gestärkt werden.

Warum die Postkarte als Werbemedium gewählt werden sollte

Dass ein traditionelles Medium wie die Postkarte bei Werbekampagnen einen erfolgversprechenden Effekt hat, zeigt ihre Geschichte: Konsumenten assoziieren Postkarten vor allem mit einem überraschenden Gruß aus dem Urlaub. Postkarten-Marketingkampagnen haben dadurch den positiven Effekt, nicht direkt als Werbung empfunden zu werden. Auch die hundertprozentige Öffnungsrate der Postkarte spricht für sich – denn werbliche Briefe in einem Umschlag werden deutlich seltener gelesen.

Wann Postkarten für die Werbung eingesetzt werden können

Durch den automatisierten Versand der Postkarte kann diese für eine Vielzahl von Anwendungsfeldern profitabel eingesetzt werden. Postkarten sind hilfreich, wenn eine umfangreiche Direkt-Mailing-Aktion durchgeführt werden soll. Sie sind eine schnelle und effiziente Lösung, um auf das Unternehmen und seine Leistungen aufmerksam zu machen und es im Markt besser zu positionieren.

Mit automatisierten Trigger-Kampagnen lassen sich zudem ausgewählte Empfängergruppen zu festgelegten Zeitpunkten erreichen. Dazu gehört unter anderem die postalische Reaktivierung von Kunden mit Second-Order-Pushes. Second-Order-Push bedeutet: Wenn eine relevant hohe Anzahl an Kunden länger nichts mehr von dem Unternehmen erworben hat, lohnt sich die direkte Ansprache, um mit Anreizen wie Rabatten eine Kaufmotivation zu schaffen. Dies hat für beide Seiten Vorteile:  Der Kunde freut sich über einen günstigen Preis und das Unternehmen über den laufenden Umsatz.

Mit der Postkarte als Maßnahme für das Customer-Relationship-Management können bestehende Kunden gehalten werden. Immer gern gesehen sind Dankeskarten für die Treue eines Kunden – postalisch mehr als digital. Solche Karten punkten nicht nur wegen des positiven Images der persönlichen Postkarte, sondern auch, weil sich der Empfänger über die unerwartete Aufmerksamkeit freut – gerade weil ihm der damit einhergehende Aufwand bewusst ist. Im Nachhinein entscheidet sich der Kunde eher erneut für das Unternehmen als für die Konkurrenz.

Beispiel: Postkarten in der Tourismusbranche

Die Tourismusbranche genießt einen deutlichen Vorteil bei der traditionellen Postkarte: Die Kunden assoziieren schon ohne Bezug zum Unternehmen die Postkarte mit einem Urlaub. Reisebüros und Reiseveranstalter können diesen Vorteil nutzen und Kunden kontaktieren, die aus ihrem gebuchten Urlaub zurückgekehrt sind. So geraten Sie als Veranstalter nicht in Vergessenheit. Auf der Dankes-Postkarte erkundigt sich das Unternehmen im Anschluss an die Reise nach der Zufriedenheit des Kunden, bedankt sich für das Vertrauen und hält ein neues Angebot für den nächsten Besuch im Reisebüro parat. Der Empfänger freut sich über den zuvorkommenden Service und ist eher dazu geneigt, erneut zu buchen.

Zur Umsetzung der Postkartenkampagne den richtigen Zeitpunkt finden

Reaktivierungsmaßnahmen wie Second-Order-Pushes sind individuell zu terminieren. Hat das Produkt ein Verbrauchsdatum wie es zum Beispiel bei Kosmetik der Fall ist oder liegt eine Einschätzung zum durchschnittlichen Verbrauchszeitraum vor, kann das Direkt-Mailing nach Ablauf dieses Zeitraums angesetzt werden, um den Kunden an eine mögliche Aufstockung zu erinnern. Hierbei können gleichzeitig neue Produktlinien oder ähnliche Produkte beworben werden.

Handelt es sich um eine erwerbsunabhängige Reaktivierungsmaßnahme, sollten besondere Anlässe wie Feiertage genutzt werden. Kampagnen lassen sich zu Weihnachten, Ostern oder zum Muttertag entsprechend passend platzieren. Ein weiterer Anlass kann der Geburtstag eines Bestandskunden sein, den sein Ansprechpartner im Unternehmen mit einer Postkarte im Briefkasten überraschen kann.

Postkarten-Marketing und DSGVO – Was ist erlaubt?

Direktmarketing per Postkarte an Bestandskunden sowie an Neukunden ist auch nach Inkrafttreten der Datenschutzbestimmungen nach DSGVO weiterhin möglich. Postalisches Direktmarketing kann auf berechtigte Unternehmensinteressen gestützt werden und bedarf keiner expliziten Einwilligung. Somit können alle Bestandskunden adressiert werden – bis diese per Opt-Out der direkten Ansprache widersprechen.

Wie sollten die Postkarten gestaltet sein?

Die Individualität einer Postkarte ist der springende Punkt einer Kampagne. Fühlt sich der Empfänger nicht direkt und persönlich angesprochen, ist er auch weniger dazu geneigt, sich die Botschaft vollständig durchzulesen. In Postkarten-Automatisierungssystemen kann mit Textbausteinen zur persönlichen und zielgerichteten Formulierung gearbeitet werden.

Ebenso wichtig ist die Bildseite einer Postkarte: Im Rahmen der Bestandskundenansprache sollte der Empfänger das Unternehmen bereits kennen und am Corporate Design auch wiedererkennen.

Für das Bildmotiv der Postkarte ist der Anlass entscheidend. Handelt es sich beispielsweise um eine Weihnachtskarte an einen B2B-Geschäftskunden, sollte das Unternehmen auf ein klassisches, stimmliches Bild setzen und diesem eine eigene Note verleihen – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt, solange die Gestaltung themenrelevant ist und zum Image des Unternehmens passt.

Geht es in der Postkartenkampagne um Einladungen zu einem Firmenevent, zu dem Bestandskunden oder Geschäftskunden eingeladen sind, kann dort bildlich auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht werden. Ein Beispiel dafür ist ein Autohaus, das seine neuen Leasingwagen auf einer Veranstaltung vorstellen möchte und neue Vertragsabschlüsse plant. Können Gäste auf der Veranstaltung beispielsweise ein Auto gewinnen, sollte der mögliche Gewinn als Bild sichtbar sein.

Ebenso verhält es sich bei den klassischen Second-Order-Pushes. Der Wert des Anreizes in Form von Prozent- oder Geldrabatten sollte auf der Bildseite verdeutlicht werden. Für Einzelheiten eignet sich die Textseite. Wichtig ist, dass immer der größte Mehrwert für den Kunden direkt sichtbar ist.

Um dabei den Return-on-Investment sicherzustellen und zeit- und kostensparend zu arbeiten, nutzen viele Unternehmen Postkarten-Automatisierungssysteme, die Marketingkampagnen per Postkarte vereinfachen. Der Aufwand des Drucks und Versands sowie weitere Aufgaben wie das Management des Verteilers und das Personalisieren jeder einzelnen Karte werden damit automatisiert.

Fazit

Postkarten sind aufgrund ihres positiven Images und ihrer hundertprozentigen Öffnungsrate ein innovatives und effektives Offline-Marketinginstrument, um Kunden zu erreichen. Bei der Reaktivierung von Bestandskunden lassen sich Maßnahmen zum Customer-Relationship-Management wie beispielsweise ein Dankeschön per Postkarte einfach kommunizieren. In der Gestaltung sind die individuelle Ansprache und ein auffälliges Postkartenmotiv zwei der wichtigsten Komponenten. Die kompakte Größe der Postkarte erlaubt es dem Empfänger, die wichtigsten Informationen schnell und einfach aufzunehmen. Automatisierungssysteme für Direkt-Mailingkampagnen nehmen Marketern den Aufwand des Drucks und Versands sowie weitere Aufgaben wie das Management des Verteilers ab.

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