Preisverleihungdomino world und Voss AG gewinnen Ludwig-Erhard-Preis

Wirtschaftlicher Erfolg von Unternehmen resultiert nicht allein aus Kundenorientierung. Vielfach schließt er soziales Engagement mit ein. So geschehen während der Verleihung des Ludwig-Erhard-Preises am 25. November 2008 in Berlin. Dort gingen die diesjährigen Auszeichnungen für Spitzenleistungen im Wettbewerb an die Berliner Pflegeeinrichtung domino-world(TM) und an die Taufkirchener Voss Beteiligungs-AG.

Die höchste deutsche Auszeichnung für Unternehmensqualität ging in der Kategorie "Mittlere Unternehmen" an die domino-world(TM) für eine "herausragende therapeutische Profession in der Pflege alter und kranker Menschen". Domino spricht dabei nicht von Bewohnern, sondern von Kunden ihrer "Clubs". Die eng damit verknüpfte emotionale Verbundenheit der Mitarbeiter sorgt für Effizienz und Effektivität des Unternehmens.

Die Einrichtungen aus Berlin und Brandenburg wenden in der Altenpflege ein innovatives, therapeutisch-rehabilitatives Pflegemodell an. Dieses "domino-coaching"-Konzept gilt inzwischen als Alleinstellungsmerkmal der Organisation, da es traditionellen Pflegeansätzen deutlich überlegen ist. Eine hohe Kundenorientierung und ein individuelles Pflegekonzept haben hier zu einer deutlich erhöhten Lebensqualität der Patienten geführt, was nachweislich auch wirtschaftlich bessere Ergebnisse erbracht hat als die herkömmliche Pflege.

"Die Gewinner verdeutlichen, dass ein exzellentes Qualitätsmanagementsystem Unternehmen und Organisationen stärkt",

sagte Wolfgang Kaerkes, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ).

Sieger in der Kategorie "Kleine Unternehmen" ist die Voss Beteiligungs-AG aus Taufkirchen bei München. Mit der Zielerreichung, Kundenvertrauen durch größere Flexibilität im Wettbewerb zu gewinnen, ist es der Voss AG gelungen, sich als eine "außerordentlich leistungsfähige Organisation" im Markt zu positionieren.

Realisiert hat die aus vier Firmen bestehende Gesellschaft ihr Ziel über ihre Handwerker-Kooperation "LaCasa". Darin fördert sie neben der unternehmerischen Einstellung der Mitarbeiter auch deren Sozialkompetenz. So nimmt sich eine Kooperation mit der Jugendhilfemaßnahme "Work and Box Company" sozial kaum integrierter, gewaltbereiter, teilweise vorbestrafter Männer zwischen 16 und 21 Jahren an. Diese jungen Menschen werden emotional stabilisiert und über die eigenen Firmen erfolgreich resozialisiert und beruflich integriert. Die Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt beträgt 80 Prozent.

Als Bester in der Kategorie "Große Unternehmen" wurde die Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH ausgezeichnet. Die Bosch-Tochter setzt eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung um mit dem Ziel der Technologieführerschaft, unter anderem durch moderne Effizienzsteigerungsansätze und Mitarbeiterentwicklung. Über das firmeneigene Personalentwicklungsprogramm wird nicht nur der eigene Führungsnachwuchs gefördert. Ebenso tragen Partnerschaften mit Hochschulen dazu bei, dass das Unternehmen auch künftig hoch qualifiziertes Personal gewinnt.

Zum Preis

Der Ludwig-Erhard-Preis wird von der "Initiative Ludwig-Erhard-Preis" getragen. Dahinter stehen die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, die Ludwig-Erhard-Stiftung, die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

[po; Quelle und Bilder: Initiative Ludwig-Erhard-Preis]

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