Prokrastination7 Tipps gegen Aufschieberitis

Wer Aufgaben häufig vor sich her schiebt, kann etwas dagegen tun. Die Zahl der Aufgaben zu reduzieren, ist der Anfang.

Gegen Aufschieberitis hilft keine Medizin. Aber einige Verhaltensweisen können durchaus hilfreich sein und zumindest die Symptome lindern. Dabei muss eine wichtige Grundbedingung vorhanden sein: Der Wille. Wenn Sie also wirklich wollen, dann finden Sie hier 7 Tipps gegen Aufschieberitis. Zu Risiken und Nebenwirkungen gibt es keine Beilage, aber fragen Sie Ihren inneren Schweinehund oder Coach.

Prokrastination

Prokrastination (lat. procrastinare „vertagen“), auch extremes Aufschieben, ist eine Arbeitsstörung, die durch unnötiges Vertagen des Arbeitsbeginns oder auch durch sehr häufiges Unterbrechen des Arbeitens gekennzeichnet ist. Aufgaben werden gar nicht oder nur unter enormen Druck fertig gestellt. Dies geht fast immer mit einem beträchtlichen Leidensdruck einher.

Quelle: Wikipedia

1. Bestandsaufnahme machen

Beginnen Sie mit der Inventur. Erstellen Sie eine möglichst vollständige Liste mit allen aufgeschobenen und belastenden Dingen. Denn Schriftlichkeit schafft Verbindlichkeit und Klarheit.

2. Aufgaben streichen

Gehen Sie die Liste durch. Streichen Sie zunächst alle Aufgaben, die Sie nicht unbedingt erledigen müssen. Überlegen Sie für die restlichen Aufgaben, welche Folgen es hätte, wenn die Aufgabe unerledigt bliebe. Sehen Sie keine gravierenden negativen Folgen, dann streichen Sie auch diese Aufgabe von der Liste.

3. Hindernisse und Fördernisse ausmachen

Ermitteln Sie die Gründe dafür, dass Sie Aufgaben nicht beginnen oder nicht zu Ende bringen. Was konkret hindert Sie immer wieder, Dinge zu erledigen? Suchen Sie auch nach Umständen, die Ihnen helfen würden, eine Aufgabe zu erledigen. Was müsste passieren, dass Sie die Aufgabe angehen? Und was haben Sie davon, wenn Sie es schaffen?

4. Anpacken

Wenn die Vorteile überwiegen: Packen Sie die Aufgabe endgültig an. Devise: Wenn nicht jetzt – wann dann? Wenn nicht ich – wer sonst? Spätestens jetzt klären Sie, womit Sie sich belohnen werden, wenn die Aufgabe tatsächlich erledigt ist. Denn Vorfreude ist die schönste Freude.

5. Aufgabe in Teilschritte zerlegen

Jede noch so große Aufgabe verliert ihren Schrecken, wenn sie in überschaubare Teilaufgaben zerlegt wird. Teilen Sie das Vorhaben in kleine, realisierbare Schritte auf. So klein und so konkret wie möglich. Für jeden einzelnen Zwischenschritt legen Sie einen Termin fest, zu dem der Schritt erledigt sein wird. Den Termin tragen Sie in Ihren Kalender ein.

6. Motivation durch andere Personen

Um den Umsetzungsmotor am Laufen zu halten, kann externe Hilfe überaus wertvoll sein. Suchen Sie jemanden, der als Motivator und Mentor fungiert. Jemand, der Fragen nach dem Fortschritt stellt. Jemand, der bei Durchhängern und Schwierigkeiten ermutigt.

7. Sich belohnen

Vergessen Sie nicht, sich zu belohnen – auch zwischendurch. Spätestens aber, nachdem alles komplett erledigt ist. Tun Sie sich was Gutes, indem Sie sich was Gutes tun! Denn das füttert die Motivation für weitere Vorhaben.

Und wenn gar nichts hilft?

Wenn all das gar nicht hilft, dann sitzt das Problem wohl tiefer. Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen zeugt keineswegs von Schwäche, vielmehr von Rückgrat. Prokrastinations-Ambulanzen wie an der Uni Münster helfen weiter.

Dazu im Management-Handbuch

Ähnliche Artikel