Schlechte WirtschaftslageFührungskräfte erwarten langwierige Jobsuche

Die heutige Wirtschaft konfrontiert Jobsuchende mit bisher ungekannten Herausforderungen. Die meisten Führungskräfte haben noch nie eine lang andauernde Jobsuche erlebt, aber die Erwartungen ändern sich. Eine breite Mehrheit schätzt, dass es Arbeitsplatzsuchende mehr als vier Monate kosten werde, um auf dem derzeit turbulenten Arbeitsmarkt eine neue Karrieremöglichkeit zu finden.

Dies geht aus den Ergebnissen des Executive Quiz hervor, das von The Korn/Ferry Institute veröffentlicht wurde. Weniger als ein Drittel (29 Prozent) der Studienteilnehmer haben in der Vergangenheit je mehr als drei Monate benötigt, um eine neue Karrierechance zu finden. Die harte, wirtschaftliche Realität und der bedeutende Personalabbau haben jedoch die Erwartungen über die Weiterentwicklung verändert. 83 Prozent der Befragten schätzen, dass Führungskräfte, die heute ihre Arbeit verlieren, mehr als vier Monate nach ihrem nächsten Arbeitsplatz suchen werden. Und 43 Prozent glauben, dass der Vorgang sogar sieben Monate und länger in Anspruch nehmen wird.

Die Antworten von fast 1.000 arbeitslosen Führungskräften zeigen, dass viele erst mit ihrer Arbeitssuche beginnen. Achtundzwanzig Prozent sind kürzer als einen Monat arbeitslos und 36 Prozent kürzer als drei Monate. Nur 18 Prozent geben an, dass sie bereits sieben Monate oder länger nach neuen Karrierechancen suchen. Cheryl Buxton, Global Managing Director der Client Services von Korn/Ferry, sagt:

"Auf der Führungskräfte-Ebene kommt es nicht nur in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu längeren Phasen der Arbeitssuche. Es braucht Zeit, um für jede Position und jeden Bewerber den kulturell und funktionell richtigen Arbeitsplatz zu finden. Wir raten sowohl unseren Kunden, als auch unseren Bewerbern, bei der Suche geduldig zu sein und das aktuelle, wirtschaftliche Umfeld verstärkt diese Notwendigkeit nur noch."

Eine häufige Alternative, um in die Arbeitswelt zurückzugelangen, ist die Verfolgung von Ausbildungszielen. 43 Prozent der arbeitslosen Führungskräfte sagen, sie hätten daran gedacht, oder sie würden bereits wieder die Schulbank drücken, um die Konjunkturkrise "auszusitzen". Die meisten arbeitslosen, nach Bildungsmöglichkeiten suchenden Führungskräfte, ziehen MBAs (23 Prozent) oder andere, höhere akademische Grade (16 Prozent) in Betracht.

Auf die Frage, was Führungskräften, verglichen mit der Arbeit, abgesehen von der Entlohnung, am meisten fehlte, so waren dies für die überwiegende Mehrheit (74 Prozent) die intellektuellen Herausforderungen am Arbeitsplatz. Andere Antworten betrafen die Kollegen (21 Prozent), Reisen (vier Prozent) und Zulagen wie ein Spesenkonto, einen Firmenwagen, Mittagessen oder Tickets (ein Prozent).

Während mehr als die Hälfte der Führungskräfte (55 Prozent) die meiste Zeit in der Arbeitslosigkeit für die Arbeitssuche aufwenden, konzentrieren sich 23 Prozent zeitlich auf ihre berufliche Entwicklung. Andere Führungskräfte entscheiden sich dafür, ihre freie Zeit mehr mit Freunden und der Familie zu verbringen (12 Prozent), mit Urlaub/Hobbys (sieben Prozent) oder einfach nur mit Ausruhen (drei Prozent).

Zur Studie

Das Korn/Ferry International Executive Quiz basiert auf einer weltweiten Studie unter Führungskräften, die innerhalb des Online Executive Center des Unternehmens, ekornferry.com, registriert sind. Teilnehmer aus mehr als 85 Ländern, die ein breites Spektrum aus Branchen und funktionellen Bereichen repräsentierten, nahmen am erst kürzlich abgehaltenen Executive Quiz im Februar 2009 teil.

[po; Quelle: Korn/Ferry; Bild: ©Bernd_Leitner - Fotolia.com]

Dazu im Management-Handbuch

Ähnliche Artikel

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
OK