SelbstmanagementDie alltäglichen Aufgaben einfach bewältigen

„Hilfe! Meine Aufgabenliste wird immer länger!“ Viele Mitarbeiter stöhnen unter den steigenden Anforderungen im Beruf. Wer diese auch noch mit seinem Privatleben unter einen Hut bringen will, tut sich manchmal schwer. Hilfe versprechen zahlreiche Ratgeber zum Selbstmanagement. Doch aktiv werden muss jeder selbst.

Noch immer boomt der Markt: Bücher, Ratgeber oder Pocket Guides wollen dem modernen Menschen vermitteln, wie er sein Leben besser in den Griff bekommt und damit insbesondere auch im Beruf erfolgreich ist. Die Leser dieser Angebote wollen sich verbessern. Manche meinen, sie wären zu chaotisch und hätten ihr Zeitmanagement nicht im Griff; andere sind bereits sehr gut organisiert und wollen perfekt werden.

Das Angebot ist kaum zu überschauen. Wer sich eine Weile damit befasst, erkennt, dass es immer wieder gleiche oder ähnliche Ratschläge sind, die weiterhelfen sollen. Wichtige Elemente des Selbstmanagements sind beispielsweise:

  • Persönliche und berufliche Ziele finden und beschreiben, Zwecke und Grundsätze festlegen;
  • Aufgaben erkennen, planen und erledigen, Möglichkeiten zur Aufgabendelegation erkennen und richtig einsetzen;
  • Die eigene Arbeitszeit besser managen, Prioritäten erkennen, mit Störungen angemessen umgehen und Aufgaben richtig einplanen;
  • Fähigkeiten zur Selbstbeobachtung, Selbstinstruktionen, Selbstverstärkung, Selbstkontrolle, Selbstmotivation und Frustrationstoleranz entwickeln und einsetzen, die eigenen Stärken und Schwächen kennen;
  • Probleme erkennen und lösen und dafür Kreativität einsetzen sowie ausdauernd und flexibel sein;
  • Eine Balance zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Interessen und Zielen finden;
  • Wissen, dass Gesundheit und Fitness wichtige Voraussetzungen für das Wohlbefinden und den persönlichen Erfolg sind und regelmäßig entsprechend aktiv sein.

Ziele festlegen, Pläne schmieden und Aufgaben erledigen – so einfach könnte es sein

Auch wenn der Ratgeber-Markt immer wieder Anregungen oder Hilfestellungen bietet, die das persönliche Selbstmanagement voranbringen, am Ende bleibt immer eine besondere Herausforderung: Es kommt darauf an, die Ratschläge tatsächlich umzusetzen und im Alltag dauerhaft zu praktizieren. Der Leser selbst ist gefordert. Er muss bereit sein, an sich zu arbeiten.

Selbstmanagement

Der Begriff des Selbstmanagements kommt ursprünglich aus der Verhaltenstherapie und wurde maßgeblich von dem Psychologen und Verhaltentherapeuten Frederick Kanfer geprägt. Inzwischen wird er ganz allgemein genutzt, um Fähigkeiten, Fertigkeiten und Techniken, die Zielfindung, Planung, effektives Handeln sowie das Zeitmanagement einer Person betreffen, zu beschreiben.

Getting Things Done – daraus hat der Trainer und Berater David Allen einen Kult gemacht. Sein Konzept: Schreiben Sie alle, auch noch so kleine Aufgaben auf, um den Kopf frei zu bekommen. Diese Aufgabenliste wird dann regelmäßig abgearbeitet.

Auch Werner Tiki Küstenmacher hat für viele einen Kultstatus erreicht. Mit seiner „Simplify Your Life-Reihe“ hat er schon Millionen von Lesern beigebracht, wie sie die vielfältigsten Anforderungen im Beruf, zuhause, in der Familie oder in einer Partnerschaft besser und einfacher geregelt bekommen.

Wer die Vielzahl von Ratschlägen, Tipps und Tricks genauer betrachtet, erkennt dahinter oft ein System der so genannten „Natürlichen Planung“. Wer sie verinnerlicht und konsequent beachtet, erreicht meistens bessere Ergebnisse. Das System besteht aus fünf Schritten, die im folgenden Mindmap kurz erläutert sind.

Das System der Natürlichen Planung

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Getting_Things_Done]

Wer sein Selbstmanagement trotz aller Bemühungen nicht in den Griff bekommt, dem hilft vielleicht ein Coaching. Oft fehlen die notwendigen Kenntnisse und Hilfen für den Einstieg in ein besseres Selbstmanagement. Oder der Blick auf sich selbst ist verstellt, man schätzt die eigenen Stärken und Schwächen falsch ein. Dann helfen der Blick und die Unterstützung von außen. Manche brauchen einfach auch nur Impulse oder den Druck von außen, um aktiv zu werden.

Christine Öttl ist seit vielen Jahren Coach. Sie hilft den unterschiedlichsten Menschen dabei, mehr aus sich herauszuholen – auch im Bereich des Selbstmanagements. Sie weiß:

„Genau das ist gemeint mit ‚sich selbst managen’: Sich seinen Weg zu bahnen und dranzubleiben, auch wenn es mal eng wird. Das Steuer nicht aus der Hand zu geben und immer danach Ausschau zu halten, was man selber aus eigenen Kräften tun kann. Oder was man an sich selbst verändern und verbessern kann, um die Dinge mit mehr Energie und Spaß anzupacken. Das lohnt sich nicht nur, weil man dann leichter vorankommt, sondern auch, weil man so selber wächst und stärker wird. Und vermeidet, sich als Opfer und fremdgesteuert zu fühlen.“

Wer sein Selbstmanagement verbessern oder optimieren will, der arbeitet zum einen an seinen eigenen Werten und Einstellungen, um Ziele, Aufgaben sowie positive oder negative Erlebnisse anders zu sehen. Zum anderen nutzt er Techniken, die ihm im Alltag helfen; er baut sich seinen eigenen „Werkzeugkasten“ für sein Selbstmanagement.

Dabei kommt es im beruflichen Umfeld auch auf die Rahmenbedingungen an, die das Unternehmen setzt. Wir zeigen in zahlreichen Beiträgen diese Zusammenhänge auf. 

Einige wichtige Lösungshilfen zum Selbstmanagement finden Sie im Management-Handbuch in den Rubriken

Arbeitstechniken

Beruf + Karriere

Dazu im Management-Handbuch

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