SEOGute Snippets für Google schreiben

Suchergebnisse bei Google bestehen aus Titel, URL und einem Beschreibungstext. Dieses Snippet ist wichtig für die Suchmaschinenoptimierung. Tipps und Beispiele für attraktive Snippets.

Ein Snippet ist die Darstellung eines Suchergebnisses in der Google-Suche. Das Snippet besteht aus drei Teilen: dem Seitentitel (Title), der URL der Webseite und einem Zweizeiler (Description).

Beispiel für ein Snippet. Ein Snippet besteht aus Title, URL und Description.

Google nutzt die Formulierung von Title und Description, die Sie für die Webseite vergeben, zwar nicht zwingend für die Darstellung des Suchergebnisses. Aber je besser Ihr Title und Ihre Description sind, desto professioneller erscheint das Suchergebnis Ihrer Webseite in den Suchergebnissen von Google. Wer die beiden Meta-Tags Title und Description im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung vernachlässigt, verschenkt bis zu 220 Zeichen Werbefläche. Daher gehören Title und Description in die Hände von Web-Textern.

Mit den folgenden fünf Schritten gelangen Sie zu aussagekräftigen und attraktiven Snippets.

Suchanfrage konkret beantworten

Title und Description sollten keinesfalls ein Versprechen formulieren, das durch die dazugehörige Seite nicht erfüllt wird. Sind Title und Description zum Beispiel auf „Autoankauf Dortmund“ optimiert, sollte die dazugehörige Landing Page beziehungsweise Webseite ausschließlich den Service und Einzelheiten zum Ankauf eines Pkw beschreiben und nicht etwa für den Autoverkauf werben.

Der Title sollte Ihr wichtigstes Keyword enthalten, auf das die jeweilige Seite optimiert ist. Das Keyword steht im Titel möglichst am Anfang, muss dabei aber nicht zwingend an erster Stelle stehen. Wichtiger ist, dass der Nutzer exakt das geboten bekommt, was er sucht. Schwammige Formulierungen und eine sinnlose Aneinanderreihung von Keywords sollten Sie vermeiden. Der Title sollte sich stark an der Überschrift im Format „h1“ des Textes und am Inhalt der dazugehörigen Webseite orientieren.

Schlechtes Beispiel: Keyword Spamming im Titel
Gutes Beispiel: Klare Aussage und optimaler Einsatz von Keywords im Title

Viele Webmaster vernachlässigen den Meta-Tag Description, weil er das Ranking nicht direkt beeinflusst. Allerdings entscheidet Google anhand des eingegebenen Suchbegriffs und dem Inhalt des Meta-Tags, ob die Formulierung des Meta-Tags verwendet wird oder ob die Description für das Snippet aus dem Text der Webseite extrahiert wird. Berücksichtigt wird die Description der HTML-Seite also sehr wohl.

Viel wichtiger ist aber, dass der Titel und die Description das erste sind, was ein potenzieller Kunde von Ihrem Online-Angebot in den Suchmaschinenergebnissen zu sehen bekommt. Oberstes Ziel sollte es daher sein, den User neugierig zu machen und zum Weiterlesen zu animieren. Grundsätzlich gilt: Das Keyword sollte im Titel möglichst am Anfang stehen und ein- bis zweimal in der Description, idealerweise in der Mitte, auftauchen. Google hebt die Suchbegriffe in der Description durch Fettschreibung hervor und schafft so einen optischen Ankerpunkt.

Title und Description für jede Seite anpassen

Jede Unterseite sollte einen eigenen und einmaligen Title sowie eine eigene Description enthalten, die genau auf die jeweilige Kategorie, das Produkt oder die auf der Seite vermittelten Informationen ausgerichtet sind.

Auch wenn Produkte und/oder Dienstleistungen eines Unternehmens oft vergeichbar oder ähnlich sind, liegt die Herausforderung für den Web-Texter darin, unterschiedliche Titles und Descriptions zu formulieren. Nur so lässt sich für Suchmaschinen und User eine klare Inhaltliche Unterscheidung erreichen. Je eindeutiger, desto besser. Variieren Sie notfalls Title und Description auch nur durch ein einzelnes Wort. Hauptsache, auf der eigenen Webseite gibt es keine Doppelungen.

Um beim Beispiel „Autoankauf Dortmund“ zu bleiben: Nehmen wir an, der Autohändler hat auf seiner Webseite zwei verschiedene Unterseiten, die sich mit der Preisfindung für die Gebrauchtwagen beschäftigen. Eine Seite beschreibt, wie die Preisfindung bei einer persönlichen Beratung abläuft. Die andere Unterseite bietet über einen Online-Konfigurator die Möglichkeit, den zu erzielenden Preis online zu kalkulieren. Es wäre daher wenig zielführend, beiden Seiten den gleichen Title und die gleiche Description zu geben. Formulieren Sie Title und Description unerschiedlich – schließlich handelt es sich ja auch um zwei unterschiedliche URLs.

Schlechtes Beispiel: Identische Title- und Description-Texte für unterschiedliche Seiten
Gutes Beispiel: Unterschiede im Title und der Description

Textlänge beachten

Aus Sicht von Google ist nicht die Zeichenzahl, sondern die Pixelbreite beschränkt. Der Text sollte daher keinesfalls die Google-Vorgaben überschreiten. Längere Texte werden abgeschnitten und die Informationen aus sorgfältig konstruierten und formulierten Tags gehen verloren.

Wenn die Suchmaschine Text abschneidet, werden drei Punkte am Ende des Textes angezeigt („…“).  Das können Sie sich auch zunutze machen. Bei einer Auflistung von Vorteilen können die Punkte den Nutzer zum Beispiel darauf hinweisen, dass die Description die Vorteile nicht erschöpfend wiedergibt. Allerdings gilt es zu beachten, dass es oft nur schwer einzuschätzen ist, wo Google den Text genau abschneidet. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Ihre Texte so formulieren, dass sie in das vorgegebene Mindestmaß passen und so das Abschneiden von Text verhindert wird.

Schlechtes Beispiel: unglücklich abgeschnittener Title
Gutes Beispiel: Nutzung der drei Punkte am Ende des Description-Textes

Sonderzeichen in der Description nutzen

Häkchen, Sternchen und gegebenenfalls zur Webseite passende Symbole wie Smileys oder Flugzeuge sind eine gute Möglichkeit, einen optischen Anreiz zu schaffen. Mehr als drei oder vier davon sollten es allerdings nicht sein. Die Symbole sollten außerdem nicht alle nebeneinanderstehen, sondern im Text platziert werden.

Beispiel für den sinnvollen Einsatz von Symbolen im Description-Text

Meta-Tags testen

Um sich vorab einen optischen Eindruck von Ihrem Snippet zu verschaffen, gibt es im Internet eine Reihe kostenloser Tools, um Title und Description zu testen. Auch viele Content-Management-Systeme haben eine Snippet-Vorschau im Backend integriert, sodass Sie sich bereits beim Anlegen beziehungsweise Administrieren einer Webseite einen Eindruck vom Erscheingsbild in der Google-Suche machen können.

Sind Title und Description sauber gepflegt, können Sie sich das Ergebnis auch direkt bei Google anzeigen lassen. Durch Eingabe des Befehls „site:“ gefolgt von der Domian Ihrer Webseite in das Suchfeld (site:www.ihre-domain.de) werden alle Seiten, die Google unter Ihrer Domain erfasst hat, inklusive Title, URL und Description angezeigt. So haben Sie einen Überblick über alle Snippets, die Google aus Ihrer Webseite generiert.

Beachten Sie: Diese Funktion ist nur eine Momentanaufnahme und für einen „späteren“ Überblick gedacht. Tatsächlich vergehen ein paar Wochen, bevor Google die Inhalte, die Sie veröffentlichen, auch tatsächlich erfasst.

Ergebnisseite nach Eingabe des Site-Befehls zur Domain www.business-wissen.de.

Title und Description als Werbefläche nutzen

Verschenken Sie nicht das Potenzial, das Title und Description für die Suchmaschinenoptimierung bieten. Denken Sie sich aber vor allem in den Nutzer hinein und prüfen Sie Ihr Snippet im Hinblick auf die Frage, ob Title und Description den User bei seiner Suchanfrage wirklich weiterbringen und trotz der knappen Formulierung aus dem Stand überzeugen. Nur dann wird Ihre Webseite auch angeklickt.

Versuchen Sie, die wichtigsten Informationen in knapp 220 Zeichen zusammenzufassen und attraktiv zu formulieren. So nutzen Sie Ihr Snippet als optimal platzierte Werbefläche direkt in den Google-Suchergebnissen.

Dazu im Management-Handbuch

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