Start-upsNeues Qualitätssiegel für Gründungsberater

Mit einem neuen Qualitätssiegel für Gründungsberater möchte der Verband Deutscher Gründungsinitiativen (VDG) für mehr Transparenz auf dem Beratermarkt sorgen. Künftig sollen Bewerber neben Berufserfahrung auch BWL-Kenntnisse und psychologische Fähigkeiten mitbringen.

Gründer brauchen einen guten Berater an ihrer Seite, um sich erfolgreich selbstständig machen zu können. Das große Angebot an Beratungsleistungen macht die Suche nach einem geeigneten Kandidaten schwer. Für mehr Transparenz auf dem Beratermarkt sorgt der Verband Deutscher Gründungsinitiativen (VDG) mit einem neuen Verfahren zur Qualitätstestierung von Gründungsberatern. Ein Qualitätssiegel bietet sowohl Orientierung für Gründer auf Beratersuche als auch für Arbeitsagenturen, ARGEn, KfW-Regionalstellen und weitere Anlaufstellen bei der Empfehlung geeigneter Ansprechpartner.

Um das VDG-Qualitätssiegel zu erhalten, müssen Berater ihre Eignung in einem Bewerbungsverfahren nachweisen. Norbert Kunz, Vorstandsmitglied des VDG, betont:

„Nur zwanzig Prozent aller Gründer nehmen Beratungsleistungen in Anspruch. Wir wissen aber, dass diese Gründer sehr viel erfolgreicher sind, wenn die Qualität der Beratung stimmt. Mit dem VDG-Qualitätssiegel bieten wir Gründern eine klare Orientierung.“

Bewerber müssen den Qualitätsstandards entsprechen

Die Berater müssen betriebswirtschaftliche, kaufmännische und pädagogisch-psychologische Fähigkeiten nachweisen und mindestens zwei Jahre Erfahrung in der Gründungsberatung haben. Eine VDG-Testierung kostet derzeit inklusive der Kolloquien 750 Euro. In der Pilotphase 2007 haben sich bereits 15 Berater erfolgreich testieren lassen.

Die Bezeichnung "Gründungsberater" ist nicht geschützt. Bei einer deutschlandweiten Auswahl von über 10.000 Beratern ist es für Gründer schwierig, seriöse und qualifizierte Berater sofort zu erkennen. Arbeitsvermittler, Fallmanager und Mitarbeiter in Regionalstellen haben bislang kein Instrument an der Hand, um Gründern einen geeigneten Berater zu empfehlen. Es fehlt ein klar definiertes Anforderungsprofil. Auch verbindliche Regelungen über die Inhalte und den Ablauf einer Gründungsberatung existieren nicht.

Die VDG-Qualitätsinitiative wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt. Geförderte Coachingleistungen sollen allen Gründern zu Gute kommen, die einen echten Coachingbedarf haben. Das VDG-Qualitätssiegel soll Gründern bei der Auswahl des richtigen Beraters helfen und so den Erfolg von Gründungen in Deutschland sichern.

[dw; Quelle: VDG; Bild: fotolia]

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