TeamarbeitTipps für erfolgreiches Zusammenarbeiten

Eine Kultur der Zusammenarbeit stellt sicher, dass alle Mitarbeitende am selben Strang ziehen. Das fördert die Kreativität, unterstützt die Arbeitsmoral und hilft bei der Problemlösung. Fünf Tipps zeigen, wie Sie die Teamarbeit in Ihrem Unternehmen unterstützen.
Von Tim Kimber

Bruchstückartige Kommunikation und isolierte Prozesse zwischen den verschiedenen Abteilungen und Mitarbeitenden behindern eine gute Teamarbeit. Welche Probleme treten bei der Zusammenarbeit häufig auf und wie sehen Lösungsansätze für eine optimale Zusammenarbeit im Team und über Abteilungsgrenzen hinweg aus?

Über Abteilungsgrenzen hinaus handeln

Mängel in der Organisationsstruktur, der Technologie oder in anderen Bereichen des Unternehmens lassen Informationsgettos entstehen. Sie erschweren eine effektive Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden und Abteilungen. Die verschiedenen Abteilungen arbeiten dann voneinander isoliert, Informationen können die Abteilungsgrenzen nicht überwinden.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn aufgrund von räumlicher Distanz oder inkompatiblen Arbeitsplatzsystemen die Notizen des Vertriebsmitarbeiters nicht an die Produktion weitergeleitet werden. Das Problem: Der gesamte Informationsfluss ist erschwert und für die Entscheidungsfindung steht nicht das Wissen aus allen Abteilungen zur Verfügung.

Cloud-Kommunikation hilft dabei, über Abteilungsgrenzen hinauszuschauen. Auf einer zentralen digitalen Plattform können Ihre Mitarbeitenden wichtiges Firmenwissen erfassen und anderen zur Verfügung stellen. So gehen wichtige Informationen nicht unter und bereits gesammeltes Know-how bleibt bestehen, selbst wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen.

Eine einheitliche Vision finden

Silodenken kann dazu führen, dass Abteilungen und Einzelpersonen ihrer eigenen Agenda folgen und wenig Raum für Input und Hilfe von außen zulassen. Diese Art von Starrheit kann Ihr Personal davon abhalten, gut miteinander zu kooperieren. Alles, was Ihre Mitarbeitenden tun, sollte deshalb auf ein größeres Unternehmensziel oder eine Vision abgestimmt sein.

Selbst unerwartete Aufgaben lassen sich leichter bewältigen, wenn alle einer gemeinsamen Vision und dem gleichen konzeptionellen Rahmen folgen. Überprüfen Sie Ihre Unternehmensziele und Organisationsstruktur und stellen Sie sicher, dass beide zueinander passen. Halten Sie Gruppensitzungen ab und fragen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie sie sich besser abstimmen wollen, wenn es darum geht, die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Auf diese Weise finden Sie Wege, die Zusammenarbeit im Team von innen heraus zu verbessern.

Angestellte mit sekundären Fähigkeiten betrauen

Viele Firmen mit einer starren und unflexiblen Arbeitsweise haben Schwierigkeiten, wenn sich Kundenbedürfnisse, Geschmäcker und Anforderungen verändern. Das verursacht besonders dann Probleme, wenn tief verwurzelte, kontraproduktive Gewohnheiten der Zusammenarbeit positive Veränderungen verhindern.

Die Idee der funktionalen Flexibilität ist, dass ein Training der sekundären Arbeitsfähigkeiten sich spürbar auf wichtige Leistungsbereiche auswirkt. Sekundäre Arbeitsfähigkeiten sind solche, die für die Hauptaufgabe des Beschäftigten nicht unbedingt erforderlich, aber mit einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Team verbunden sind. Denn diese Fähigkeiten tragen zu einer besseren Planung, Kommunikation und zur Lösung von Problemen und Konflikten bei.

Verständnis für die Kollegen aus anderen Unternehmensbereichen und abteilungsübergreifende Erfahrung können die Zusammenarbeit ebenfalls optimieren. Auch Tools sind hilfreich, die es Ihren Beschäftigten ermöglichen, an einem Thema zusammenzuarbeiten.

Eine verteilte Belegschaft akzeptieren

Homeoffice wird wahrscheinlich auf Dauer Bestand haben. Flexible Arbeitsplätze und hybride Modelle spielen sowohl für die Angestellten als auch für viele Bewerberinnen und Bewerber eine wichtige Rolle. Um eine geeignete Arbeitskultur für vernetzte Teams zu schaffen, reicht es nicht aus, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Laptop heimzuschicken.

Im traditionellen Arbeitsumfeld findet ein Großteil der Bürokommunikation nebenbei statt: Zufällige Gespräche in der Cafeteria führen zu neuen Verbindungen und Erkenntnissen oder vielversprechenden Ideen. In einer vernetzten Umgebung, in der sich die Menschen nicht mehr persönlich treffen, muss Kommunikation bewusster stattfinden. Videoanrufe sind ein wesentlicher Teil davon.

Fragen Sie sich, ob Ihre Prozesse ein hohes Maß an Zusammenarbeit zwischen Ihren Mitarbeitenden erlauben – unabhängig davon, wo sie gerade arbeiten. Oft mangelt es nur an den richtigen Werkzeugen. Für Tätigkeiten, bei denen sich eine Gruppe von Menschen bislang am gleichen Ort aufhalten musste, eröffnet das vernetzte Arbeiten neue Möglichkeiten: Beispielsweise könnten sich Ärzte in verschiedenen Städten per Live-Videogespräch zu einem Röntgenbild abstimmen und die Bilder per Fernzugriff auf einem geteilten Bildschirm kommentieren.

Kundengespräche zentral erfassen

Kommunikationsdefizite und Probleme bei der Zusammenarbeit führen häufig zu frustrierten Kunden. Zum Beispiel mögen es Kunden nicht, sich jedes Mal zu wiederholen, wenn sie an eine andere Person im Unternehmen weitergeleitet werden. Umgekehrt kann eine Organisation, die die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz beherrscht, ihrer Kundschaft ein hervorragendes Erlebnis bieten.

Sie sollten allen im Team Tools an die Hand geben, mit denen sie wichtige Daten austauschen und andere kundenorientierte Aufgaben in einem gemeinsamen Arbeitsbereich erledigen. Etwa, indem Sie alle Kundengespräche auf einer zentralen Plattform erfassen.

Bei Bedarf lässt sich so von jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin die gesamte Anrufhistorie abrufen: Sie wissen, was der Kunde bestellt hat, kennen den Bestellstatus, Serviceprobleme oder wann der letzte Anruf erfolgte. Zudem kann der Kunde bei einem erneuten Anruf direkt mit dem Sachbearbeiter verbunden werden, der sich bereits um die Angelegenheit gekümmert hat. Dieser kann unmittelbar mit der Problembehandlung beginnen und der Kunde muss sein Problem nicht noch einmal schildern.

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