TrainermarketingMarkenaufbau mit kleinem Budget

Werbe- und PR-Agenturen sind oft teuer. Trainer sollten daher wissen, was sie fürs Marketing selbst tun können und wann sie auf externe Hilfe setzen sollten.

Das selbst entworfene Logo und die Website Marke Eigenbau erzielen nicht immer das gewünschte Resultat. Die Zeit, die hineingesteckt wurde, ist dann meistens verloren. Daher ist es oft sinnvoll, eine Reihe von Marketingaktivitäten in Eigenregie durchzuführen und diese sinnvoll mit externen Leistungen zu kombinieren.

Firmenauftritt möglichst schnell individualisieren

Zunächst benötigt ein Trainer, der sich professionell nach außen präsentiert, Geschäftspapiere und einen Internet-Auftritt. Diese Elemente sollten zueinander passen und stimmig wirken, so dass es sinnvoll ist, ihre Konzeption und Produktion in die Hände von Profis zu geben. Die Möglichkeiten, kostenlos ein Logo online zu kreieren und zum Beispiel für die Website auf ein kostengünstiges Baukastensystem zurückzugreifen, eignen sich besonders für Anfänger. So werden sie überhaupt erst als ernst zu nehmender Anbieter auf dem Trainingsmarkt wahrgenommen.

Da für Engagements jedoch die Persönlichkeit eines Trainers häufig den Ausschlag gibt, sollte der Unternehmensauftritt so bald wie möglich individualisiert werden. Kostenlose Angebote beziehungsweise Low-Budget-Angebote sind nämlich austauschbar, denn jedes Unternehmen kann darauf zugreifen.

Worauf bei Fotos zu achten ist

Eine bedeutende Rolle in der Eigenpräsentation und im Rahmen von Seminaren spielen Fotos und Abbildungen. Profilfotos, die das Gesicht in Großaufnahme zeigen, lassen sich am besten von einem Fotografen mit dem Schwerpunkt „People“ erstellen. Ein guter Anbieter hat überzeugende Referenzbilder. Was weitere Abbildungen etwa auf der Internetseite anbetrifft, sollten diese aus einem Guss sein und möglichst vom gleichen Fotografen stammen.

Im Internet gibt es eine Reihe von Bilddatenbanken, in denen per Stichwortsuche geeignetes Material gefunden werden kann. Fotolia.com etwa bietet viele Bilder zu sehr günstigen Preisen an. Komplett kostenlose Datenbanken wie pixelio.de sind wegen der zahlreichen Amateuraufnahmen für die Außendarstellung oft weniger geeignet, können jedoch eine Fundgrube für Präsentationen und Teilunterlagen sein.

Präsenz im Social Web

Wichtig ist auch die Präsenz in und auf sozialen Netzwerken und Plattformen wie beispielsweise Xing, Facebook oder YouTube. Hier kommt es auf die gründliche Überlegung an, welches Netzwerk sich für welchen Zweck eignet und wie die an unterschiedlichen Orten veröffentlichte Inhalte schlüssig aufeinander abgestimmt werden. Facebook und Xing beispielsweise bieten gute Möglichkeiten, Kontakte zu möglichen Abnehmern von Trainingsleistungen zu finden. Um Xing optimal einzusetzen, sind neben gezielter Personenrecherche, die auch eine geeignete Hilfskraft übernehmen kann, Eigenaktivitäten wie das Moderieren von Gruppen und das Veröffentlichen von Beiträgen in Diskussionsforen gefragt. Auch aus Gründen der Authentizität ist es sinnvoll, diese selbst zu verfassen.

Auf YouTube veröffentlichte oder in die eigene Website integrierte Lehrvideos und Seminarreportagen sind nur dann eine sinnvolle Investition, wenn sie professionell aufgenommen und von einem darauf spezialisierten Anbieter produziert werden. Schlecht gemachte Videos wirken oft unfreiwillig komisch und machen den Trainer zum Objekt des Gespötts – oder sie werden kaum angeklickt.

Kostengünstiger als gedruckte Werbematerialien sind PDF-Dateien, die sich in Bezug auf die Inhalte flexibel und individuell gestalten lassen. Das Trainerprofil oder Ankündigungstexte können leicht aktualisiert und per Mausklick verschickt werden. Achtung geboten ist bei der Verwendung von Designerschriften: Werden diese nicht fest ins PDF eingebettet, greift der Rechner des Empfängers auf eine Standardschrift zurück – das ursprüngliche Layout geht so verloren. Da einigen kostenlosen PDF-Konvertern die Funktion des festen Einbettens zuweilen fehlt, lohnt die Nutzung der Freeware-Software „Open Office“, das viele weitere Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Umgang mit Agenturen und Freelancern

Häufig werden für Marketingaktivitäten Texte benötigt – etwa für die eigene Pressearbeit oder Mailingaktionen. Liegen die eigenen Kompetenzen auf einem anderem Gebiet, sollten diese von einem Texter oder Journalisten erstellt beziehungsweise lektoriert werden. Was speziell die Pressearbeit anbetrifft, geht es dabei auch um die Kontaktpflege zu Medienvertretern. Eine Reihe von Journalisten reagiert ablehnend auf die Themenangebote von PR-Agenturen. Deshalb sind, zumindest in der Anfangszeit regelmäßiger Pressearbeit, die Anrufe in den Redaktionen Sache des Trainers, denn dies wirkt sympathischer und verschafft ihm eigene Kontakte, die mehr bringen als indirekte über PR-Dienstleister.

Was die Angebote, Stunden- und Tagessätze bei Agenturen und freiberuflichen Grafikern beziehungsweise Textern anbetrifft, schwanken die Honorare sehr stark. Es gibt Freelancer, die für 45 Euro in der Stunde aktiv werden, andere wiederum fangen erst bei 120 Euro aufwärts an zu arbeiten. Die genauen Stundensätze werden oft nicht genannt, da Komplettleistungen wie etwa eine Website mit einer bestimmten Zahl von Einzelseiten angeboten werden.

Klar geregelt sein sollte auch die Zahl möglicher Korrekturgänge oder die Frage, was passiert, wenn dem Auftraggeber kein Entwurf zusagt. Das Vergeben eines kleinen Probeauftrags ist ein sinnvoller Weg, um zu testen, wie weit die Kreativleistung die eigenen Anforderungen trifft. Für die Qualität des Endergebnisses sind nicht nur die externen Dienstleister allein verantwortlich, sondern es kommt darauf an, für die Ausführenden möglichst genaue Vorgaben zu machen, was den Zweck des Mediums, die Zielgruppe und etwa die eigenen Alleinstellungsmerkmale anbelangt.

Dazu im Management-Handbuch

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