UnternehmensvisionBraucht ein Unternehmen eine Vision?

Was ist das überhaupt: eine Unternehmensvision? Und warum ist es gut, eine zu haben?

Was ist eine Unternehmensvision?

Eine Unternehmensvision bezeichnet einen gewünschten Zustand, welchen das Unternehmen auf lange Sicht anstrebt.  Man könnte fast behaupten, die Unternehmensvision beschreibt den tatsächlichen Grund, weshalb das Unternehmen existiert.

Natürlich ist es löblich, wenn man durch den Betrieb Arbeitsplätze schafft und die Wirtschaft voranbringt. Jedoch geht es um etwas größeres als monetäre Ziele oder andere KPIs. Die Vision ist der positive Einfluss auf die Gesellschaft.

Oft sind es die Gründer, die für eine größere Sache brennen und sie durch ihr Unternehmen verwirklichen möchten. Sehr gute Beispiele sind Bill Gates („Ein Computer für jedes Zuhause“) und Steve Jobs („Ein Computer für jedermann“), die mit ähnlichen Visionen gigantische Weltkonzerne hervorgebracht haben. Ich bin überzeugt davon, dass diese beiden visionären Persönlichkeiten nicht in erster Linie das Ziel verfolgten, durch ihre Firmen zu großem Reichtum zu gelangen. Vielmehr brannten sie dafür, einen positiven Mehrwert auf der Welt zu leisten.

Eine zusammenfassende Definition von Unternehmensvision: Der große Wunschzustand, der das Unternehmen mit seinem Dasein, allen Aktivitäten und der gesamten Belegschaft verfolgt.

Wozu braucht ein Unternehmen eine Vision?

Die Vision eines Unternehmens ist also das große Leitbild, das über allem schwebt und angestrebt wird. Im optimalen Fall schaffen es die Gründer oder das Management, die Mitarbeiter ebenso für die Vision zu begeistern und das Feuer in ihnen zu entfachen.

Ein Mitarbeiter, der den Sinn hinter dem Unternehmen versteht und sich damit identifizieren kann, begreift dann den Sinn hinter der eigenen Arbeit. Auch wer nur einfache Tätigkeiten ausführt, sieht sich als wichtiges Zahnrad in einer großen Maschinerie und kann mit Begeisterung seiner Arbeit nachgehen.

Wichtig ist es hierbei als Führungspersönlichkeit, die Unternehmensvision so auf die Mitarbeiter zu übertragen, dass sie mit ihren persönlichen Werten und Zielen übereinstimmt. So hat man die Chance, die Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren – statt mit rein extrinsischen Motivatoren wie Gehalt oder Benefits. Das führt letztendlich zu einer viel höheren Mitarbeiterzufriedenheit, Loyalität und auch Produktivität.

Ich kenne es von mir selbst: Wenn mir der Sinn einer Tätigkeit nicht klar ist, fehlt die Motivation, mich tatkräftig dafür zu engagieren. Erkenne ich jedoch den positiven Impact, ist es sehr viel leichter, Fleiß und Kraft zu investieren.

Ein intrinsisch motivierter Mitarbeiter empfindet mehr Freude an der Arbeit und kann Größeres leisten.

Wie wird die Vision umgesetzt?

Es ist essenziell, dass die Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen und hundertprozentig hinter der Unternehmensvision stehen. Erst dadurch können sie überzeugend die eigenen Mitarbeiter dafür motivieren.

Eine Vision ist zwar die Motivationsquelle und das Leitbild schlechthin. Im alltäglichen Geschäft lässt sie sich oft jedoch nicht ohne weiteres umsetzen. Deshalb bricht das Management die Vision herunter auf einzelne Ziele. Die Ziele sind die Meilensteine auf dem Weg, um der Vision näherzukommen. Diese Ziele sind für das Alltagsgeschäft greifbarer als die große Vision.

Werden die Ziele nach dem SMART-Prinzip gesetzt, erzeugt es einen Ansporn im Unternehmen, diese zu erreichen. Mit dem SMART-Prinzip sind die Ziele genau eingegrenzt in einem zeitlichen und messbaren Rahmen, sind einerseits ambitioniert und gleichzeitig auch realistisch. Führungskräfte und Mitarbeiter können so messen, ob und wie schnell sich ihr Unternehmen der Vision nähert.

Finanzielle und andere ökonomische Ziele sind dabei keineswegs schlecht. Denn um die Vision zu verwirklichen, muss das Unternehmen selbstverständlich überleben können. Dies geht nur, wenn das Unternehmen einen Gewinn erwirtschaftet. Ein finanzstarkes Unternehmen ist außerdem in der Lage, mehr Geld in die Vision zu investieren.

Wenn die Unternehmensvision auf einzelne Ziele und Meilensteine heruntergebrochen wurde, braucht es Umsetzungspläne, damit die Ziele erreicht werden. Mit jedem erreichten Meilenstein kommt das Unternehmen der Vision näher.

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