VerbesserungspotenzialMehr Ideen, weniger Kosten

Ohne neue Ideen und Impulse können Sie mit Ihrem Unternehmen nicht wirtschaftlich arbeiten. Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommt dabei eine tragende Rolle zu. Wie bringen Sie Ihre Belegschaft dazu, neue Ideen hervorzubringen und sie umzusetzen?

Ideen einfordern

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gehemmt, eigene Ideen vorzubringen, weil dies als Kritik an die Vorgesetzten missverstanden werden könnte. Fordern Sie deshalb regelmäßig Ideen ein. Dies können Sie zum Beispiel durch ein Vorschlagwesen organisieren, bei dem alle Beschäftigte monatlich oder vierteljährlich einen Verbesserungsvorschlag einreichen müssen. Um die Qualität der Vorschläge zu heben, könnte der Vorschlag auch zum Bestandteil der Mitarbeiter- und Zielvereinbarungsgespräche werden.

Workshops veranstalten

Workshops sind immer dann geeignet, wenn ein konkretes Problem innerhalb eines eingegrenzten Arbeitsbereichs vorliegt, an dem jedoch mehrere beteiligt sind. Stellen Sie ein Motto für die Veranstaltung auf, zum Beispiel „Den Ausschuss verringern“ oder „Kosten im Fuhrpark senken“. Je gründlicher solche Workshops vorbereitet sind, umso besser wird das Ergebnis ausfallen.

Verteilen Sie dazu schon vorher Aufgaben: Die Beteiligten sollen Fakten und Analysen (Statistiken, Marktanalysen etc.) zusammenstellen, Lieferanten interviewen und die bisherigen Ergebnisse ihrer Abteilung im Workshop vortragen. Auf dieser Grundlage kann über konkrete Fragen diskutiert werden. Jeder Workshop sollte schließlich in ein verbindliches Protokoll mit konkreten To-Dos münden. Es empfiehlt sich daher auch, ein Nachtreffen zu vereinbaren und darüber zu sprechen, inwieweit es gelungen ist, besprochene Maßnahmen auch wirklich umzusetzen.

Prämien ausloben

Es spricht nichts dagegen, gute Ideen, dank derer Kosten gesenkt oder Gewinne gesteigert werden, auch mit Prämien zu belohnen. Die Kriterien, nach denen das Geld ausgeschüttet wird, sollten jedoch genau bedacht werden, um Fehlsteuerungen zu vermeiden. So kann es passieren, dass eine Maßnahme wie etwa die Einsparung eines Lieferbestandteils zwar kurzfristig Kosten senkt, aber mittelfristig dem Umsatz schadet, weil die begleitenden Vertriebs- und Marketingmaßnahmen (Kundeninformation) unterblieben sind. Deshalb darf es auch nicht einfach nur eine Prämie geben, wenn bestimmte Kennzahlen erreicht wurden (zum Beispiel sinkende Reisekosten), sondern es muss die Maßnahme als solche nach ihrer Nützlichkeit beurteilt werden.

Fazit

Dass gute Ideen wegen persönlicher Animositäten innerhalb einer Abteilung oder aufgrund Konkurrenzdenkens zwischen Führungskraft und Mitarbeiter verhindert oder blockiert werden, können Sie vermeiden. Gestalten Sie dazu alle Ideenforen abteilungsübergreifend. Verbesserungsvorschläge sollten immer direkt an die Geschäftsführung oder ein Gremium außerhalb der Abteilung gehen. Andernfalls kann der oder die Vorgesetzte als "Filter" wirken.

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