VertriebswegMarkenhersteller übersehen Absatzchancen in Online-Shops

Markenhersteller können ihre Umsätze erheblich steigern, wenn sie ihre Produkte über Händler im Internet anbieten. Millionenschwere Umsatzsteigerungen haben Markenanbieter bereits auf diesem Weg realisiert. Denn mehr als zwei Drittel der Konsumenten bringen die renommierten Einkaufsmeilen von Ebay, Quelle und Otto mit einer großen Angebotsvielfalt in Verbindung.

Darüber hinaus winken den Markenherstellern Absatzchancen auf spezialisierten Plattformen. Beispiel Schlecker: Ende 2008 hatte sich die Besucherzahl des Nischenanbieters innerhalb eines halben Jahres um 83 Prozent erhöht. Das sind die Ergebnisse der repräsentativen novomind-Studie "Marktplatzsortimente".

Wie schlecker.de zeigt, bündeln spezialisierte Anbieter große Konsumentenzahlen. 85 Prozent der Online-Shopper identifizieren die Drogerie-Kette dabei als Anbieter für Gesundheitsartikel.

Versteckte Marktpotenziale wie diese sollten Markenhersteller aus der Gesundheitsbranche durch eine Einbindung in solche Nischenplattformen für sich nutzbar machen. Die Möglichkeiten, die sich dadurch für unterschiedlichste Anbieter von Markenware ergeben, zeigen sich teilweise in unerwarteten Segmenten. Beispiel Lebensmittel: Während Karstadt schon seit vielen Jahren in seinen Kaufhäusern ein großes Nahrungsmittelsortiment führt, rechnet nicht einmal jeder dritte Einkäufer damit, im Internet-Shop von karstadt.de Lebensmittel erwerben zu können.

Beim Drogerieunternehmen Schlecker zeigt sich dagegen ein überraschend anderes Bild. Jeder zweite Online-Kunde geht davon aus, dort seinen Warenkorb mit Fertiggerichten, Konserven oder Müsli reichlich bestücken zu können. Wie die Beispiele zeigen, lohnt sich für die Vertriebsabteilungen der Markenhersteller ein gesonderter Blick auf die Kundenwahrnehmung im Internet. Wer so dem virtuellen Kunden folgen kann, hat die Chance, neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen.

Neben der Auswahl eines möglichst passgenauen Marktplatzes bildet die technische Einbindung in die gewünschte Partnerplattform eine große Herausforderung für Markenhersteller. In der praktischen Umsetzung erfordert die Integration möglichst einfache Schnittstellen, um einen reibungslosen Abverkauf zu gewährleisten.

Zur Studie

Die Studie "Marktplatzsortimente - auf welchen Marktplätzen im Internet Markenhersteller die größten Umsatzpotenziale haben" stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die im Auftrag der novomind AG durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden nach diversen soziodemografischen Kennzahlen auf verschiedene Zielgruppen bezogen. An der Umfrage beteiligten sich 1.009 Online-Shopper. novomind bietet die komplette Studie für 75 Euro an.

[po; Quelle: novomind AG; Bild: Fotolia.com]

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