Web 2.0Skepsis bei der Generation 50+

Menschen über 50 Jahre suchen im Internet gezielt nach Informationen und "konsumieren" eher passiv. Neue, aktive Kommunikationsformen lehnen die meisten misstrauisch ab.

Die Generation 50+ reagiert zwar sehr interessiert, letzten Endes aber enttäuscht auf sogenannte Web-2.0-Applikationen. Sie stört vor allem, dass die Angebote nicht zielgerichtet verwendet werden können. Zudem werden Barrieren wie verpflichtende Anmeldungen kritisiert. Das wichtigste zentrale Internet-Nutzungsmotiv ist weiterhin die Informationsbeschaffung.

Übereinstimmend gehen die Befragten mit einem gezielten Anliegen online. "Einfach mal so", wie viele es auch von ihren Kindern kennen, halten die meisten für Zeitverschwendung. Das sind die Ergebnisse der vom Kölner Marktforschungsinstitut result in Kooperation mit der Agentur Licennium durchgeführten Web-2.0-Untersuchung.

Eine bewusste Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der zweiten Internet-Generation hat in der Generation 50+ bislang kaum stattgefunden. Vor allem die Kommunikationsmöglichkeit mit "fremden" Menschen aus aller Welt wird dabei von der Mehrheit eher misstrauischbeäugt. Man wertet insbesondere die - den meisten bekannte - Möglichkeit zu kommentieren als "Selbstdarstellung" ab.

Die Älteren stoßen zwar auf entsprechende Angebote bei der Informationssuche, bleiben aber, was die Studie Anfang 2007 ("Web 2.0" - Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten) den "passiv partizipierenden" Nutzer von Web-2.0-Angeboten genannt hatte. Institutsgründerin Sabine Haas betont:

"Die Gruppe der so genannten 'Kommunikatoren' ist bei der Generation 50+ deutlich unterrepräsentiert. Anders als bei jüngeren Generationen nutzen die über 50-Jährigen das Web in erster Linie als Informationsmedium, indem sie zielgerichtet Angebote nutzen."

Das Bewusstsein allerdings, ohne Internet nicht (mehr) am gesellschaftlichen Geschehen beteiligt zu sein, ist bei der Zielgruppe der Ab-50-Jährigen weit verbreitet.

dw; Quelle: presseportal; Bild:

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