WeihnachtsfeierAus der Sicht der Mitarbeiter kein Muss
Gemeinsames Plätzchen essen, abteilungsübergreifende Gespräche bei Kerzenlicht und anschließendes Ausklingen lassen in kleiner Runde: Die Weihnachtsfeier ist in vielen Unternehmen eine feste Institution, doch nicht unbedingt heiß geliebt.
So sind in Deutschland 70 Prozent der befragten Finanzmanager der Meinung, dass sie auf den gemeinsamen Jahresausklang verzichten könnten. Auch in Österreich und der Schweiz überwiegen die Feiermuffel. 65 Prozent der eidgenössischen und 64 Prozent der österreichischen Experten wären über eine Absage ihrer Feier nicht verärgert gewesen. Dies ist ein Ergebnis der Financial Directions Survey 2009 des Unternehmens Robert Half.
Ungeachtet der Feiermüdigkeit mancher Mitarbeiter gehört der gemeinsame Umtrunk zum Jahresende in vielen Unternehmen zum guten Ton. Auch in diesem Jahr richten 69 Prozent der deutschen Firmen ein Fest für ihre Mitarbeiter aus. Ein identisches Bild ergibt sich in Österreich und der Schweiz, wo nahezu drei Viertel der Unternehmen (73 Prozent in Österreich, 71 Prozent in der Schweiz) eine Weihnachtsfeier für ihre Angestellten organisieren.
„Viele Unternehmen organisieren jedes Jahr wieder eine Weihnachtsfeier, ohne zu hinterfragen, ob ihre Mitarbeiter tatsächlich Wert darauf legen“,
kommentiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, die Ergebnisse der Studie.
„Vor der Planung der nächsten Weihnachtsfeier wäre es deshalb ratsam, das Feedback der Angestellten einzuholen und unter Umständen einmal andere Teambuilding-Maßnahmen auszuprobieren. Eine gemeinsame Aktivität, die auch im Sommer stattfinden kann, hätte zudem den Vorteil, die meist vollen Terminkalender in der Adventszeit zu entlasten.“
Zur Studie
An der Studie haben über 1.400 Mitarbeiter aus dem Finanz- und Personalwesen in neun Ländern teilgenommen.
[po; Quelle: Robert Half; Bild: pressmaster - Fotolia.com]