WeihnachtsfeierDie perfekte Rede für Vorgesetzte

Zum Jahresabschluss oder zur Weihnachtsfeier fällt es manchen Vorgesetzten schwer, die passenden Worte zu finden oder eine spontane Rede zu halten. Mit diesen Tipps zur Weihnachtsrede finden Sie geeignete Themen und die Worte, mit denen Sie die Anwesenden erreichen.

Mit Worten bewegen

Gute Reden produzieren Kino im Kopf. Eine Rede ist gut, wenn die Belegschaft interessiert lauscht. Eine Rede ist sehr gut, wenn der Redner die Zuhörenden mit seinen Worten bewegt und sie in den Bann zieht. Wer fünf Minuten vor 100 Menschen spricht, bräuchte dazu in Einzelgesprächen einen ganzen Arbeitstag. Oder eine Menge Papier. Doch oft bestehen Reden aus Worten von der Stange, die das Herz der Anwesenden kaum erwärmen. Worte spüren, Bilder sehen, Botschaften schmecken: Zuhörende möchten bei einer Rede etwas erleben.

Die Grundstimmung der Rede

Die Weihnachtsfeier ist kein Meeting. Einheizer- und Motivationsreden sind fehl am Platz. Stimmungskiller sind auch unpersönliche Ansprachen. Sie verstärken die Distanz zwischen Unternehmensleitung und den Mitarbeitern. In der Weihnachtsrede gilt es, die Zusammengehörigkeit zu betonen, besinnliche und persönliche Töne anzuschlagen.

Nur Positives erwähnen und Höhepunkte des Jahres herauspicken

Die Weihnachtsansprache sollte positiv und gehaltvoll sein, schließlich feiert man im Kreise der Firma. Für Kritik an Mitarbeitenden, Kunden oder Lieferanten ist kein Platz. Allerdings: Eine schnöde Formulierung wie „schön, dass wir alle zusammen sind“, reißt niemand von den Sitzen.

Es hilft, zwei bis drei Höhepunkte des vergangenen Jahres herauszupicken, von denen keiner der Zuhörenden denkt, der oder die Vorgesetzte habe sie bemerkt. Das können zum Beispiel die vielen geleisteten Überstunden der Versandabteilung oder das gute Image des Serviceteams bei den Kunden sein.

Persönlich werden

In ihrer Weihnachtsansprache müssen Vorgesetzte über Dinge sprechen, die sie erlebt haben und die ihnen am Herzen liegen. Beispiel: Ein Verkäufer reagierte im Kundengespräch gerade dann besonnen und ruhig, als es im Hintergrund stressig zuging. Das Lob kommt gut an, wenn es in eine Ich-Botschaft verpackt wird.

Beispiel: „Ich sehe, Sie haben dieses Jahr alle mit viel persönlichem Einsatz gearbeitet.“ Oder: „Ich erlebe, dass die Firma bei den Kunden gut ankommt.“ Oder: „Meine Erfahrung zeigt, dass ...“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen ihre Vorgesetzten als Menschen erleben. Fehl am Platz sind deshalb PowerPoint-Präsentationen! Das einzig erlaubte Mittel bei der Weihnachtsrede ist die Sprache – am besten frei und nicht abgelesen.

Lob und Anerkennung für die geleistete Arbeit aussprechen

Haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im abgelaufenen Jahr eine umfangreiche Aufgabe bewältigt, wie etwa den Zusammenschluss von zwei Abteilungen oder die Zertifizierung des Betriebs, sollte dies auch erwähnt werden. Dafür eignet sich eine Situation, in die viele Beschäftigte involviert waren. Lob ist im Rückblick gut und wird gerne angenommen.

Wichtig ist aber auch der Ausblick in die Zukunft: Die Mitarbeitenden wollen wissen, wie es weitergeht. Ein idealer Zeitpunkt, um den Grundstein für neue Aufgaben oder zukünftige Projekte zu legen. Aber bitte kein Fachvortrag, keine Details und keine Verunsicherung durch vage Andeutungen.

Neue oder verdiente Mitarbeiter herausstellen

Gerade kleine Unternehmen sollten den Jahresrückblick nutzen, um einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorzuheben. Neue Mitarbeitende können kurz vorgestellt und willkommen geheißen werden. Die Verdienste von Kolleginnen und Kollegen, die Besonderes geleistet haben, können gewürdigt werden und langjährige Mitarbeitende können für ihre Treue beschenkt werden.

Redezeit kurz halten

10 bis 15 Minuten sollten als Redezeit ausreichen. Gibt es mehrere Geschäftsführer oder Vorstände, die sprechen wollen, sollte eine gemeinsame Rede angedacht werden, ähnlich einem Moderatorenteam, das sich die Bälle zuspielt.

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