Fachbeitrag3 Tipps, um Mikromanagement zu vermeiden

Das „Alles-über- meinen-Schreibtisch-Prinzip“ sorgt in einer VUCA-Welt, die zutiefst dynamisch agiert und immer wieder von disruptiven Veränderungen erschüttert wird, für Sand im Getriebe und in der Folge für erhebliche Kollateralschäden. Drei Tipps können helfen, Mikromanagement zu vermeiden.

Mikromanagement frisst nicht nur unfassbar viel (Führungs-)Zeit, die anders sinnvoller und gewinnbringender genutzt werden könnte. Mikromanagement ist zusätzlich eine der lähmendsten Führungseigenarten, denn es blockiert, stresst und demotiviert und hat daher erheblich negative Auswirkungen auf die Effizienz und Produktivität. Es ist daher dringend notwendig, Leadership von den Fesseln kontrollierender Führungs-Traditionen zu befreien. Agile Unternehmen benötigen einen Zugewinn an Freiheit – keine Einschränkung. Flexible Arbeitsumgebungen brauchen einen offenen Führungsrahmen für Gestaltung, Veränderung und Pioniergeist – kein Korsett. Innovative und kreative Teams brauchen keine veraltete (Führungs-)Normen. Was ihnen schadet, ist aufgezwungene Unmündigkeit.

Diese 3 Tipps können helfen, Mikromanagement zu vermeiden:

  1. Vertrauen aufbauen: Mikromanagement ist häufig eine Folge von Misstrauen – ent­weder den Mitarbeitenden oder den eigenen Führungs- und Delegationskompetenzen gegenüber. Misstrauen vergiftet nicht nur das Arbeitsklima, sondern hat auch noch einen weiteren negativen Aspekt: Je mehr Führungskräfte mikromanagen, umso weni­ger Verantwortung für Ergebnisse und Arbeitsprozesse landet da, wo sie landen sollte, nämlich bei den Mitarbeitenden. Die ents­cheidende Frage lautet hier also: Wo sind die Quellen des Misstrauens und was ist not­wendig dafür, dass sie versiegen können?

  2. Delegieren üben: Wer sich vom Mikromanagement entwöhnen möchte, sollte schauen, welchen Mitarbeitenden er oder sie so viel Vertrauen schenken kann, dass bestimmte operative Aufgaben delegiert werden können. Hierbei kann die 70%-Regel helfen. Wenn Sie im Wesentlichen glauben, dass die Person die delegierte Aufgabe zu mindestens 70% erfüllen kann, dann sollten Sie ihr die Verantwortung dafür übertragen.

  3. Fehlertolerant werden: Jedes Delegieren von Aufgaben ist potenziell fehleranfällig. Das ist systemimmanent, denn selten denken zwei Köpfe in die gleiche Richtung und führen die Aufgabe identisch aus. Das macht auch nichts, wenn eine gewisse Fehler­toleranz vorhanden ist. Um grobe Schnitzer zu vermeiden, kann eine weitsichtige Füh­rungskraft schon im Prozess des Delegierens auf mögliche Fallstricke und Fehlerquellen hinweisen. Sollten dennoch Fehler passieren, so sind die immer eine gute Möglichkeit, daraus zu lernen. Führungskräfte und Mitarbeitende profitieren von dieser Erfahrung gleichermaßen.

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