MeldungInternationaler Tag der Freundschaft - Der Wandel, Freund oder Feind?

Wie Gewinner sich mit den Hürden der Veränderung anFREUNDen

Des einen Freund, des anderen Feind? Wandel ist aus unserer komplexen Welt nicht wegzudenken. Und wie bei allem Neuen stehen manche der Veränderung positiv gegenüber, sehen das Neue, das kommen mag, als Freund. Andere wiederum erkennen den Feind darin, werten Wandel als das Böse, das Vorhandenes und Gekanntes wenn schon nicht über den Haufen wirft, dann doch zumindest ordentlich durcheinander bringt. Blicken wir tief und ehrlich in uns hinein, erkennen wir wahrscheinlich des Öfteren, dass es gar nicht so einfach ist, beim Wandel zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Der junge Chef, der auf einmal alteingesessene Strukturen aufweicht und alles so ganz anders macht als bisher. Der ein mühsames Umdenken und Umstrukturieren der Arbeitsabläufe verlangt? Oder digitale Meetings, die uns eine ganz neue Vorbereitung abverlangen. Wie schön waren doch die Gesprächsrunden von Angesicht zu Angesicht mit einer Tasse Kaffee nebenbei…
 
Wandel im Business ist keine One-Man-Show
Ohne eine Wertung über die „Alternativen“ abzugeben, machen uns doch diese beiden Beispiele deutlich, dass wir manchmal gar nicht so flexibel und fortschrittlich sind, wie wir vielleicht denken oder es zumindest gerne hätten. Damit der Wandel aber im Business Fahrt aufnimmt, müssen wir ihn als Freund anerkennen und lieben lernen. Nur so meistern wir die notwendigen Herausforderungen, Hürden und Veränderungen souverän. Aber: Die Geschäftswelt ist keine One-Man-Show – niemals gewinnt nur einer. Es gewinnt immer ein Team, ein Kollektiv, ein System.

Werteorientiert von 4.0 zu 5.0
Heute sprechen alle von der derzeit größten Herausforderung, der Digitalisierung 4.0. Doch was bringt 4.0 mit sich? Als logische Konsequenz fordert es zunächst ein Umdenken der gewohnten Strukturen – auch und gerade in der Führung der Mitarbeiter. Der Mensch wird als „Mensch 5.0“ auch weiterhin einen gewichtigen und entscheidenden Part in der digitalisierten, sich stets wandelnden Arbeitswelt einnehmen. Eine werteorientierte Führung, glückliche und begeisterte Mitarbeiter sind nicht nur Ziel, sondern Grundvoraussetzung für das Business von morgen. Wertschöpfung durch Wertschätzung oder Vertrauen statt Kontrolle lauten die Maximen der Zeit. Leider haben bisher nur wenige Unternehmen die neuen Umstände, hin zum Wandel als Freund, erkannt. Ein positives Beispiel gibt Bodo Jansen, Geschäftsführer von Upstalsboom, ab. Doch auch er musste erst die bittere Pille der Erkenntnis (bei ihm in Form einer Mitarbeiterbefragung) schlucken, ehe er zusammen mit seinen Mitarbeitern den heutigen Kurs „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ einschlagen konnte. Der neue Upstalsboom Weg leitete einen unternehmenskulturellen Paradigmenwechsel ein. Gemeinsam entwickelte sich eine Kultur der Authentizität, in der immer mehr Mitarbeiter im Unternehmen das leben können, was ihnen als Mensch wichtig ist, was ihnen Freude bereitet und wofür sie ein Talent haben. Jansens Motto heute: „Führung ist Dienstleistung, kein Privileg!“

Ängste nehmen, „Lust auf Abenteuer“ fördern
Nicht immer oder sogar eher selten sind Veränderungen leicht umzusetzen. Oftmals haben Mitarbeiter in Unternehmen Angst davor, vertraute Wege zu verlassen und sich auf etwas Neues einzulassen. Hilfreich ist es hier, ein Umfeld für kreative Ideen zu schaffen. Kommen Menschen mit „Lust auf Abenteuer“ zusammen, können sich Ideen erst einmal ohne Wertung entfalten, ist ein erster Schritt getan, um eine Veränderungskultur einzuführen. Allerdings braucht Neues immer auch Zeit. Deshalb ist es wichtig, das Durchhaltevermögen und den Kampfgeist zu pflegen – gemeinsam, freundschaftlich, im Team.

Drei Tipps, wie Wandel im Unternehmen als Freund begriffen wird:

  • Mehr Vertrauen schenken: Damit sich Mitarbeiter wohlfühlen und entsprechende Leistung erbringen, ist eine aufrichtige Anerkennungskultur notwendig. Auf das Können jedes Einzelnen und des gesamten Teams zu vertrauen, wertschätzend die Leistungen anzuerkennen, sorgt für Zufriedenheit und macht Lust, sich immer wieder aufs Neue einzubringen.
  • Sinn und Nutzen aufzeigen: Wer begründet, überzeugt. Manchmal ist nicht für alle Betroffenen auf den ersten Blick sichtbar, welchen Nutzen eine Veränderung mit sich bringen soll oder kann. Dadurch entstehen oft wertvolle Gespräche, die der gegenseitigen Erkenntnisfindung dienen und damit den Wandel auf eine neue Ebene heben.
  • Zukunft (frühzeitig) gemeinsam gestalten: Wer heute im Team Entscheidungen fällt, sich für Ideen anderer öffnet, schafft eine freund(schaft)liche Atmosphäre, die Wandel zulässt und sogar fördert. Wer Veränderungen überdies frühzeitig kommuniziert, verhindert ein Informationsloch, durch das sich Mitarbeiter übergangen oder abgespeist fühlen. Zukunft lässt sich effektiv nur gemeinsam gestalten – von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung ist Wandel gleich Teamwork, bei dem alle an einem Strang ziehen.


Wer Wandel im Business als Gemeinschaftsaufgabe sieht, ist bereits auf einem guten Weg. Freund oder Feind? Eine Frage, die sich dann oft gar nicht mehr stellt. Wer eine auf den Werten der Freundschaft – Ehrlichkeit, Offenheit, Zusammenhalt – basierende Kultur der Veränderung im Unternehmen schafft, gewinnt. Langfristig und nachhaltig.

» http://www.b-wirkt.de

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