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FachbeitragAktuelle Trends beim Sprachenlernen in Unternehmen

Wir sind online, immer und überall. Die zunehmende Nutzung des Internets sorgt für eine globale Vernetzung und beeinflusst den Alltag und das Berufsleben zunehmend. Diese Entwicklung macht auch vor dem Lernen von Fremdsprachen nicht halt. Big Data-Analysen, mobile Lernangebote und spezielle Games verändern die Art und Weise, wie, wo und wann wir uns fremde Sprachen aneignen. Zudem wird der Markt heute stark von den Themen Individualität und Standardisierung beeinflusst. Wer in die Fremdsprachenkompetenz seiner Mitarbeiter investieren möchte, sollte folgende aktuelle Entwicklungen und Trends kennen.

1. Learning Analytics: Zur Auswertung von Sprachkursen reichen simple quantitative Angaben wie „X Mitarbeiter haben teilgenommen“ oder „Y Teilnehmer haben den Kurs erfolgreich absolviert“ längst nicht mehr aus. Wer seinen Mitarbeitern Sprachkurse anbietet, erwartet konkrete Angaben zum Return on Investment. Der Anspruch an Anbieter von Sprachprogrammen wächst zunehmend; Learning Analytics sollen so umfassend und ausgeklügelt sein wie das Training selbst, um sowohl den individuellen Lernfortschritt einzelner Teilnehmer aufzeigen als auch Rückschlüsse auf spezifische Gruppen zulassen zu können.

2. Mobile Learning: Haben Sie schon einmal versucht, einen festen Zeitpunkt und Ort für einen Gruppen-Sprachkurs innerhalb eines Unternehmens festzulegen? Veränderte Arbeitsgewohnheiten verwandeln diese scheinbar einfache Aufgabe in eine mission impossible. Einen Lösungsansatz bietet jedoch das Konzept des mobilen Lernens. Inhalte, die von überall abgerufen werden können, z. B. im Büro, im Homeoffice oder im Zug, können von jedem Teilnehmer problemlos in den Arbeitsalltag integriert werden. Einer Studie des Online-Magazins Towards Maturity zufolge bieten bereits zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Unternehmen eine Art von mobilem Lernen an.

3. Gamification: Als einer der größten Lerntrends hat sich in den letzten zehn Jahren die sogenannte „Gamification“ etabliert, die dem Lernenden eine Fremdsprache auf spielerische Art und Weise vermitteln will. Auch wenn sich viele Unternehmen in der Vergangenheit im Hinblick auf das spielende Lernen skeptisch gezeigt haben, gewinnt dieser Trend derzeit stark an Zuspruch. Wird Lernstoff mit spielenden Elementen verknüpft, erfolgt das Lernen mit größerer Leichtigkeit. Dies kann sich vorteilhaft auf den Lernerfolg auswirken. Einige große Unternehmen nutzen diesen positiven Effekt bereits für sich – und andere werden mit großer Sicherheit nachziehen.

4. Bite-sized Learning: In seinem Buch „The Ultimate Guide to Excellent Teaching and Training“ spricht der Autor Dr. Jeffrey C. Fox sich dafür aus, in kleinen Einheiten von wenigen Minuten pro Tag zu lernen. Er zählt damit zu den Verfechtern der These, dass Arbeitnehmer nur rund ein Prozent ihrer wöchentlichen Arbeitszeit dem Thema Weiterbildung widmen können. Bei einer 40-Stunden-Woche lassen sich so schon mit einem Lernaufwand von weniger als 30 Minuten nennenswerte Erfolge erzielen. Mit dem Bite-sized Learning werden kleine Einheiten tatsächlich abgeschlossen, was einerseits die Motivation erhöht und andererseits die Lernenden ihrem Ziel Schritt für Schritt näherbringt.

5. Individualisierung: Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Computertechnologien sorgt dafür, dass Lernsysteme immer ausgeklügelter und differenzierter werden. Lernende haben daher bereits eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt: Sie wünschen sich ein Angebot, das exakt an ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Zielvorgaben angepasst ist. Das Stichwort lautet „Customizing“. Individualisierte E-Learning-Angebote sollen das Sprachvermögen und den Fortschritt des Lernenden evaluieren, den Lernweg sowie die Zielsetzung dynamisch anpassen und Bewertungen erstellen.

6. Standardisierung: Neben all den Differenzierungsmöglichkeiten, die Big Data-Analysen und Co. bieten, wird ein Punkt die Zukunft des E-Learning maßgeblich beeinflussen: die problemlose Implementierung von Software in Learning Management-Systeme. Mit Hilfe dieser Plattformen können alle Lernenden eines Unternehmens einfach auf ein Lernprogramm zugreifen. Die damit verbundenen Prozesse lassen sich so noch effizienter gestalten.

7. Vernetzung mit Muttersprachlern: In Zeiten des Internets sind wir nur einen Mausklick von anderen Ländern, Kulturen und Sprachen entfernt. Über PCs oder mobile Endgeräte können wir immer und überall mit anderen Menschen in Kontakt treten. Eine Entwicklung, die das Sprachenlernen schon jetzt gravierend verändert. Über das Internet treten Muttersprachler und Lernende direkt in Kontakt. Spezielle Online-Tutorials, Chats oder Videokonferenzen bilden die idealen Voraussetzungen, um die Aussprache durch Wiederholungen und unmittelbares Feedback zu üben oder Konversationen zu führen.

Über die Autorin
Sabine Schnorr, Director Central Europe

Rosetta Stone ist weltweit einer der führenden Anbieter moderner webbasierter Sprachlernprogramme. In über 150 Ländern lernen Menschen mit Rosetta Stone eine oder mehrere von über 20 angebotenen Sprachen.

Mit CATALYST hat Rosetta Stone eine vielseitige Lernplattform entwickelt, die die aktuellsten Branchentrends in einer Lösung vereint. Unternehmen können ihren Mitarbeitern an verschiedenen Standorten Zugang zu individualisierten Lernmöglichkeiten und verschiedenen Arten des Trainings bieten. Dabei werden nicht nur der Kenntnisstand des Lernenden, sondern auch berufliche oder persönliche Präferenzen berücksichtigt. Nach einer Einstufung jedes Mitarbeiters gemäß des CEFR, werden branchenspezifische und speziell auf den beruflichen Alltag ausgerichtete Inhalte ausgewählt und dann in individualisierten Lernpfaden vermittelt. In Online-Tutorings können Mitarbeiter ganz flexibel in Einzel- oder Gruppentrainings mit muttersprachlichen Tutoren ihre Kenntnisse vertiefen.
Verschiedene Übungsformen, die das Lesen, Schreiben und auch das Hörverständnis trainieren, können dabei am PC aber teils auch mit dem Smartphone oder Tablet bearbeitet werden. Lernen ist so immer und überall möglich. Mit einfachen Reporting-Tools kann die Effizienz einer Trainingsmaßnahme innerhalb verschiedener Teams, Regionen und Lernsprachen gemessen werden.

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