FachbeitragAnti-Ärger-Training

Ein Wolkenbruch mit Gewitter, Blitz, Donner und Platzregen – danach ist die Welt wie frischgewaschen, die Luft ist rein und üble Gerüche sind verschwunden. Ein Ärgerausbruch mit Wut, Gebrüll und Tränen hingegen funktioniert selten so gut – danach gibt es verletzte Gefühle, kaputte Kaffeetassen oder Tastaturen und viele Gerüchte auf dem Flur. Überdies löst sich ein Gewitter in meterologisches Schönwetter auf, ein stinkwütender Kollege oder eine solche Kollegin bleibt. Ein Grund mehr, sich das Ärgern abzugewöhnen.

Ein Wolkenbruch mit Gewitter, Blitz, Donner und Platzregen – danach ist die Welt wie frischgewaschen, die Luft ist rein und üble Gerüche sind verschwunden. Ein Ärgerausbruch mit Wut, Gebrüll und Tränen hingegen funktioniert selten so gut – danach gibt es verletzte Gefühle, kaputte Kaffeetassen oder Tastaturen und viele Gerüchte auf dem Flur. Überdies löst sich ein Gewitter in meterologisches Schönwetter auf, ein stinkwütender Kollege oder eine solche Kollegin bleibt. Ein Grund mehr, sich das Ärgern abzugewöhnen.

  • Ein Bildschirmschoner mit erfreulichen Naturbildern
  • Angemessene Bilder der letzten Reise
  • die Collage des eigenen Lebenstraumes an der Wand

dies sind nur drei Vorschläge, die automatisch und jederzeit ein Lächeln ins eigene Gesicht zaubern und kommenden Ärger sofort vertreiben. Das Anschauen der Bilder verändert die Bedeutsamkeit des Geschehens, nimmt den Äußerungen der Kollegen die Wichtigkeit und schrumpft eine neue Arbeitsaufgabe auf normales Maß. Darüber hinaus bewirkt ein Lächeln, dass auch jeder noch so grantige Kollege merkt: Den bzw. die kann man gar nicht ärgern!

Sich selbst im stressigen Arbeitsalltag zu manipulieren, vor Gefühlsausbrüchen zu schützen und auf Ärgerattacken gar nicht erst reinzufallen, gelingt mit einer Liste der persönlichen Aufmunterungsmomente. Wirksam werden sie erst dann, wenn sie bewusst und sichtbar sind.

 TIPP: Legen Sie eine Liste an, auf der alle Ereignisse, Gewohnheiten und Verhaltensweisen verzeichnet sind, die Ihnen Freude machen und Sie aufmuntern. Je länger diese Liste, desto besser. Überlegen Sie, welches Element welche Wirkung hat, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt oder ob etwas vorbereitet werden muss. Geben Sie den Stichworten auf Ihrer Liste Prioritäten, die im    Arbeitsalltag gut funktionieren. Eine Kopie Ihrer Liste sollten Sie am Arbeitsplatz deponieren und beim ersten Anflug von Unmut aus der Schublade ziehen und sofort das tun, was am besten geeignet ist.

Wer gute Laune hat und diese nach außen zeigen kann, wird gute Gespräche führen und positive Rückmeldungen erhalten. Dies wiederum stärkt die gute Laune. Ein Arbeitsalltag, der Freude macht, verzeichnet positive Ergebnisse und verläuft effizient, denn positive Stimmung ist ein guter Motor. Ausnahme bilden die Tage, an denen gar nichts geht.

  • Miserable Tagesform
  • Unwohlsein
  • mangelnde Motivation

dies sind „normale“ Ereignisse im Leben. Die Kunst besteht darin, sich dadurch nicht noch tiefer in eine Spirale aus Ärger, Selbstmitleid oder Traurigkeit zu begeben. Vermutlich wird die Aufmunterungsliste in diesem Fall auch nicht reichen, denn die schlechte Stimmung war schon vorher da. Hier helfen Ziele – für den Tag, bis zur Mittagspause, bis zum Feierabend.

  • Kurz-
  • mittel-
  • langfristig

dies ist ein Kriterium für Ziele. Um sich aus einem Tagestief herauszuhelfen, ist eine Mischung vorteilhaft; in jedem Fall gehört ein langfristiges für den Feierabend dazu, denn es hilft dabei, den Tag überhaupt zu schaffen. Kreatives Denken ist gefragt: Welche Aktivität nach Feierabend ist so toll, dass es lohnt, sich dafür anzustrengen? Für die einen ist es ein ausgiebiger Shopping-Bummel, für die anderen ein mindestens 7 km langer Waldlauf, für die nächsten die heiße Badewanne mit einem Glas Wein oder der Kinobesuch mit der besten Freundin.

Parallel dazu sind kleine Ziele mit wenig Aufwand nötig, die das Denken beeinflussen und über den Tag zu erreichen sind. Dies könnten sein: der Kollegin in der Zentrale endlich die Postkarte zu zeigen, die schon seit Tagen an der Wand hängt, mindestens fünf Kollegen eine nette E-Mail mit einen freundlichen Bild zu schicken, in der Mittagspause den Geschirrspüler auszuräumen oder den Aktenvernichter auszuleeren und den Sack in den Keller zu tragen. All diese Ziele werden auf einer Liste notiert, neben dem Computer platziert. Bis zu einer bestimmten Uhrzeit müssen diese Ziele erledigt sein, das ist Pflicht. Ist dies geschehen, dokumentiert ein Haken hinter dem Ziel den Erfolg. Einen Tag zu erleben, der Erfolge sichtbar macht, verbessert die Laune schon einmal erheblich. Gespräche mit netten Menschen zu führen, funktioniert ebenso, denn es verschafft nicht nur eine Pause im Arbeitsablauf, sondern muntert auf, gibt neue Impulse und positive Rückmeldungen. Wer anderen eine freundliche Mail schickt, um gute Laune zu verbreiten, bekommt ein Dankeschön zurück – auch hier werden positive Energien freigesetzt. Kombiniert mit den Häkchen auf der Erfolgsliste, hat die schlechte Stimmung wenig Raum, sich auszubreiten und Ärger zu verbreiten.

Wer auf andere stets wie der strahlende Sonnenschein wirkt, gewinnt Freunde und auch Neider. Wer keinen Sonnenschein mag und lieber das Gewitter mit Donner, Krach und Wolkenbruch sein möchte, darf auch das: allein, im geschützten Raum und ohne Schaden anzurichten. Nach einem solchen Ausbruch von Ärger, Wut und Zorn scheint die Sonne, die Welt ist wie frischgewaschen, die Luft ist rein und üble Gerüche sind verschwunden.

(https://www.kitzmann.biz/seminare/seminaruebersicht/persoenlichkeitsentwicklung/anti-aergertraining/)

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