FachbeitragEntscheidungsfindung und Problemlösekompetenz

Die Welt bewegt sich nicht, wenn es keine Entscheidungen gibt. Eine Aufgabe wird nicht gelöst, wenn nicht jemand sagt, wo es langgeht. Wer Entscheidungen trifft, übernimmt Verantwortung. Wer den Unterschied zwischen Ratio und Emotion dabei berücksichtigt, tut das Richtige. Er denkt nicht nach.

Die Welt bewegt sich nicht, wenn es keine Entscheidungen gibt. Eine Aufgabe wird nicht gelöst, wenn nicht jemand sagt, wo es langgeht. Wer Entscheidungen trifft, übernimmt Verantwortung. Wer den Unterschied zwischen Ratio und Emotion dabei berücksichtigt, tut das Richtige. Er denkt nicht nach.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse, ein Realititässzenario, eine Liste aller Fakten – die Bandbreite der strategischen Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung ist groß. Und es ist wichtig, sich mit einer eingehenden Betrachtung zu beschäftigen, weil dies in Gang bringt, was wesentlich ist für die Entscheidungsfindung: die Intuition.

  • Gefühl
  • Intuition

  • Ahnung

 Diese Begriffe sind im Arbeitsleben verpönt, weil sie suggieren, dass jemand nicht nachgedacht hat, keine Berechnungen angestellt hat und seine Entscheidungen nicht fundiert sind. Das Problem bei so genannten Bauchentscheidungen ist der Glaube, dass nichts dahinter steht. Dabei werden Bauchentscheidungen vom wichtigsten Element überhaupt getragen: der Überzeugung.

Selbstverständlich lässt sich ein Problem in alle Faktoren aufgliedern, die denkbar sind. Es lassen sich Bewertungskriterien entwickeln, nach denen zu entscheiden ist. Consider all facts, Plus-Minus-Interesse, Entscheidungsmatrix – Verfahren gibt es viele, die einen Rahmen stellen, in dem alle Fakten gesammelt und entsprechend bedacht werden. Zum Einen zwingt ein solcher rationaler Rahmen dazu, ein Problem zu durchdenken, Ursachen, Folgen und zukünftige Faktoren zu betrachten und dementsprechend eine Herangehensweise zu planen. Zum Anderen ersetzt ein solcher Rahmen nicht die Entscheidung, denn die gesammelten Fakten müssen auch verstanden werden.

Erlaubt ein Entscheidungsrahmen auch diffuse Argumente, die nicht berechnet oder bewertet werden können, schleichen sich auf diesem Weg emotionale Fakten in die Analyse ein. Gerade im Blick auf die Zukunft können Faktoren nicht beziffert werden, denn inwieweit eine Produktentscheidung das Wohlwollen der Kunden oder die Begeisterung der Zielgruppe trifft, kann nicht vorausgesagt werden. Hier entscheidet die Überzeugung der Akteure das Handeln: Glauben sie an Ihr Produkt, dann kann es funktionieren. Haben sie eher Bedenken, ist davon Abstand zu nehmen, denn es fehlt der Durchhaltewillen. Dieses Bauchgefühl zum maßgeblichen Entscheidungskriterium zu machen, ist nur bei persönlicher Affinität möglich. Gäbe es in mancherlei Hinsicht mehr persönliche Affinität von Beteiligten, ließen sich Entscheidungen mit viel Herzblut und Begeisterung umsetzen.

TIPP: Fragen Sie als Vorgesetzte doch Ihr Team, wie es den Auftrag gerne strukturieren würde. Sobald einzelnen klar wird, dass es „ihr“ Auftrag ist, der genauso daherkommt, wie sie es gerne hätten, werden sie Engagement und Motivation einfließen lassen. Dies beflügelt die Zusammenarbeit. Es könnte sogar zu Spaß und Hingabe führen.

Wer sich als Vorgesetzter von der Verpflichtung trennt, eine Entscheidung treffen zu müssen, muss loslassen. Hier wird Verantwortung abgegeben, die Kontrolle findet nicht mehr statt. Für Perfektionisten und Machtmenschen eine unlösbare Aufgabe. Für Teams und Angestellte, die ihren Beruf mögen, eine hervorragende Maßnahme! Plötzlich lassen sich eigene Ideen einbringen und umsetzen. Plötzlich ist es möglich, eigene Wege vorzuschlagen und Wagnisse einzugehen.

  • Kreativität

  • Miteinander

  • gegenseitige Verantwortung

werden zu neuen Faktoren in Teams und Abteilungen. Gemeinsam einen Dienstplan aushandeln, in dem nichts mehr vorgegeben ist außer der eigenen Aufgabe und wöchentlichen Arbeitszeit; gemeinsam ein Projekt planen und Meilensteine bestimmen, die zuvor immer von anderen gesetzt wurden – Entscheidungen delegieren, erzeugt viel Bewegung. Vorgesetzte, die lediglich den Rahmen mit wenigen Eckpunkten bestimmen, haben sich mühselige Planungsarbeit gespart, müssen manche Diskussion nicht mehr führen, manche Bitten nicht mehr vortragen. Das erledigt sich von allein; entweder durch Gewohnheit oder in einer kreativen Auseinandersetzung der Beteiligten. Entscheidungen werden im Gespräch getroffen und können überzeugen. Beharrlichkeit, Sorgfalt und Durchsetzungswille sind inklusive.

(https://www.kitzmann.biz/seminare/seminaruebersicht/arbeitstechniken-und-organisation/entscheidungsfindung-und-problemloesungskompetenz/)

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