FachbeitragFührungstraining für Nachwuchskräfte und Meister

Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt in hohem Maße von der Qualifikation der Mitarbeiter ab. Im Seminar werden die wichtigsten Führungstechniken für Nachwuchsführungskräfte und Meister praxisgerecht vermittelt. Eine Vielzahl von Beispielen und Fallstudien ermöglicht einen intensiven Lernprozess.

„Der könnte glatt mein Enkel sein! Und der will mir was sagen?“ Wenn ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor ihren jungen Führungskräften stehen, ist das eigentliche Verhältnis der Generationen auf den Kopf gestellt. Sollte sich das Miteinander nicht ebenfalls auf den Kopf stellen, brauchen junge Nachwuchskräfte gute kommunikative Fertigkeiten, um den vermeintlichen „Opa“ und die „Oma“ nicht vor den Kopf zu stoßen.

Wer eine langjährige Berufserfahrung hat, weiß vieles, was sich weder aus Büchern noch in einem Studium lernen lässt. Da älteren Menschen generell eine Lebensweisheit unterstellt wird, gilt dies auch im Berufsleben: Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Auf der anderen Seite ist vieles von dem, was früher galt, inzwischen veraltet und durch neue Technologien abgelöst. Möglich, dass noch ein Fitzelchen Gutes in der Erfahrung drinsteckt, aber eigentlich ist veraltetes Wissen nicht zu gebrauchen. Zwischen diesen beiden Polen müssen junge Führungskräfte vermitteln und das in einer Art und Weise, die weder entwertet noch frustriert. Dies bedeutet in erster Linie, den eigenen Tatendrang zu zügeln und die Vorsicht walten zu lassen.

            TIPP: Alle Menschen haben ihre kognitiven Verzerrungen, d. h. sie gehen von dem aus, was sie wissen. Dazu gehört die Erwartung, dass alle anderen dasselbe Wissen haben. Zudem kommen sie selten auf die Idee, dass andere mehr wissen könnten oder die Dinge ganz anders betrachten.  Werden Sie sich dieser Tatsachen bewusst und stellen Sie sicher, was andere wissen und was  erwünscht ist. Fragen Sie nach, wie andere die Dinge betrachten und was sie als sinnvoll erachten. Erst dann können Sie einschätzen, ob Sie mit Ihrem Wissen tatsächlich auf der richtigen Fährte sind.

Ebenso schwierig ist es für junge Nachwuchskräfte, die Möglichkeiten älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzuschätzen. Da im Berufsalltag in der Regel „nur“ der Berufsmensch gesehen wird, geraten familiäre Verpflichtungen schnell aus dem Blick. Hier sind junge Vorgesetzte gut beraten, sich Lebensabschnitte vor Augen zu führen.

•          Kinderbetreuung

•          Pflege von Angehörigen

sind Herausforderungen im Leben vieler Berufstätigen. Während diese Themen in der Vergangenheit meist den weiblichen Angestellten zugeschrieben wurden, ändert sich das Bild. Auch Väter wollen Elternzeit in Anspruch nehmen und alle Söhne haben Eltern, die pflegebedürftig werden können. Welche Lösung auch immer gefunden werden kann, das Thema bleibt nicht außerhalb des Unternehmens. Familiäre Herausforderungen belasten die Psyche, was wiederum die Arbeitsleistung beeinträchtigt. Auch Trennungen und Scheidungen sind schwierige Themen, mit denen sich Beschäftigte auseinandersetzen müssen. Nicht immer lässt sich diese emotionale Auseinandersetzung in die arbeitsfreie Zeit verschieben.

Sind ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu führen, ist auch die Gesundheit ein wichtiger Bereich. Die psychischen Erkrankungen sind heutzutage die dritthäufigste Diagnose bei Krankschreibungen, ihre Zahl hat sich in den letzten 40 Jahren verfünffacht. Darüber hinaus steigt die Zahl der Krankheitstage bei  psychischen Erkrankungen um das Dreifache. Da es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen  Berufstätigkeit und psychischen Erkrankungen gibt, ist gerade in Teams mit älteren Personen auf ein gesunderhaltendes Arbeitsklima zu achten.

•          Stressminderung

•          Achtsamkeit

•          wertschätzender Umgang

sind wertvolle Anhaltspunkte, um ein Arbeitsklima aus Sicht der Beschäftigten zu prüfen. Junge, leistungsfähige und „hungrige“ Führungskräfte brauchen viel Fingerspitzengefühl, um sich auf die Mitglieder in einem Team einzulassen, sie einzubinden und so zu behandeln, dass ihnen zugehört und sie ernst genommen werden. Nur dann entwickelt sich ein gutes Verhältnis zwischen Jung und Alt.

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