FachbeitragNLP - kreativ und erfolgreich kommunizieren

Hört man Kindern auf Spielplätzen zu, lässt sich schnell herausfinden, wie deren Eltern ticken. Im Gegensatz zu Erwachsenen kopieren kleine Kinder das Verhalten und die dazugehörigen Worte ihrer Bezugspersonen und testen dies an ihrer Umwelt.

Hört man Kindern auf Spielplätzen zu, lässt sich schnell herausfinden, wie deren Eltern ticken. Im Gegensatz zu Erwachsenen kopieren kleine Kinder das Verhalten und die dazugehörigen Worte ihrer Bezugspersonen und testen dies an ihrer Umwelt. Damit machen sie Erfahrungen und konstruieren so nach und nach ihre eigene Welt. Kinder sind optimale Anwender des Neuro Linguistischen Programmierens, ohne es zu wissen. Sind aus ihnen Erwachsene geworden, halten sie NLP für Hexenwerk. Dabei steckt in dieser Methode viel Potenzial, die eigene Kommunikation und das Verhalten zu verändern.

Gewählte Worte und Sätze konstruieren die tägliche Welt, das eigene Wohlbefinden und die Zukunft. Wer mit dem eigenen Berufs- und Privatleben zufrieden ist, wird zustimmen: Das Leben ist schön und es macht Spaß. Wer dies nicht so sieht, kann die eigene Kommunikation überprüfen:

  • Ist das Glas immer halb voll oder halb leer?

  • Ist schon vor Beginn einer Aktion klar, dass sie nicht funktioniert?
  • Welche Formulierung bringt das Fass zum Überlaufen?

Um sich mittels NLP mit dem eigenen Erleben auseinanderzusetzen, ist eine Ortsbestimmung von Nöten. Was bzw. wer ist das Ziel? Welche Personen sind erfolgreich, wie verhalten sie sich, was an ihnen ist anders? Ein Studium derer, die als Vorbilder gelten, ist Arbeit. Es bedeutet genaues Hinschauen, Wahrnehmen, Verinnerlichen. Dann die Frage: Wie kann ich es umsetzen?

TIPP: Fangen Sie klein an und probieren Sie nicht alles auf einmal. Wer anfängt, seine Worte zu verändern, erntet bereits erste Erfolge, indem die Gesprächspartner auf einmal anders reagieren als sonst. Dies ist der Anfang für andere Gespräche, andere Inhalte, andere Ergebnisse.

Eine erfolgreiche Gesprächsführung mittels NLP nutzt neben der gezielten Setzung von Worten auch die Steuerung der Inhalte, die Gestaltung von Atmosphäre und die Sicherung von Ergebnissen. Grundlage für all dies ist der Mensch mit seinen Sinnen:

  • auditiv – dem Hören
  • visuell – dem Sehen
  • kinästhetisch – dem Fühlen
  • gustatorisch – dem Schmecken
  • olfaktorisch – dem Riechen

Um eine positive Atmosphäre in Räumen zu schaffen, braucht es keine besondere Wandfarbe. Duftende Pflanzen, ein Zimmerspringbrunnen, eine laufende Kaffeemaschine, ein besonderer Sessel – all dies sind Elemente, die gezielt eingesetzt werden können. Auch wenn nicht bewusst darüber gesprochen wird, speichert das Gehirn die Elemente, die die Gesprächssituation sinnlich umrahmt haben. Kommt es zu einer Wiederholung der Situation in eben demselben Zimmer, ist die Atmosphäre wieder da, auch wenn das Plätschern gerade fehlt, die Pflanze verblüht ist, der Kaffee gerade nicht durchläuft. Unter Umständen wird das Fehlende nun auch zum Thema, womit klar ist, dass sinnliche Eindrücke ankommen.

In dem Moment, wo besondere Aktionen eingesetzt werden, werden sie zu Ankern. In der Gesprächsführung ist dies eine Methode, um bei wiederkehrenden Zusammenkünften an bereits Vereinbartes zu erinnern oder sich diesen Vorsprung zu sichern. Wurde in einem schwierigen Mitarbeitergespräch vereinbart, sich in Zukunft an eine gewisse Vorgabe zu halten, kann diese Vorgabe mittels einer davon völlig getrennten Aktion verankert werden. Dies geschieht z. B. dadurch, dass dem Mitarbeiter just zum Zeitpunkt dieser Abmachung eine besondere Kleinigkeit angeboten wird, die nicht üblich ist („Möchten Sie vielleicht jetzt ein Wasser?“). Stellt die Führungskraft fest, dass die Vorgabe nicht eingehalten wird, kann bei einem nächsten Gespräch mit dem Angebot eines Mineralwassers schon deutlich gemacht werden, worum es geht. Jedes Mineralwasser, das im Unternehmen immer eine besondere Kleinigkeit sein muss, wird diesen Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin an die einzuhaltende Vorgabe erinnern.

TIPP: Wollen Sie sich selbst einen Anker bauen, um Ihr Verhalten zu verändern? Dann konstruieren  Sie aus dem Vorteil, den Ihre Verhaltensänderung bringen wird, einen Gegenstand oder ein Bild, das     Platz auf Ihrem Schreibtisch findet. Mit jedem Blick oder jeder Berührung flammt der Vorteil in Ihnen  auf und Sie erinnern sich: Das ist mein Ziel, also muss ich mich anders verhalten!

  • Rapport
  • Pacing
  • Leading

lauten die drei Begriffe, die eine NLP gesteuerte Kommunikation charakterisieren. Rapport ist das Herstellen eines Kontaktes zum Gegenüber, Pacing meint das Spiegeln des Gegenübers durch Aufnehmen der gemachten Gesten, der Mimik, der gebrauchten Worte. Diese „Nachahmfunktion“ wird im Gehirn durch vorhandene Spiegelneuronen erleichtert, so dass vielfach automatisch ein Spiegeln des Gegenübers passiert. Im NLP ist dies Absicht und bewusst gesteuert, denn ist das Gefühl der Zusammengehörigkeit erst einmal hergestellt, lässt sich das Gegenüber rascher überzeugen, beeinflussen und lenken (= leading). Klingt dies in der Theorie erst einmal wie Gehirnwäsche oder Hexenwerk, so wird auf jeder Messe und in jedem Verkaufsbüro damit gearbeitet. Kunden gehen immer mit dem gutem Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sprechen Sie anschließend begeistert über ihre Entscheidung, sind sie wieder Kinder, die dem folgen, was Erwachsene ihnen beigebracht haben.


» Imagefilm - Management-Institut Dr. A. Kitzmann

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