VeranstaltungRhetorik- Tipps für eine gelungene Kommunikation mit Hilfe von rhetorischen Stilmitteln

„Wenn einer spricht, müssen die andern zuhören - das ist deine Gelegenheit. Mißbrauche sie.“ So haben sich schon viele Zuhörerinnen und Zuhörer missbraucht gefühlt, wenn Vorträge und Präsentationen langweilig, trocken oder viel zu schwer waren. Sie mussten sitzen und zuhören. Hätten die Redner von heute diesen Tipp von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1930 verstanden, wäre das nicht passiert.

„Wenn einer spricht, müssen die andern zuhören - das ist deine Gelegenheit. Mißbrauche sie.“ So haben sich schon viele Zuhörerinnen und Zuhörer missbraucht gefühlt, wenn Vorträge und Präsentationen langweilig, trocken oder viel zu schwer waren. Sie mussten sitzen und zuhören. Hätten die Redner von heute diesen Tipp von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1930 verstanden, wäre das nicht passiert.

„Tatsachen, oder Appell an das Gefühl. Schleuder oder Harfe. Ein Redner sei kein Lexikon. Das haben die Leute zu Hause.“ heißt es bei den „Ratschlägen für einen guten Redner“ von Tucholsky und das ist das, was führende Politiker, charmante Rednerinnen in Veranstaltungen oder auch ein Brautvater heute noch können. Wer es von Natur aus nicht kann, kann es lernen. 

•                     Ein Konzept,

•                     rhetorische Stilmittel,

•                     Stimmtraining

sind die unverzichtbaren Elemente, die ein Redner oder eine Rednerin brauchen, um zu überzeugen. Wesentlich ist die Frage: Was müssen meine Zuhörerinnen und Zuhörer wissen und warum? Ist auf diese  Frage eine Antwort gefunden, ist die Zielrichtung der Rede klar.

Um Fakten zu transportieren, müssen sie einerseits glaubhaft sein und andererseits so aufbereitet, dass sie im Kopf bleiben. Das Kurzzeitgedächtnis verarbeitet zwischen 5 bis 9 Fakten in einer Präsentation, jedoch müssen sie so sein, dass sie identifizierbar, erinnerbar und eindrücklich sind. Dies gelingt am besten, wenn sie rhetorisch und emotional aufbereitet werden.

•                     Wiederholung: „I have a dream.“

•                     Personalisierung: „Yes, we can!“

•                     Emotionalisierung: „Being the richest man in the cemetery doesn't matter to me “

Die Sammlung der rhetorischen Mittel ist überaus groß. Sich ausgiebig damit zu beschäftigten, lohnt, als dass sich für jede und jeden ein geeignetes Instrument finden lässt. Wer gern Anleihen bei Persönlichkeiten macht, findet Zitate, die zu vielen Situationen passen. Wer Dinge prägnant auf den Punkt bringen möchte, kann sich durch Sprichworte bereichern, die wiederum gut im Kopf bleiben. Um Zuhörer zu unterhalten, sind Überraschungen ein probates Mittel:

•                     Über- oder Untertreibungen

•                     Gegensätze

•                     Vergleiche

spornen die Phantasie der Zuhörenden an und lassen sie eine Tatsache weiterdenken. Ob dies in die gewünschte Richtung des Redners oder der Rednerin geht oder in eine andere, entscheidet derjenige, der spricht.

Mit der Stimme als Instrument werden Emotionen und Meinungen lebendig. Wo liegt eine Betonung, was wird akzentuiert gesprochen und wie laut bzw. leise ist die Stimme? Besonderes Element einer Stimme ist ihr Schweigen.

 TIPP: Sie wollen, dass Ihre Zuhörer auf jeden Fall zuhören und den Höhepunkt nicht verpassen? Sie wollen Spannung aufbauen? Sie wollen Aufmerksamkeit? Pausen bzw. das Nicht-Reden sind dabei  sehr geeignet. Diese Momente sollten überlegt und strategisch geplant sein. Vor allen Dingen: Als Redner müssen Sie nicht nur die Stille, sondern auch die fragenden Blicke oder angespanntes Stirnrunzeln aushalten können!

Bei allen rhetorischen Figuren, Fakten und strategischen Mitteln gilt: nichts übertreiben. Ein Publikum, auch das Team im Unternehmen, ist nicht dumm und lässt sich ungern veralbern. Während bei einer öffentlichen Aufführung noch gebuht und gepfiffen wird, wird im Unternehmen oder im Familienkreis betreten geschwiegen, höflich geklatscht oder peinlich gelächelt. Man geht schnell auseinander und versucht diese Rede so schnell wie möglich zu vergessen. Auch deshalb fühlt sich ein Publikum bei einer Präsentation so missbraucht – es gibt ja kein Weglaufen. Um also ein guter Redner oder eine gute Rednerin zu werden, lohnt die Lektüre von Tucholskys guten Ratschlägen für Redner oder einfach mal eine Übungsstunde in Rhetorik.

(https://www.kitzmann.biz/seminare/seminaruebersicht/rhetorik-kommunikation/rhetorik/)

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