FachbeitragStefan Kuntz: Nachwuchsförderung statt Fachkräftemangel

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz weiß, wie man junge Menschen motiviert: In wenigen Monaten formte er ein Team, das die Europameisterschaft gewann. Seine Strategien sind ein Vorbild für die Wirtschaft.

Der Begriff "Fachkräftemangel" geistert seit Jahren durch die deutsche Wirtschaft: Unternehmen - seien es Konzerne, Mittelständler oder Handwerksbetriebe - spüren immer deutlicher, dass es zunehmend schwieriger wird, gute Mitarbeiter zu finden und zu halten. Doch auch wenn das Bewusstsein für die Folgen des demographischen Wandels steigt, haben die meisten Firmen noch kein wirksames Gegenmittel gefunden.

Dabei könnten Unternehmen Vieles vom Profisport lernen: Gezielte Nachwuchsförderung und Kaderplanung ist gerade hier enorm wichtig. Fußballprofi Stefan Kuntz macht es vor: Der Trainer der U21-Nationalmannschaft führte sein junges Team 2016 aus dem Stand zur Europameisterschaft. Das gelingt nur mit dem nötigen Maß an Herzblut, Mut und Risikobereitschaft. Denn wer junge Talente früh fördern will, muss mit deren Sprunghaftigkeit rechnen und ihnen dennoch genügend Vertrauen entgegenbringen, sich zu beweisen.

Kuntz, der im Jahr 1996 selbst als Spieler Europameister wurde, ist damit auch für Unternehmen ein Vorbild in Sachen Personalführung und Motivation. Mit Geduld, Weitblick und Menschlichkeit arbeitete er an einer gezielten Nachwuchsgewinnung und –förderung. Auch in schwierigen Phasen gelang es ihm, seine jungen Spieler zu motivieren. U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz kommunizierte mit seinen Mannschaftsmitgliedern immer auf Augenhöhe und stärkte so deren Selbstbewusstsein. Auch für schwierige Zeiten bereitete der Coach seine Talente vor: Er lehrte die Nachwuchskicker, wie diese mit Niederlagen umgehen, ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren und über sich hinauswachsen können.

Nachhaltiges Talentmanagement ist auch für Unternehmen ein wichtiger Baustein des Erfolgs. Die „jungen Wilden“ bringen mit neuen Ideen und eigenen Standpunkten frischen Wind in Firmen und Organisationen und motivieren andere Mitarbeiter zum Umdenken. Die Leistungsbereitschaft von Berufseinsteigern ist enorm und kann sich auf die gesamte Belegschaft übertragen. Doch mit der Förderung und Ausbildung junger Talente zu Nachwuchsfachkräften ist erste ein Teil der Herausforderungen geschafft, die zukunftsfähige Unternehmen meistern müssen: Dann nämlich gilt es, diese Top-Performer dauerhaft zu binden und sie nicht kampflos der Konkurrenz zu überlassen.

„Hier müssen ausbildende Unternehmen die Bereitschaft zeigen, sich zu entwickeln und zu verändern, um weiterhin als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben“, sagt Fußballprofi Stefan Kuntz. Der Trainer der U21-Nationalmannschaft gilt als Vertreter alter Werte – dennoch blieb er als Teamchef immer agil und flexibel, passte seine Kommunikation an den entsprechenden Spieler an. Wie erfolgreich er mit diesem situativen Führungsstil ist, zeigte das Finale bei der EM in Krakau, das Deutschland mit 1:0 gegen Spanien gewann.

Stefan Kuntz, Europameister als Spieler und Trainer, zeigt als prominenter Redner, wie sich Mechanismen in Fußballmannschaften auf Teambuilding-Prozesse und effektive Zusammenarbeit in Unternehmen übertragen lassen. So gewährt der Keynote Speaker nicht nur exklusive Einblicke in die Welt des Fußballs, sondern gibt Führungskräften hilfreiche Strategien an die Hand, mit denen sie die besten Mitarbeiter finden und halten können.

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