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FachbeitragWissensmanagement

„Wissensmanagement? Da brauchen wir doch nur so eine Art Wikipedia!“ Diese weltweite Wissensplattform im Internet ist in vielen Unternehmen das Beispiel für Wissensmanagement. Mit einer solchen Plattform im firmeneigenen Intranet scheint diese Herausforderung der Zukunft erfüllt zu sein. Doch wer so denkt, hat zwei wesentliche Fragen übersehen: Warum sollten Beschäftigte ihr Wissen teilen? Und welches Wissen wird überhaupt gebraucht?

„Wissensmanagement? Da brauchen wir doch nur so eine Art Wikipedia!“ Diese weltweite Wissensplattform im Internet ist in vielen Unternehmen das Beispiel für Wissensmanagement. Mit einer solchen Plattform im firmeneigenen Intranet scheint diese Herausforderung der Zukunft erfüllt zu sein. Doch wer so denkt, hat zwei wesentliche Fragen übersehen: Warum sollten Beschäftigte ihr Wissen teilen? Und welches Wissen wird überhaupt gebraucht?

Dass Wissen eine wesentliche Basis für die Erledigung aller zukünftigen Aufgaben ist, ist unwidersprochen. Dass Wissen kostbar wird, weil der demografische Wandel dafür sorgt, dass mehr ältere Arbeitnehmer in den Ruhestand gehen als dass junge Menschen anfangen, ist ebenfalls allgemein bekannt. Dieses kostbare Gut zu sammeln und aufzubewahren, um Bestehendes weiterzuführen und jungen Menschen eine Chance zu geben, ist in vielen Unternehmen noch Zukunftsmusik.

  •  Faktenwissen
  • Erfahrungswissen
  • Praxiswissen

dies sind Elemente, die für ein Wissensmanagement genutzt werden können. Während Faktenwissen oder Buchwissen jederzeit nachgeschlagen oder erhoben werden können, sind Erfahrungswissen und Praxiskenntnisse kostbare Güter, die nirgends aufgeschrieben noch in Worte gefasst sind. Für Lernende ist die Zusammenarbeit mit einem sogenannten „alten Hasen“ ein reicher Fundus an Wissen, denn in Geschichten und Anekdoten steckt ebenso viel Wissen wie in Handbewegungen und Vorgehensweisen. Um dieses Wissen zu erheben, müssen zuerst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt werden.

Dass bisherige Praktiken nun auch noch aufgeschrieben und nachlesbar gemacht werden sollen, ist gerade für die sogenannten „alten Hasen“ ein No-Go. Das hat es noch nie gegeben und warum sollte man das ausgerechnet jetzt tun? Für viele ist die Weitergabe von Wissen auch ein Ausverkauf der persönlichen Kompetenzen. Das Sprichwort „Wissen ist Macht“ bekommt eine neue Bedeutung und im Bereich von Wissensmanagement gilt es viele Vorurteile anzusprechen und aufzuheben. Deshalb ist eine Voraussetzung unabdingbar: Wissensmanagement ist ein Top-Down-Prozess.

Geschäftsleitung, Führungskräfte – alle wichtigen Menschen im Unternehmen müssen in diesem Punkt Vorbild sein und ihr Wissen preisgeben. Das bedeutet auch, dass Transparenz geschaffen werden muss, wo vorher vielleicht keine war. Offenheit und Ehrlichkeit müssen neue Prinzipien des Handelns werden, denn gilt dies nicht für Führungskräfte, gibt es auch keinen Grund für Fachkräfte, das preiszugeben, was nicht im Handbuch steht.

  •  Fragebögen
  • Plauderecken
  • Mitarbeiterveranstaltungen

dies sind nur einige Möglichkeiten, das Wissen von Fachkräften zu erheben, zu sammeln und für alle anderen sichtbar zu machen. Während sie zum einen bereit sein müssen, etwas zu erzählen, muss es auf der anderen Seite jemanden geben, der dieses Wissen einsammelt, auswertet, aufbereitet und zur Verfügung stellt. Dafür braucht es nicht nur ein System, das Wissen aufnimmt, sondern auch eine durchdachte Konzeption. Diese Konzeption beinhaltet nicht nur die Schritte von Planung, Durchführung und Bearbeitung, sondern berücksichtigt auch die Tatsache, dass Wissen wächst und sich verändert. Mit anderen Worten: Mit einem Mal ist es nicht getan.

  •  Veränderung
  • Wachstum
  • Entwicklung

sind die Faktoren, die jedes System des Wissensmanagements zu einem Gebilde machen, das sich laufend verändert. Um dies zu pflegen und neue Elemente einzubinden, braucht es jemanden, der sich dafür verantwortlich fühlt und der die Fäden in der Hand behält. Ein Wissensmanager bzw. eine Abteilung, die sich kontinuierlich um ein solches System kümmert, ist eine weitere notwendige Voraussetzung für den Aufbau von Wissensmanagement. Insofern ist Wissensmanagement kein zeitlich begrenztes Projekt im Unternehmen, sondern eine neue Abteilung. Sie wird einen ähnlichen Stellenwert bekommen wie die Buchhaltung oder das Controlling im Unternehmen, denn sie managt einen wesentlichen Bestandteil des unternehmerischen Kapitals: Das Know-how.

(https://www.kitzmann.biz/seminare/seminaruebersicht/arbeitstechniken-und-organisation/wissens-management/)

» Weiterführende Informationen

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