JobwechselAuf die Schlüsselkompetenzen kommt es an

Ob das eigene Werteverständnis und die Kultur des Unternehmens und das Verhalten der Vorgesetzten und Kollegen zueinander passen – das muss jeder für sich selbst entscheiden und notfalls auch die Konsequenzen ziehen. Darüber hinaus gibt es aber auch auf der Ebene des alltäglichen Miteinanders und des persönlichen Umgangs viele Gelegenheiten, bei denen es auf die sozialen Kompetenzen besonders ankommt.

Christine Öttl ist Trainerin und Coach für Menschen, die einen beruflichen Wechsel anstreben oder vollzogen haben. Sie weiß für diese:

„Es gibt sehr vieles, was Sie von Anfang an tun bzw. unterlassen können, um schnell einen guten Einstieg zu finden – sowohl fachlich als auch persönlich.“

Einige Ratschläge hat sie auf ihrer Webseite zusammengestellt. Grundlage ist gegenseitiger Respekt. Was immer weiter hilft, ist Offenheit, Kontakt suchen, sich auf Gespräche einlassen und das Gespräch mit dem Vorgesetzten aktiv suchen. Insbesondere dann, wenn es Fragen gibt oder Probleme auftauchen, soll man um Rat und Informationen bitten. Kritik soll konstruktiv verstanden werden.

Wichtig sei außerdem: Sich ein eigenes Bild zu machen und seine eigene Meinung zu haben. Diese solle man durchaus einbringen und Verbesserungsvorschläge machen. Öttl sagt: Selbst eigene Fehler kann man zugeben. Dem widerspricht Jens-Uwe Meyer. Er meint, es werde allzuschnell zum Sündenbock gemacht, wer seine Fehler zugibt. Der würde zwar zum Wohle des Unternehmens beitragen, aber letztlich seinen Arbeitsplatz verlieren. Niemand könne von einem Mitarbeiter verlangen, den Heldentod zu sterben.

In jedem Fall lohnt es sich, seine sozialen und kommunikativen Kompetenzen einzubringen, genauso wie die Fähigkeiten zum Selbstmanagement. Konkrete Schlüsselkompetenzen sind:

  • Kommunikative Kompetenzen sind die schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit, Beherrschung von Präsentationstechniken, Diskussionsfähigkeit, partnerorientierte Kommunikation.
  • Soziale Kompetenzen beinhalten Konflikt- und Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen, Führungsqualitäten oder Kundenorientierung.
  • Selbstkompetenz umfasst Selbstständigkeit, Flexibilität, Kreativität, Initiative, geistige Offenheit und Mobilität, Ausdauer, Verantwortungsbereitschaft, Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Umgehen mit Unwägbarkeiten, demokratische Grundhaltung oder ethisches Urteilsvermögen.

Unabhängig davon, ob innerhalb des bisherigen Unternehmens die Stelle gewechselt wird, Führungsaufgaben übernommen werden oder ob man bei einem neuen Arbeitgeber einsteigt – mit der richtigen Einstellung und einer wohlüberlegten Strategie zeigt man schnell, was man kann und sichert sich die neue Position.

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