ProblemlösungsmethodenAusgangssituation analysieren

Im ersten Schritt geht es darum, die Situation und das Umfeld für das Problem zu beschreiben. Worum geht es überhaupt genau? Das Problem wird hinterfragt, Ursachen werden erforscht und Betroffene und Beteiligte sowie deren Ziele und Anforderungen identifiziert. Klären Sie, ob es bei der Problemlösung darum geht, die Ursachen zu beseitigen. Oder soll eine grundsätzliche neue Lösung entwickelt werden?

Ergebnis ist eine ausreichend genaue Problembeschreibung bezüglich der folgenden Kriterien:

  • Auslöser: Wie kam es zu der aktuellen Problemsituation? Was ist passiert? Welches Ereignis hat es ausgelöst, dass nun eine Lösung gefunden werden soll?
  • Erscheinung: Woran zeigt sich das Problem? Wann tritt es in Erscheinung? Was sind die Folgen? Welche Fakten oder Kennzahlen machen sichtbar, dass es sich um ein Problem handelt?
  • Abgrenzung: Was kennzeichnet das Problem? Was beeinflusst es? Was soll alles betrachtet werden? Was nicht? Wie lässt sich das Problem als „System“ beschreiben? Was sind seine Elemente?
  • Umfeld: Was gehört zum Umfeld des Problems? Inwiefern gibt es Verbindungen zum Problem? Welche Rolle spielen die Umfeldfaktoren? Wie werden sie sich in Zukunft entwickeln? Was erschwert die Problemlösung?
  • Zukunft: Welche Folgen können sich in Zukunft zeigen, wenn das Problem nicht gelöst wird? Was ist sicher? Was ist unsicher? Welche Chancen und Risiken stecken darin?
  • Betroffene: Wer ist von dem Problem betroffen? Wie stark? Direkt oder indirekt? Ist ihnen das Problem bewusst? Wie reagieren die Betroffenen? Wer sind die Förderer, Gegner, Hintermänner?

Meistens ist es hilfreich, von groben Überlegungen nach und nach zu Detailanalysen überzugehen. Das setzt dann voraus, dass die notwendigen Informationen zusammengetragen werden. Wichtige Techniken dafür sind:

  • Dokumentenanalyse
  • Selbstaufschreibung
  • Beobachtung
  • Befragung
  • Messung
  • Schätzung

Welche Inhalte dabei zusammengestellt werden, hängt immer von der konkreten Frage- und Problemstellung ab. Relevante Inhalte im betrieblichen Umfeld können sein:

  • Tätigkeiten, Ereignisse, Prozesse
  • Arbeitsinstrumente, Werkzeuge
  • Personen, Ziele, Wünsche
  • Kosten, Zeitbedarf
  • Daten, Informationen, Kommunikation mit anderen
  • Risiken, Fehlermöglichkeiten
  • Umgebung, Arbeitsplatz, Raum
  • Gesetze, Normen, Richtlinien, Betriebsvereinbarungen
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