Interkulturelle Teams führenBedeutung von interkultureller Teamarbeit

Führungskräfte beeinflussen, ob Teammitglieder unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten erfolgreich zusammenarbeiten oder nicht. Für Führungskräfte bringt das neue Aufgaben mit sich.

Man stelle sich eine Fußballmannschaft, ein Orchester oder eine Forschungsgruppe vor – ohne Spieler, Musiker oder Wissenschaftler mit ausländischen Wurzeln. Die Besten in einem Team zusammenbringen, unabhängig von Nationalität und Kultur oder sie gerade deshalb zusammenbringen – das gehört in vielen Bereichen der Gesellschaft zur Normalität und verspricht auch für Unternehmen Erfolg. 

Interkulturelles Personalmanagement

Interkulturelles Personalmanagement ist die Gestaltung der betrieblichen Zusammenarbeit von Menschen, die unterschiedlichen Kulturen angehören. Es bezieht die Unternehmensinteressen wie zum Beispiel die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die Befriedigung der Bedürfnisse der Mitarbeiter ein. Interkulturelles Personalmanagement ist ein Teil des internationalen Managements.

Vorteile von interkulturellen Teams

  • Wenn sich die Heterogenität der Klientel eines Unternehmens in der Mitarbeiterstruktur widerspiegelt, erhält das Unternehmen zielgruppenspezifische Informationen und kann so bessere Angebote machen. Es entsteht eine größere Nähe zum Kunden, wodurch die Kundenbindung gestärkt wird und die Wettbewerbsfähigkeit steigt.
  • Die Fülle unterschiedlicher Perspektiven hilft bei der Problemlösung und fördert die Kreativität, die für Innovationen unerlässlich ist. Wachstumspotenziale können so entfaltet werden.
  • Ein interkulturelles Team kommt einfacher zu vielen verschiedenen Ansätzen, Alternativen, Lösungswegen und Erklärungen. Der Grund: Einzelne Teammitglieder passen ihr Verhalten in interkulturellen Teams weniger an das der anderen Teammitglieder an, sie lassen sich weniger von der Mehrheit in ihren Ideen und Entscheidungen beeinflussen.
  • Die Qualität von Lösungen ist in interkulturellen Teams häufig besser. Sie verfügen über einen größeren Wissensschatz als homogene Teams. Zum Beispiel bringt ein kulturell vielfältiges Management aus verschiedenen Erfahrungshintergründen Wissen über regionale Märkte mit. Außerdem sind sie oft auch international besser vernetzt.

Es ist nicht eindeutig geklärt, ob homogen oder heterogen zusammengesetzte Teams besser sind. Die Ergebnisse mehrerer empirischer Untersuchungen zeigen aber: Interkulturelle Teams erbringen entweder viel bessere oder viel schlechtere Leistungen als monokulturelle Teams. Und vor allem Führungskräfte beeinflussen, ob Teammitglieder unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten erfolgreich zusammenarbeiten oder nicht.

Interkulturelle Zusammenarbeit ist notwendig

Trends wie die Globalisierung ökonomischer Probleme und Beziehungen, der zunehmende Einsatz von Projektteams zur Problemlösung sowie die demografische Entwicklung machen es nötig, sich mit dem Umgang mit interkulturellen Teams zu beschäftigen.

Die Notwendigkeit der interkulturellen Zusammenarbeit haben viele Unternehmen erkannt und fördern gezielt die Zusammenarbeit zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Nationalitäten und betonen die positiven Aspekte von Diversität. Der ehemalige Personalmanager der Telekom, Thomas Sattelberger, erklärt in der Zeitschrift managerSeminare die Forderung nach mehr Vielfalt mit der Diversität der Umwelt einer Organisation, in der sie operiert. Diese müsse sich auch in den Unternehmen wiederfinden. Denn „je komplexer die Umwelt, desto variantenreicher muss die Antwortfähigkeit sein.“ So kann es nützlich sein, wenn sich Mitarbeiter aus dem Zielland um die Kunden aus ihrem Herkunftsland kümmern, multikulturell zusammengesetzte Arbeitsgruppen neue Produkte entwickeln oder einen internationalen Marketingplan erstellen. Belegschaften werden bunter.

Neue Aufgaben für Führungskräfte durch interkulturelle Teams

Für Führungskräfte bringt das neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich. Sie müssen:

  • Synergien interkultureller Teams nutzbar machen
  • kulturelle Sensibilität entwickeln
  • kulturelle Prozesse bei der Teamentwicklung berücksichtigen
  • Unterschiede in Denk- und Handlungsweisen anerkennen
  • ihr Führungsverhalten an das interkulturelle Team anpassen
  • interkulturelle Konflikte schlichten
  • die interkulturelle Zusammenarbeit fördern
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