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Nr. 675, 01.09.2016

 

Editorial

Deutschland ist das Land der Siegel. So gibt es etwa unzählige Verbraucherschutzsiegel, die Konsumenten Transparenz und Orientierung beim Lebensmittelkauf geben sollen. Auch in der Wirtschaft gibt es Siegel. Zum Beispiel das Siegel „Top nationaler Arbeitgeber“ von Focus und Xing. Wehrmutstropfen für die Ausgezeichneten: Um mit dem Siegel länger als vier Wochen werben zu können, müssen sie schlappe 10.000 Euro als Jahreslizenz hinblättern.

Das Geschäftsmodell mit der gekauften Qualität scheint gut zu laufen, denn kürzlich hat es auch die Coaching-Branche erwischt. Hier kann man sich das Siegel „Top Coach“ kaufen. Wie Focus damit Kasse macht und warum solch ein Siegel fragwürdig ist, lesen Sie im Kommentar im „Nachschlag“ am Ende des Newsletters.

Viele Coachs haben sich über dieses „Qualitätssiegel“ empört und machten ihrem Ärger auf Facebook Luft. Ein Shitstorm entstand, der sogar die Aufmerksamkeit der Presse weckte. Unternehmen müssen in einem solchen Fall richtig reagieren. Wie, lesen Sie im Artikel über Krisenkommunikation. Zur richtigen Reaktion gehört dabei auch, klar und verständlich zu antworten, sprich: verständlich zu schreiben. Wie das gelingt, erläutern wir im Thema der Woche.

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Nachschlag

Fragwürdiges Qualitätsversprechen

Motivationstrainer Steve Kroeger war einer von 500 Coachs, die vor kurzem ein Angebot der Focus Magazin Verlag GmbH erhielten: Für 5.000 Euro plus Mehrwertsteuer könne er das neue Siegel „Top Coach 2016“ erwerben. Dieses Qualitätssiegel sei gut für die Außenkommunikation und Eigenwerbung. Ein gekauftes Siegel? Auf Facebook schrieb Kroeger: „Mit diesem Mindset entfernen wir uns von unserem eigenen Kern. Von unserer Authentizität.“ Damit löste er einen Shitstorm aus. Zahlreiche Coachs wetterten gegen das Siegel.

Zu Recht. Einziges Kriterium für die Auszeichnung ist eine „besonders häufige Weiterempfehlung von Coaching-Kollegen oder Personalern aus Unternehmen“, die Coachs buchen. Was „besonders häufig“ ist, bleibt unbeantwortet. Zudem: Die Initiatoren haben offensichtlich schlecht recherchiert. Wie Coach Thomas Schlechter auf seiner Webseite bemerkt, sei er als „systemischer Coach“ identifiziert worden, obgleich er dafür keine Ausbildung habe und in diesem Thema auch niemanden betreue. Das zeigt die wahren Absichten hinter dieser Aktion.

Es ging den Initiatoren nicht wirklich darum, Transparenz im hart umkämpften Coaching-Markt zu schaffen. Das ist nur der marketingmäßige Aufhänger der Aktion. Es ging darum, möglichst schnell zu einer Liste mit vermeintlichen Top-Coachs zu kommen, ein Qualitätsversprechen zu suggerieren, dessen Einlösung auf diese Weise aber mehr als fraglich ist. Denn: Ein gekauftes Siegel sagt über die Qualität eines Coachings nicht wirklich etwas aus. Nur, dass der- oder diejenige tief in die Tasche gegriffen hat, um sich das Siegel ans Revers heften zu dürfen.

David Wolf, Redaktion business-wissen.de

 

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