Flexibel bleibenIrgendwann muss Schluss sein!

… Ist Ihre Firma permanent am Verändern? Gehört Wandel bei Ihnen zum Alltag? Das ist schlecht ...

„Wir wissen gar nicht mehr, wie es ohne Veränderung bei uns wäre“, meinte vor kurzem eine HR-Leiterin in einem Gespräch mit mir. Die Organisation, so berichtete sie, wackelt mehr oder weniger von einem Change-Projekt zum nächsten. Veränderung als Alltag. Ist das gut? Ganz klar: nein. Veränderung ist, was zwischen zwei Alltagssituationen liegt. Einer, die man verlassen muss oder möchte, und einer neuen, die es zu schaffen gilt. Veränderung ist alles abseits der Routine. Sie lässt uns außerhalb der Norm sein. Veränderung ist Abenteuer, ist Unruhe und Orientierungslosigkeit. Wollen Sie das täglich schon zum Zähneputzen haben?

Wenn Organisationen kein Ende im Change finden, kann das mehrere Gründe haben. Zum einen, weil die Routine keinen Spaß macht. Vielleicht ist das Kerngeschäft nicht mehr der Kern des Geschäfts? Es kann daran liegen, dass Manager keine aktiven Gestalter (mehr) sind, sondern Getriebene. Getrieben vom Markt, von Kundenwünschen und Wünschen der Eigentümer. Es kann aber auch daran liegen, dass Manager mit Veränderung kokettieren. Neue Vorstände und Geschäftsführer sind darauf trainiert, in den ersten 100 Tagen ihre eigenen Duftmarken zu hinterlassen. Da werden schon mal bewährte Routinen zur Selbstdarstellung geändert. Und schließlich gibt es noch die Veränderungs-Junkies in Branchen, die ohne dauernde Innovation keine Daseinsberechtigung sehen.

Natürlich braucht es Mut, zu neuen Ufern aufzubrechen und Veränderungen anzukurbeln. Mehr Mut bringen allerdings jene Manager auf, die zwischen gewünschter Routine und Veränderung unterscheiden und entsprechende Projekte auch einmal zu Ende führen. Damit es nicht wie bei Woody Allen heißt: „Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende.“

Dazu im Management-Handbuch

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