KundenfangWelt im Taschenformat

Smartphones sind unsere neuen Freunde und Helfer. So sehr, dass wir sie sogar mit ins Bett nehmen.

Eigentlich sind wir immer auf Achse: Suchende, Findende, Nomaden in Zeit und Raum. Da kommen Smartphones gerade recht. Endlich sind wir autonom vom Rechner im Büro und daheim. Nun kann uns die ganze Welt Heimat und Arbeitsplatz sein. „Mobile Marketing“ darf mit Fug und Recht als die Herausforderung der nächsten Jahre gelten. Und der mobile Surfer wird zur größten Zielgruppe aller Zeiten.

Für Menschen im Unruhezustand ein Traum: Auf Knopfdruck und mit etwas Fingerspitzengefühl sind wir nun von unterwegs jederzeit mit unserem lokalen Umfeld und dem Internet der Menschen und Dinge in Echtzeit vernetzt. Das Smartphone ist der „Missing Link“, die Welt im Taschenformat. Es ist zur Nabelschnur zwischen online und offline geworden. Unser halbes Leben tragen wir mit ihm herum. Als unverzichtbarer Einkaufsbegleiter wird es unser Portemonnaie von morgen sein. Geld, Fotos, Visitenkarten, Ausweis – alles drin. Als Türsteher kann es uns selbständig vor unlauteren oder überteuerten Angeboten warnen, vor Marktteilnehmern, die wir nicht mögen oder vor Lebensmitteln, die wir nicht vertragen. Als „Medical Assistent“ checkt es, wie es gerade um unsere Gesundheit steht. Und in Notsituationen kann es unser Lebensretter sein. Vor allem aber erleichtert es uns den Alltag – beruflich und privat. Selbstverständlich können wir uns mit ihm auch nur ein wenig die Zeit vertreiben, Leerräume überbrücken, neue Kontakte knüpfen, alte auffrischen, Spaß haben, lernen, (mit anderen) spielen – und sogar telefonieren.

Welche Bedeutung das Smartphone für unser Leben schon hat, wurde kürzlich in Tiefeninterviews mit Studenten deutlich, die die Anthropologin Tanya Luhrmann von der Stanford University durchführte. 40 Prozent der Studenten bezeichneten sich als suchtgefährdet. Viele der Befragten tragen es auch nachts beim Schlafen am Körper; jeder vierte empfindet sein mobiles Endgerät sogar als Erweiterung seines Gehirns. Ein anderes interessantes Studiendetail: 65 Prozent der Besitzer eines iPhones würden es wieder aus einer öffentlichen Toilette fischen, wenn es hineinfiele. Bei anderen Marken was dieser Wert weniger hoch. Der WC-Runterspülfaktor als emotionale Messkennzahl – das wär' doch mal was!

Dazu im Management-Handbuch

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