Texte schreibenAngemessen und sensibel texten

Beim Schreiben im Berufsalltag kommt es nicht nur auf Rechtschreibung und Grammatik an. Entscheidend sind auch eine Wortwahl und Formulierungen, die die Beziehungsebene der Schreibenden und Lesenden berücksichtigen. Je nach Vertrautheit und Thema drücken Sie mit angemessenen Worten Freundlichkeit und Respekt für die Lesenden aus.

Texte sprechen Lesende auf vier unterschiedliche Weisen an

Der Ton macht die Musik. Das gilt nicht nur im persönlichen Gespräch, sondern auch für das geschriebene Wort. Beim Texten kommt es vor allem auf die angemessene Wortwahl, das korrekte Schreiben (Rechtschreibung und Grammatik) und die passenden Formulierungen an. Wählen Sie einen angemessenen Ton, der zeigt: Ich schätze dich, liebe Leserin, lieber Leser!

Jeder Mensch, der etwas sagt oder schreibt, kommuniziert auf vier Ebenen. So hat es Friedemann Schulz von Thun in seinem Kommunikationsquadrat dargestellt (Abbildung 3). Das Kommunikationsquadrat ist ein bekanntes und sehr weit verbreitetes Modell in der Kommunikationspsychologie. Demnach transportiert ein Sprecher immer vier Aussagen und ein Hörer oder Leser nimmt auch vier Aussagen wahr – bewusst oder unbewusst:

  • eine Sachinformation (worüber ich informiere)
  • eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe)
  • einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe)
  • einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte)
© Friedemann Schulz von Thun
Abbildung 3: Kommunikationsquadrat
Quelle: Schulz von Thun, Institut für Kommunikation, 2013

Im Idealfall gelingt es Ihnen mit Ihrem Text, auf allen vier Ebenen so zu kommunizieren, dass es keine Missverständnisse gibt. 

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