Multi-Channel-MarketingAufgaben für Marketing und Vertrieb mit Multi-Channel-Marketing

Für die Umsetzung der Multi-Channel-Strategie gilt es, fünf Bereiche zu bearbeiten und aufeinander abzustimmen: Markenführung, Werbung und Kommunikation, Preismanagement, Logistikmanagement und Informationsmanagement. Erfahren Sie, worauf Sie achten müssen und wie Sie Konfliktpotenzial vermeiden.

Markenführung auf die einzelnen Vertriebskanäle anpassen

Unternehmen können für jeden Vertriebskanal individuell wählen, welche Marken, Produkte oder Dienstleistungen sie über diesen vertreiben wollen. So können die Stärken der einzelnen Kanäle genutzt und mit den Marken- oder Produktmerkmalen kombiniert werden.

Beispielsweise vertreibt der Kosmetikkonzern L’Oréal seine Marken L’Oréal und Maybelline über den Massenmarkt (Drogerien), Lancôme, Biotherm und Helena Rubinstein über Parfümerien, Vichy, La Roche-Posay und Skin Ceuticals über Apotheken, L’Oréal Professionnel, Kérastase und Redken über Handelsvertreter an den Frisörsalon.

Eine andere Möglichkeit ist, eine Marke über alle Vertriebskanäle zu vermarkten. Dann muss der gesamte Markenauftritt über alle Kanäle koordiniert werden.

Werbung und Kommunikation koordinieren

Wenn Produkte oder Dienstleistungen über mehrere Vertriebskanäle verkauft werden, müssen auch Kommunikation und Werbung in allen Kanälen aufeinander abgestimmt werden. Denn der Kunde kann über die unterschiedlichsten Wege mit dem Anbieter in Berührung kommen. Diese Berührungspunkte sind die sogenannten Customer Touch Points. Damit sind sämtliche Punkte gemeint, an denen der Kunde Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens kaufen kann und an denen er einen Eindruck vom Unternehmen, den Mitarbeitern und vom Service erhält.

Um alle Kommunikations- und Werbemaßnahmen aufeinander abzustimmen, müssen zunächst sämtliche Customer Touch Points ermittelt werden. Die Kommunikation mit dem Kunden muss an allen Stellen so erfolgen, dass dem Kunden ein einheitliches Bild vom Unternehmen, von den Leistungen und von der Marke vermittelt wird.

Das betrifft beispielsweise Werbeanzeigen, Telefongespräche, Kontaktaufnahme per E-Mail, Pressemeldung, Erlebnisse im Ladengeschäft, Abläufe im Internet, Lieferungen per Paketdienst und nicht zuletzt der Service bei der Nutzung des Produkts. Hier darf es keine Widersprüche bei den Kernbotschaften und Argumentationsmustern gegenüber Kunden geben.

Außerdem sollten auch formale Elemente der Werbung konsistent sein, um eine Wiedererkennbarkeit zu ermöglichen. Das muss im Rahmen der Marketingplanung beachtet werden. Es sollte eine kanalübergreifende Marketingstrategie geben, deren einzelnen Maßnahmen bei der Umsetzung auf die Vertriebskanäle angepasst werden.

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