Critical-Chain-ManagementAufträge und Projekte engpassorientiert priorisieren und freigeben

Weil es immer Engpässe im Unternehmen gibt, können Sie nicht alle Kundenaufträge und Projekte gleichzeitig durchführen. Sie müssen eine Auswahl treffen und priorisieren. Dies sollte so erfolgen, dass Sie mit der Engpassressource den höchsten Deckungsbeitrag erzielen.

Bei Engpässen nicht alles gleichzeitig und sofort erledigen

Wenn es einen Engpass in Ihren Projekten oder Prozessen gibt, können Sie nicht alles gleichzeitig oder sofort bearbeiten. Ansonsten stauen sich die Projekte und Aufträge vor dem Engpass und die Leistung des Unternehmens verringert sich; alles dauert länger als geplant. Sie müssen deshalb eine Auswahl treffen und Prioritäten setzen. Dazu sollten Sie die Projekte und Aufträge vorziehen, die am meisten zur Zielerreichung und Rentabilität des Unternehmens beitragen.

Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten wird für die Priorisierung von Projekten und Aufträgen meistens die Höhe des Gewinns betrachtet, den ein Unternehmen jeweils erzielen kann – oder auch die Höhe von Kosteneinsparungen, die mit einem internen Projekt erreicht werden können. Doch Vorsicht: Wenn Sie Engpässe bei der Berechnung nicht berücksichtigen, erhalten Sie oft ein anderes Ergebnis als bei der Beachtung und Planung von Engpässen.

Hinweis: Monetäre und qualitative Ziele im Unternehmen beachten

Gewinn und Kosteneinsparungen sind monetäre Ziele eines Unternehmens. Bei der Auswahl von Kundenprojekten kann darüber hinaus die strategische Bedeutung des Kunden eine Rolle spielen. Manche Kundenaufträge müssen bearbeitet werden, um den wichtigen Kunden nicht zu verlieren. Entsprechend müssen manche Projekte in jedem Fall durchgeführt werden, weil beispielsweise gesetzliche Vorgaben dies fordern. Letztlich müssen auch diese Projekte so eingeplant werden, dass der Engpass optimal genutzt wird.