BenchmarkingBenchmarking-Studie durchführen

In der dritten Phase des Benchmarking-Prozesses geht es um die Messung oder Erhebung der Vergleichswerte, das Vergleichen dieser Werte und die Analyse der Unterschiede und ihrer Ursachen zwischen den beteiligten Unternehmen.

Aufgabe des Benchmarking-Teams ist es, die für das Benchmarking relevanten Kennzahlen zu identifizieren und zu erheben. Dabei müssen strategische und operative Kennzahlen eingesetzt werden.

Strategische und operative Kennzahlen erheben

Sie sollten immer versuchen, sowohl strategische als auch operative Kennzahlen für das Benchmarking zu nutzen und beide Ebenen miteinander zu verknüpfen. Vergleiche nur auf einer der beiden Ebenen durchzuführen, ohne es in den strategischen Gesamtzusammenhang zu stellen, kann zu Fehlentscheidungen führen. Sie sollten deshalb unterscheiden:

  • Strategische Ebene: Kennzahlen messen die Effektivität des Unternehmens und das Erreichen von Zielen. Die zentrale Frage lautet: „Tun wir die richtigen Dinge?“
  • Operative Ebene: Kennzahlen messen die Effizienz von Prozessen. Die zentrale Frage lautet: „Tun wir die Dinge richtig?“

Wie gut Sie Ihre Ziele erreichen und wie gut Ihre Prozesse ablaufen, das ermitteln Sie mithilfe von Kennzahlen. Dafür gibt es folgende Arten von Kennzahlen:

  • Absolute Zahlenwerte: zum Beispiel Kosten, Erlöse, Durchlaufzeiten, Cashflow, Gewinn, Anzahl der Mitarbeiter, Aufwand
  • Verhältniszahlen: Eigenkapitalquote, Fehlerraten, Umschlaghäufigkeit
  • Kennzahlenkombinationen: Hier werden mehrere Ergebnisgrößen wie beim Return on Investment kombiniert
  • Werteskalen für nicht quantitativ-messbare Sachverhalte: zum Beispiel Akzeptanz, soziale Kompetenz, Know-how oder Motivation. Hier können eigene Skalen herangezogen werden, wie zum Beispiel von 1 (überhaupt nicht) bis 7 (voll und ganz)

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