Corporate Identity entwickelnCorporate Behaviour

Das Auftreten und Verhalten aller Personen, die ein Unternehmen vertreten können, tragen besonders zum Image und zur Unternehmensidentität bei. Deshalb müssen sie auch das ausgerichtet werden, was nach innen und außen vermittelt werden soll. Erfahren Sie, warum Verhaltensregeln dafür wichtig sind und worauf Sie achten müssen, damit sie solche mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vereinbaren können.

Mitarbeiter präsentieren das Image des Unternehmens

Während sich die meisten Unternehmen wie selbstverständlich mit dem Corporate Design auseinandersetzen, vernachlässigen sie meist die bewusste Auseinandersetzung mit der Corporate Behaviour. Corporate Behaviour umfasst – einfach ausgedrückt – das Verhalten und das Auftreten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Unternehmens.

Viele Unternehmen scheuen sich davor, Ihren Beschäftigten Verhaltensregeln mitzugeben, da es sich dabei ja um erwachsene und kompetente Menschen handelt, die schon wissen werden, wie man sich richtig und korrekt zu verhalten hat. Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Doch zu den Aufgaben eines Mitarbeiters gehört es auch, die Markenwerte des Unternehmens nach außen zu tragen, um damit wiederum zu einem stimmigen und überzeugenden Unternehmensimage beizutragen.

Das Auftreten jedes Mitarbeiters (nicht nur im Marketing und Vertrieb) prägt also entscheidend das Image und das Erscheinungsbild eines Unternehmens. Warum? Ganz einfach: Jeder Mensch erinnert sich am besten an direkte Kontakte. Das bedeutet, dass sich jeder (potenzielle) Kunde am besten an den direkten Kontakt mit Ihren Mitarbeitern erinnert. Und selbst wenn Sie ein Unternehmen sind, das nur wenig (direkten) Kundenkontakt hat, so haben Sie doch Kontakt zu Dienstleistern, Lieferanten, externem Personal oder sonstigen Geschäftspartnern.

Verhaltensregeln für Mitarbeiter festlegen und vorgeben

Manchen Unternehmen ist dieser Punkt sogar so wichtig, dass er in der Zielvereinbarung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgenommen wurde. Und das wiederum setzt voraus, dass alle Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen die Imagewerte und Imagedimensionen des Unternehmens kennen, verstehen und leben. Besonders der Aspekt „Verstehen“ ist so wichtig, da Werte unterschiedlich interpretiert werden können.

Ein Beispiel: Sie haben den Wert „Offenheit“ für Ihr Unternehmen als wichtigen Wert definiert. Was bedeutet für Sie Offenheit? Dass der Kunde alles erfahren darf, was gerade in Ihrem Unternehmen los ist? Oder dass Sie als Unternehmen allen neuen Trends gegenüber offen sind? Oder dass Sie als Unternehmen gegenüber allen Ländern und Sitten offen sind und deshalb Ihre Angebote entsprechend modular aufgebaut sind? Sie sehen: es gibt viele Möglichkeiten „Offenheit“ zu interpretieren.  

Spätestens, wenn der Kunde (oder Dienstleister oder ein sonstiger Geschäftspartner) eine Reklamation oder Beschwerde hat, entscheidet das Verhalten Ihrer Mitarbeiter darüber, ob er Kunde (oder Dienstleister oder Partner) bleibt oder beim nächsten Mal doch lieber auf ein anderes Unternehmen zugreift. Und genau das ist der Grund, warum auch dieser Aspekt – die Corporate Behaviour – definiert und Verhaltensregeln formuliert und vereinbart werden müssen.

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