DebriefingDebriefing bei der Übergabe von Aufgaben und Arbeitsplatzwechsel

Mit Debriefing können Sie das Wissen und die Erfahrungen ausscheidender Mitarbeiter für das Team und für das Unternehmen sichern. Dazu gehen Sie einen vorbereiteten Fragenkatalog zu den bisherigen Aufgaben und den Besonderheiten im Job durch. Ein wichtiger Vorteil ist, dass Nachfolger schneller eingearbeitet werden können.

Mit Debriefing Wissen und Erfahrungen sichern

Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Team, ihre Abteilung oder das Unternehmen verlassen, geht viel von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung verloren. Gerade dann, wenn sie über viele Jahre Erfahrungen an ihrem Arbeitsplatz sammeln konnten, ist das für die Kollegen, das Team und für das Unternehmen ein großer Verlust. Das betrifft ein Unternehmen beispielsweise dann, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von sich aus die Stelle wechselt, in den Ruhestand geht oder versetzt oder entlassen werden muss.

Umso mehr sollten die Vorgesetzten und die Teammitglieder Wert darauf legen, dass zumindest ein Teil des Wissens und der Erfahrungen im Team und im Unternehmen verbleibt. Voraussetzung dafür ist, dass rechtzeitig vor dem letzten Arbeitstag ein Abschlussgespräch oder Übergabegespräch erfolgt. Dabei sollen alle Informationen zusammengestellt werden, die beschreiben, wie und warum der Mitarbeiter seine Aufgaben in einer bestimmten Art und Weise erfolgreich erledigte. Und das muss insbesondere für Nachfolgende und Kollegen angemessen dokumentiert werden.

Welche Probleme beim Debriefing auftauchen

Probleme seitens des ausscheidenden Mitarbeiters

Häufig fehlt die Motivation, sich am Ende noch einmal zusammenzusetzen und alle Abläufe, Aufgabeninhalte und Besonderheiten am Arbeitsplatz durchzugehen. Denn der Mitarbeiter, der das Unternehmen verlässt, hat selbst kein großes Interesse mehr, sein Wissen und seine Erfahrung weiterzugeben. Wurde er entlassen oder wird er unfreiwillig versetzt, ist er enttäuscht oder sogar wütend. Geht er aus eigener Entscheidung, ist er mit seinen Gedanken vielleicht schon am neuen Arbeitsplatz.

Organisatorische Probleme

Debriefing braucht Zeit, die ist aber oft nicht eingeplant. Doch sollte die Debriefing-Phase genauso selbstverständlich sein, wie die Einarbeitung neuer Beschäftigter. Viele Aufgaben und Rollen, die der Mitarbeiter wahrnimmt und als wichtig einstuft, sind in den offiziellen Prozess- und Stellenbeschreibungen nicht enthalten. Eine praxistaugliche Dokumentation ist sehr lückenhaft.

Keine verlässlichen Informationen

Auch das Unternehmen und die Kollegen und Vorgesetzten haben manchmal kein Interesse, sich mit dem scheidenden Mitarbeiter zusammenzusetzen. Manche Beschäftigte werden sogar mit sofortiger Wirkung freigestellt, sodass eine ordentliche Übergabe kaum noch möglich ist. Das kann durchaus angemessen sein, wenn der Mitarbeiter entlassen wurde, er deshalb enttäuscht und wütend ist und die Informationen, die er weitergeben würde, nicht verlässlich sind. Auf den Wissenstransfer zu verzichten, kann auch dann angemessen sein, wenn die Leistungen des Mitarbeiters unterdurchschnittlich waren und eine Fortführung seiner Tätigkeit im gleichen Stil und die Nutzung seines Wissens offensichtlich keine Verbesserung brächten.

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