Arbeitstechniken für strukturiertes ArbeitenDenkfallen vermeiden

Beim Nachdenken wählen wir oft den erst besten Weg und die Lösung, die uns immer einfällt. Dabei sind wir aber in typischen Denkfallen und Denkmustern gefangen. Sie gilt es aufzubrechen. Dazu muss man die Denkfallen kennen, die im Folgenden beschrieben werden. Ist man sich dieser Fallen bewusst, kann man sie leichter vermeiden.

Routine ist nicht immer die passende Lösung

„Wer mit dem Hammer zurechtkommt, für den ist jedes Problem ein Nagel“, heißt ein Sprichwort. Wer neuartige Aufgaben lösen will, versucht zunächst vertraute Techniken anzuwenden. Das kann eine richtige Strategie sein, denn immerhin ist man in der Anwendung der entsprechenden Technik geübt und vertraut. Eine Lösung lässt sich so schnell entwickeln. In manchen Fällen ist es aber notwendig, die bisherigen Lösungsstrategien und Denkmuster zu durchbrechen, Denkgewohnheiten zu ändern.

Warum wir manchmal falsch liegen

Dabei tappen Menschen leicht in die folgenden Denkfallen:

Gewohnheit

Bei gleich scheinenden Sachverhalten verwendet man dieselbe Lösungsstrategie. Im Gespräch mit Kolleginnen oder Mitarbeitern meint man schnell, deren Anforderungen und Wünsche erfasst zu haben und schlägt eine Lösung vor. Erst später stellt sich heraus, dass es anders gemeint war und man besser oder genauer zugehört hätte.

Stereotype

Die Beurteilung und Bewertung eines Sachverhalts erfolgt auf der Basis früherer Erfahrungen – und nur dieser. Was einmal gut oder schlecht war, ist immer gut oder schlecht.

Ursache-Wirkungs-Zusammenhang

Gerade in Stress- oder komplexen Situationen neigt man dazu, einfache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge herzustellen, die aber falsch sind. Oft spielen mehrere Ursachen gleichzeitig eine Rolle. Oder manche Dinge, die man sieht, versperren den Blick auf die wirklichen Ursachen.

Selektive Wahrnehmung

Die Welt und das eigene Umfeld werden nicht richtig wahrgenommen. Einzelne Informationen, Ereignisse oder Sachverhalte werden automatisch ausgeblendet, weil sie nicht in das eigene Weltbild passen oder den bisherigen Vorstellungen widersprechen. Anderes, was bekannt, vertraut oder gerade präsent ist, rückt ins Blickfeld, obwohl es gar nicht wichtig ist.

Wirklichkeitskonstruktion

Jeder Mensch konstruiert sich seine eigene Wirklichkeit. Das bedeutet, dass die eigene Sichtweise nur eine Möglichkeit unter vielen darstellt. Im Berufsleben ist es hilfreich, sich auch in andere Menschen hineinzuversetzen und Sachverhalte aus deren Blickwinkel zu betrachten.

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