Berufliche und persönliche StandortbestimmungEigene Werte und Lebensmotive ergründen

Damit Ihr Job zu Ihren Werten und Bedürfnissen passt, sollten Sie ergründen, was Ihnen im Leben wichtig ist und was Sie motiviert, morgens zur Arbeit zu gehen. Bedenken Sie die folgenden Fragen und die Aspekte in den Vorlagen und machen Sie sich so die eigenen Werte, Motive und Glaubenssätze bewusst.

Was ist Ihnen im Leben wichtig?

Werte wie zum Beispiel Fairness oder Respekt vor Lebewesen bestimmen unser Handeln. Für einige Menschen ist es wichtig, dass ihre persönlichen und beruflichen Wünsche in Einklang stehen. Denn sonst würden sie in einen Wertekonflikt geraten, der sie auf Dauer unzufrieden macht, der sogar krank machen kann. Zum Beispiel verzichten einige auf ein höheres Gehalt, weil sie es ablehnen, für ein Pharmaunternehmen zu arbeiten, das Tierversuche durchführt.

Ursula M. Wagner macht in ihrem Buch „Das Kairos-Prinzip“ darauf aufmerksam, dass in jeder Lebensphase ein anderes Lebensthema aktuell ist und sich Werteprioritäten verändern. Die persönliche Lebensphilosophie oder die Lebensprinzipien sagen auch etwas über den Stellenwert der Arbeit im Leben aus. Letztlich geht es um die Frage: Was ist Ihnen im Leben wichtig? Stellen Sie diese Fragen vor jedem Neuanfang. Dazu gehören auch folgende Aspekte:

  • Wofür sind Sie in Ihrem Leben dankbar?
  • Was macht in Ihrem Leben Sinn?
  • Worauf sind Sie in Ihrem Leben besonders stolz?
  • Was würden Sie gegenüber anderen verteidigen?
  • Woran hängt Ihr Herz?
  • Worauf möchten Sie auf keinen Fall verzichten?
  • Worauf würden Sie gerne verzichten?
  • Welche Werte wurden Ihnen als Kind vermittelt?
  • Welche Werte verkörpern Sie heute?
  • Wie würden nahestehende Menschen diese Frage beantworten?
  • Welches große Lebensziel haben Sie vor Augen?

Was möchten Sie für Ihre Arbeit zurückbekommen?

Die Frage „Was möchte ich für meine Arbeit zurückbekommen?“ beantwortet jede Person anders. Die einen streben nach Anerkennung, Unabhängigkeit oder Macht, während andere ein Bedürfnis nach Ordnung oder nach Austausch mit Kollegen haben. Andere wiederum sind idealistisch veranlagt, leistungs-, wettbewerbs- oder familienorientiert.

„We value, what we want and we want, what we value“. Wir schätzen, was wir wollen und wir wollen, was wir schätzen. So bringt es der Psychologe Steven Reiss auf den Punkt.

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