EntscheidungsfindungEntscheidungstechnik und Entscheidungsverfahren nutzen

Entscheidungen fallen auf der Grundlage von Informationen. Diese müssen so aufbereitet und dargestellt werden, dass sichtbar wird, welche Folgen und Konsequenzen eine Entscheidung hat. Entscheidungstechniken und dabei eingesetzte Methoden und Werkzeuge sollen bei der Analyse und Bewertung der Informationen helfen. Hier finden Sie einige praktische Beispiele.

Zielbeiträge der Handlungsalternativen sichtbar machen

Mit der Beschreibung der Entscheidungssituation benennen Sie Ziele und Rahmenbedingungen, die für eine gute Entscheidung wichtig sind. Mit den Lösungen und Handlungsalternativen zeigen Sie die Möglichkeiten, unter denen der Entscheider auswählen und für oder gegen die er sich entscheiden kann. Nun müssen Sie im nächsten Schritt mögliche Folgen, Konsequenzen oder Ergebnisse aufzeigen, die eine einzelne Handlungsalternative hat, wenn es darum geht, die Ziele und Ergebnisse zu erreichen und die Rahmenbedingungen zu beachten.

Sie arbeiten diese möglichen Folgen, Konsequenzen und Ergebnisse, zu denen die Wahl für eine Handlungsalternative führen kann, möglichst nachvollziehbar, verständlich, plausibel, begründet und belegt heraus. Dazu müssen Sie Informationen zusammenstellen, die Entscheider bewerten können. Diese Darstellung soll Ihnen oder anderen Entscheidern helfen, die richtige Entscheidung zu treffen im Sinne von: diese Auswahl trägt am besten zur Zielerreichung bei.

Methoden und Werkzeuge als Entscheidungstechniken

Dabei gibt es eine Fülle von Methoden und Werkzeugen, die Ihnen helfen, die Informationen so zusammenzustellen, auszuwerten und darzustellen, dass die Entscheider in der Lage sind, die Folgen und Konsequenzen zu bewerten. Diese Entscheidungstechniken haben alle den Zweck, Transparenz in die Entscheidungssituation zu bringen und sichtbar zu machen, welche Alternative vor dem Hintergrund der Ziele und Bewertungskriterien die beste wäre. Sie helfen, die Unsicherheit beim Entscheider zu verringern.

Welche Entscheidungstechniken, Methoden und Werkzeuge sich am besten eignen, ergibt sich vor allem aus:

  • Worüber soll entschieden werden?
  • Welche Ziele spielen die wichtigste Rolle?
  • Welche Bewertungskriterien sind deshalb zu beachten und zu bewerten?
  • Was sind die wichtigen Rahmenbedingungen?
  • Wer sind die Entscheider?
  • Welche Interessen haben weitere Stakeholder?
  • Wie komplex ist die Entscheidung?
  • Wie weitreichend sind die Entscheidung und die damit verbundenen Folgen? (Zeithorizont, Risiko- oder Chancenpotenzial)
  • Welche Art von Lösungen gibt es?
  • Welche Informationen liegen vor?

Vor diesem Hintergrund werden in der Unternehmenspraxis meistens die folgenden Entscheidungstechniken, Methoden und Werkzeuge eingesetzt – einzeln oder in Kombination, um verschiedene Aspekte der Entscheidungsfolgen besser sichtbar zu machen.