Kreativität steigernFünf wirklich gute und dennoch einfache Kreativitätstechniken

Einige Kreativitätstechniken sind aufwendig und brauchen Kompetenz und Erfahrung für die Anwendung. Deshalb sind einfache Techniken sehr beliebt. Und diese können für viele Probleme und Aufgaben gute Ideen und Lösungsansätze liefern.

Jedes Problem braucht die passende Vorgehensweise

Mit der systematischen Übersicht der Kreativitätstechniken im vorigen Abschnitt wird deutlich, dass es Techniken gibt, die gut für strukturierte Probleme, und solche, die gut für schlecht strukturierte Probleme sind. Je nach Thema, Problem und Aufgabenstellung können mal einfache, mal aufwendigere Vorgehensweisen bei der kreativen Lösungsfindung helfen. Die Erfahrung zeigt, dass viele Aufgaben in Unternehmen zwar kreativ gelöst werden müssen (weil es keine fertigen Lösungen gibt), dass dabei aber durchaus einfache Kreativitätstechniken sehr gute Lösungen liefern.

Deshalb finden Sie im Folgenden Kreativitätstechniken, die leicht zu nutzen sind und in der Praxis gute Erfolge aufweisen:

  • Für den Bereich der ungelenkten Spontaneität braucht es keine besondere Technik. Hier sollte mit „Versuch und Irrtum“ ein bekanntes Verfahren genutzt werden.
  • Für die gelenkte Spontaneität sei das Brainstorming einschließlich des Inversen Brainstorming ausgewählt. Aber auch eine der Fragetechniken gehört in diese Rubrik. Zu empfehlen ist die Osborn-Frageliste.
  • Für die Rubrik der assoziativen Techniken ist das berühmte Bibelstechen hilfreich. Es heißt in der Fachsprache: Semantische Intuition oder Semantische Konfrontation.
  • In der Rubrik der systematischen Kreativitätstechniken können Sie den Morphologischen Kasten nutzen, da er in dieser Gruppe eine große Bedeutung hat.
  • Und zum Schluss, bei den widerspruchsorientierten Techniken eignet sich als vielfältig anwendbare Technik das Idealitätskonzept.

Hinweis: Drei Schritte für alle Kreativitätstechniken

Fast alle Kreativitätstechniken setzen voraus, dass man bei ihrer Anwendung in drei Schritten vorgeht:

  1. Beschreibung und Definition des Problems und der Aufgabenstellung. Der Zweck ist: Alle sind sich einig darüber und haben ein gemeinsames Verständnis, worum es geht.
  2. Kreativ- oder Fantasie-Phase: Ideen werden gesammelt, möglichst viele, möglichst unterschiedliche – ohne Bewertung oder Diskussion.
  3. Diskussion, Auswahl, Bewertung: Alle Ideen werden erläutert, diskutiert, kommentiert und strukturiert sowie bewertet oder ausgewählt für die weitere Analyse.