Kommunizieren als FührungskraftKommunikationsmodelle in der Führung anwenden

Wer das Wesen der Kommunikation versteht, kann Fallstricke in der Kommunikation bei der Führung von Mitarbeitern vermeiden. Kommunikationsmodelle zeigen die Zusammenhänge bei Führung und Kommunikation und erklären Funktionen und Wirkungsweise.

Kommunikationsstränge des oberen Managements

Neben der direkten Kommunikation mit den Mitarbeitern müssen Sie als Führungskraft immer auch mit Personengruppen außerhalb des Unternehmens kommunizieren. Zum Beispiel in Meetings mit der Vorstandsetage, mit Kunden oder Lieferanten. Abbildung 1 zeigt die zehn zentralen Kommunikationsstränge des oberen Managements.

Abbildung 1: Kommunikationsstränge und Kommunikationspartner des oberen Managements
Quelle: Eugen Buß, Managementsoziologie, 2011

Realebene und Metaebene der Kommunikation

Es ist nicht nur wichtig, was Sie als Führungskraft sagen, sondern auch wie Sie es sagen. Wenn Sie entscheiden, wem und mit welcher Absicht Sie etwas mitteilen, wenden sie bestimmte Kommunikationstechniken an. Entsprechend finden Sie Gehör und werden verstanden. Kommunikation vollzieht sich auf zwei Ebenen:

Realebene, Sachebene oder Was-Ebene

Zu dieser fachlich-inhaltlichen Kommunikationsebene gehören unter anderem die Vollständigkeit, Klarheit und die Richtigkeit von Informationen.

Metaebene, Stilebene oder Wie-Ebene

Auf dieser Kommunikationsebene wird eine Stimmung transportiert. Nonverbale Signale werden ausgesendet und vermitteln die Bedeutung einer Information. Auf der Metaebene wird auch die Art und Tiefe einer Beziehung ausgedrückt.

Die nonverbale Kommunikation ist der Metaebene zuzuordnen. Nonverbale Kommunikation ist die Gesamtheit all derjenigen Interaktionen, die keine Sprechhandlungen sind. Hierzu zählen:

  • Gestik, also die Kommunikation durch Arme, Hände, Finger und Bewegungen
  • Mimik durch den Gesichtsausdruck
  • Proxemik, also die räumliche Entfernung beziehungsweise Distanz zwischen kommunizierenden Personen
  • Nutzung und Darstellung von Symbolen, Bilder und Logos

Als Führungskraft sollten Sie auf eine ausgewogene Balance zwischen Realebene und Metaebene achten. Bei einer zu starken Verankerung auf der Realebene laufen Sie Gefahr, dass Sie möglicherweise die Stimmungslage Ihrer Mitarbeiter ausblenden und somit den richtigen Ton verfehlen. Abbildung 2 veranschaulicht die Zwei-Ebenen-Kommunikation des Managements.

Abbildung 2: Zwei-Ebenen-Kommunikation des Managements
Quelle: Eugen Buß, Managementsoziologie, 2011